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Windkraft

Hubert Aiwanger stellt sich Demonstranten in Gosberg

Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler nimmt sich in Gosberg Zeit, die Argumente der Windkraft-Gegner zu hören. Im Festzelt geht er hart mit der Staatsregierung ins Gericht und verspricht, künftig öfter in Oberfranken vorbeizuschauen.
FW-Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger (l.) sucht in Gosberg das Gespräch mit den Windkraft-Gegnern.  Fotos: Galster
 
von FRANZ GALSTER
Der Abschluss des 90. Vereinsjubiläums der Gosberger Soldaten- und Veteranenkameradschaft hat es nochmals in sich gehabt. Hubert Aiwanger, der Landes-und zugleich Bundesvorsitzende der Freien Wähler (FW) schaute in Gosberg vorbei. In seinem Schlepptau war die Schlagersängerin Claudia Jung, die ebenfalls für die FW im Bayerischen Landtag sitzt.

Während sich die beiden politischen Ehrengäste im VG-Gebäude ins Goldene Buch der Gemeinde Pinzberg eintrugen, warteten vor dem Gebäude etwa dreißig Demonstranten. Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Gegenwind Effeltrich-Pinzberg-Poxdorf" hatten sich mit Transparenten und stimmgewaltigen Trillerpfeifen bewaffnet. MdL Thorsten Glauber (FW) machte kein Hehl daraus, dass ihm diese Begrüßung wenig behagte.

Hubert Aiwanger dagegen ging direkt auf die Demonstranten zu. Er suchte das Gespräch und äußerte Verständnis für deren Sorgen. Im Namen der Bürgerinitiative übergab der Pinzberger Hermann Gottschalk dem FW-Vorsitzenden eine Infomappe. Darin hatte er Informationen zum geplanten Windpark im nahen Vorranggebiet gesteckt.

Bis zu 200 Meter hoch

Pinzbergs Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) begrüßte mit seinem Stellvertreter Peter Andexinger die hohen Gäste, die auch Landrat Reinhardt Glauber (FW) und die Vereinsspitze des Jubelvereins begleitete. Die Zeit bis zum Auftritt im Festzelt nutzte Aiwanger, um zusammen mit Thorsten Glauber und Hermann Gottschalk das Vorranggebiet zu besichtigen.

"Wir müssen die Bedenken ernst nehmen, denn nur zusammen schaffen wir die Wende. Deshalb möchte ich mir ein Bild vor Ort machen, um die Situation einschätzen zu können", hatte Aiwanger den Demonstranten zuvor versprochen.

Er zeigte sich von der reizvollen Landschaft beeindruckt. Eindruck machte auf ihn allerdings auch, dass die Windkraftanlage über 200 Meter hoch werden könnte. "Ich fand es gut, dass Aiwanger mitging, trotz eines engen Terminplans", stellte Gottschalk anschließend betont nüchtern fest. Eng war Aiwangers Terminplan in der Tat. Festausschussvorsitzender Stefan Stöhr geleitete die Gäste unter den Klängen der Leutenbacher Blaskapelle ins Zelt.

In 30 Minuten versuchte Aiwanger, das Programm und die Ziele der FW unter die Menschen zu bringen: Mehr Bürger- nähem, mehr Volksbegehren, eine Direktwahl des Bundespräsidenten sind einige der Ziele.

Gerüchte um Herrmann

Aiwanger geißelte die "einseitige Politik der Staatsregierung" in München. Die investiere vor allem in München und Oberbayern. Aiwanger kritisierte den Rettungsschirm für den Euro. Jedes Land sei selbst verantwortlich für seine Schulden.

Nach 30 durchaus kurzweiligen Minuten setzte sich Aiwanger ins Auto zum nächsten Termin. Zuvor versprach Aiwanger allerdings noch, sich künftig öfters in Oberfranken sehen zu lassen.
Der Gosberger Vereinsvorsitzende Norbert Wiemann räumte später nochmals mit dem Gerücht auf, ursprünglich den Bayerischen Innenminister Joachim Hermann (CSU) ein - und dann wieder ausgeladen zu haben.

Es habe weder eine schriftliche Einladung noch Ausladung gegeben, lediglich eine Anfrage, aber keine klare Antwort. Die SPD hätte Franktionsvorsitzenden Steinmeier angeboten, nicht aber Kanzlerkandidat Steinbrück. Letztlich habe der Festausschuss von Schirmherr und Landrat Reinhardt Glauber (FW) den Hinweis bekommen, dass Aiwanger und Jung nach Gosberg kommen würden.


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