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Großer Andrang bei der Gesundheitsmesse

Die Gesundheits- und Seniorenmesse erfreut sich auch im fünften Jahr großer Beliebtheit. Tausend Besucher nutzten die Gelegenheit das vielfältige Angebot kennen zu lernen.
Peter und Anni Konrad (von rechts) informieren sich am AOK-Stand bei Melanie Jäger.  Foto: Alexander Hitschfel
 

Elivra Cseh (84) aus Forchheim ist eine von rund 41.000 Menschen im Landkreis Forchheim, die älter sind als 50 Jahre; Tendenz steigend. Genau dieser demografische Wandel war ausschlaggebend für Andreas Oswald und Uwe Buhl von der Messe & Media GbR mit Sitz in Poxdorf, mit der "Senio Fit - Akti Fit", der Forchheimer Gesundheits- und Seniorenmesse, ein Event ins Leben zu rufen, das eine Marktlücke in Stadt und Landkreis schließt.

Das Konzept trägt von Beginn an Früchte. Jahr für Jahr liegt das Echo der Messe bei rund 1100 Besuchern. Auch in diesem Jahr öffnete die Messe am Sonntag von zehn bis 17 Uhr in der Forchheimer Jahnhalle ihre Pforten. In diesem Jahr lautete das Spezialthema "Mobil durchs Leben".

Stammgäste auf der Messe


Elvira Cseh ist inzwischen "Stammgast" auf der Gesundheits- und Seniorenmesse. "Ich bin von Beginn an dabei gewesen", bekennt die interessierte Besucherin. Sie kommt jedes Jahr wieder gerne her.

Auch diesmal informierten wieder rund 50 Aussteller über ihre Produkte und Dienstleistungen rund ums älter werden. Natürlich gibt es auch für Elvira Themen bei der Messe, die sie lieber verdrängen möchte, mit denen sie sich aber auseinandersetzen muss. "Ich möchte mich dann auch über die Naturbestattung mit der Friedwald-Alternative informieren", sagt Elvira. Bei Friedwald handelt es sich um eine alternative Bestattungsform, bei der die Asche Verstorbener an den Wurzeln von Bäumen beigesetzt wird. Seit Juni 2010 wird die Friedwald-Idee auch in der Fränkischen Schweiz, genauer gesagt in Ebermannstadt, umgesetzt. Dort sind im Waldgebiet unterhalb der Wallerwarte Naturbestattungen möglich. Das dortige Waldgebiet erstreckt sich auf einer Fläche von rund 46 Hektar. Beisetzungen sind dort im Schatten verschiedener Bäume möglich. Ein Namensschild am Baum macht auf die Grabstätte aufmerksam.

"Das Grab wird von der Natur gepflegt", informiert Eva Battilana vom Friedwald-Team. Naturbestattungen sind offensichtlich der neue Trend. "Innerhalb der letzten zwei Jahre konnten inzwischen 270 Bestattungen dort stattfinden", informiert Battilana.

Das Leben erleichtern


Auf der Messe geht es aber nicht nur ums Sterben, sondern es geht vielmehr auch darum, sich das Leben im Alter so angenehm wie möglich zu machen. Neben den Forchheimer Hilfsorganisationen Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) war auch das Klinikum Forchheim mit einem großen Stand vertreten. Zahlreiche andere Anbieter, wie Christiane Zolleis von "Figur in Form" aus Forchheim oder das Sanitätshaus "Orthopädie Forum" nutzten die Gelegenheit, einem großen Publikum ihre Dienste und Produkte vorzustellen.

Auf beiden Galerien stellten verschiedene ehrenamtliche Vereine und Verbände wie der Hospizverein für den Landkreis Forchheim, das "Trauernetz Consolare", die Rheumaliga, der Weiße Ring, das Seniorenbüro oder der Kneipp-Verein ihre Arbeit vor.

Als neuer Messepartner konnte von den Veranstaltern diesmal das Klinikum Forchheim gewonnen werden. Auch der Fränkische Tag ist als Medienpartner der Messe wieder mit im Boot. So bot sich den Besuchern wieder ein umfangreiches Programm mit verschiedenen Dienstleistungen, Vorträgen zu den Themen Gesundheit, Medizin und Vorsorge und Produktvorstellungen. Mit integriert in das Konzept wurde auch ein Showprogramm, in diesem Jahr mit den Kunstradfahrern des Radsportvereins Concordia Kirchehrenbach und einer Modenschau.

"Stammgast" Elvira Cseh hat auch die Gelegenheit genutzt, sich ihren Blutzucker und ihren Blutdruck messen zu lassen. "So eine Messe hat in Forchheim schon lange gefehlt", schwärmt die 84-Jährige, die auch im nächsten Jahr wieder mit dabei ist, wenn sich die Pforten zur sechsten "SenioFit - Akti-Fit" Messe öffnen.

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