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Fest

Hirsebier lockert Gräfenbergern die Hüften

Bei den Afrika-Kulturtagen entdeckten die Gräfenberger ihr Rhythmus-Gefühl und fanden Gefallen am Hirsebier.
Mama Sanou ist eine Sängerinnen-Ikone der afrikanischen Musik. Fotos: fra-press
 
von KARL-HEINZ FRANK
Eine leibhaftige Botschafterin aus Burkina Faso, die zusammen mit ihrem Kulturattache in den Gräfenberger Biergärten zu Trommelklängen tanzte, ein Veranstalter, der bei einem samstäglichen Konzert meisterhaft die afrikanische Flöte spielte, und ein Indianerlager, in dem anstatt der "Rothäute" die afrikanischen Trommler und Tänzer ihre Zelte aufgeschlagen hatten - all das boten die zweiten Afrika-Kulturtage in Gräfenberg am vergangenen Wochenende den Besuchern.
Zwar gab es zum Start am Freitagabend in der Klosterbrauerei Weißenohe eine kleine Enttäuschung, weil die für die Eröffnung an diesem Abend vorgesehene Botschafterin aus Burkina Faso, Marie Odile Bonkoungou, noch kurzfristig abgesagt hatte. Allerdings sorgten eine Trommlergruppe und Brauerin Ine Kam aus Burkina Faso für einen trotzdem noch sehr unterhaltsamen Abend. Ine Kam hatte schon Tage lang in einer von den Brauereibesitzern Katharina und Urban Winkler extra für sie aufgebauten Bierhütte ihr Dolo genanntes Hirsebier angesetzt, das vom Geschmack her eher einem Cidre ähnlich ist, bei den Besuchern aber bestens ankam.

Eine Tour ist schon geplant

Urban Winkler wäre nicht Urban Winkler, wenn er nicht bereits eine Tour durch den westafrikanischen Staat mit Bierbrauern und dem bekanntermaßen hervorragenden Bier aus der Fränkischen Schweiz plant, vorerst aber hatte die Band "Aziz Sinka & Lanaya" zusammen mit einm Star der schwarzafrikanischen Musik, Mama Sanou, und dem "Derabeudischen Orchester" aus Bayreuth ihre großen Auftritte in den Biergärten rund um Gräfenberg, Weißenohe, Hohenschwärz und Thuisbrunn, wo sie mit ihren so ganz anderen Klängen durchaus zu gefallen wussten.
Das große Highlight der Afrika-Kulturtage aber waren die abendlichen Konzerte auf der Showbühne vor dem Bürgerhaus. Unter anderem sorgte am Samstagabend ein sichtlich gut aufgelegter Veranstalter Dieter Weberpals zusammen mit der rassigen Sängerin Mama Sanou, mit Dorle Ferber und ihrer Geige gemeinsam mit der Band "Argile & African Heat" dafür, dass schon bald Ine Kam mit dem Ausschenken von Dolo-Hirsebier nicht mehr nachkam.

Ein Basar für alle Wünsche

Neben der großen Trommlerparade durch das Zentrum, der Gruppe "Rainbow House" der Kinderkulturkarawane und der bekannten Formation "Compagnie Sokan" aus Burkina Faso zog naturgemäß der große Basar mit all seinen afrikanischen Food-Ständen und Verkaufsbuden die Besucher an. Dort bekam man von der afrikanischen Frisur über Hals-, Arm- und Fußbänder oder Holzhocker und Figuren im afrikanischen Stil bis hin zu Räucherstäben, wohl duftenden Essenzen und großen und kleinen, selbstverständlich Hand gefertigten Trommeln alles, was man sich aus der Urlaubsstimmung heraus nur so wünschen konnte.
Das besondere Erlebnis aber wartete auf die Besucher der verschiedensten Workshops, im Indianerlager Stone Hill von Walter Meyer, wo man sich dieses Mal von afrikanischen Experten so richtig fit in der Trommeltechnik, den wilden, ja sogar extatischen Tanzbewegungen oder in AfroYoga machen lassen oder auch nur ganz entspannt einer afrikanischen Märchenerzählerin zuhören konnte.
Trotzdem gab es einige wenige Gräfenberger Bürger, die ganz froh darüber waren, als am Sonntagabend die Trommeln endlich wieder verstummten. "Drei Tage lang die zwar rhythmischen, aber auch dumpfen Trommeln anhören zu müssen, was sogar bis hinaus zum Jägersberg zu hören war, das reicht jetzt erst einmal wieder!"


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