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Region  // Forchheim

Neuerscheinung

Fürstliches Filet und Blutbowle

Birgit Ringlein und Reiner Benker haben ein besonderes Kochbuch verfasst: "Die Schlossküche der Fränkischen Schweiz".
Die Autoren Reiner Benker und Birgit Ringlein mit ihrem neuen Buch Foto: Carmen Schwind
 
von CARMEN SCHWIND
"Wenn kalt und dunkel, kriecht die Nacht um Burgtor, Hof und Zinnen", zitiert Autorin Birgit Ringlein aus ihrem neuen Buch "Die Schlossküche der Fränkischen Schweiz", das sie mit Kastellan Reiner Benker verfasst hat. Da dichtet Monika Schenk Gräfin von Stauffenberg spontan weiter: "Duftet es köstlich aus der Schlossküche von drinnen!" Und so ist die Stimmung im Gartenhaus auf Schloss Greifenstein bei der Präsentation des Kochbuches mit Gespenstergeschichten gelöst.

Die Autoren kennen sich schon seit Kindertagen. Seit 2009 ist Reiner Benker Schlossverwalter. "Am Anfang, wenn ich etwas repariert habe, hatte ich aus den Augenwinkeln heraus das Gefühl, dass da ein Mann mit dickem Bauch, Hut und Feder steht und mich beobachtet", erzählt der Kastellan. Da er meinte, sich geirrt zu haben, erzählte er seiner Frau vorerst nichts davon. Erst nach einigen Monaten sprach er über das Erlebte und seine Frau bestätigte, dass sie diesen "Nebelmann" mit Hut und Feder ebenfalls gesehen hatte.

Birgit Ringlein aus Bayreuth besuchte ihren Freund aus Kindertagen häufig im Schloss, von dem sie sehr angetan ist. Bei den Führungen führt Benker auch durch die Bibliothek. "Er macht das wirklich sehr gut und kennt das dickste, das größte, das kleinste Buch oder das mit den meisten Illustrationen", erzählt Gräfin von Stauffenberg. Und so gab sie den beiden Autoren die Erlaubnis, sich noch genauer umzuschauen. Die beiden wurden fündig. "Wir fanden Rezepte aus dem Jahr 1709, aber auch alte Hochzeitsfotos, Manuskripte oder ein Skizzenbuch, das von Spitzweg sein könnte", erinnert sich Birgit Ringlein. Und daraus wollten die beiden etwas machen.

So war das Konzept für ein Kochbuch mit fränkischen Spezialitäten, ergänzt um mystische Geschichten geboren. "Ich habe bereits ein Rezept nachgekocht", berichtet Monika Schenk Gräfin von Stauffenberg. Zum Beispiel kann sich der Leser über die Legende der Wasserfräulein von der Stempfermühle bei Gößweinstein informieren und danach den Zander in Pfifferlingssauce nachkochen, den es vielleicht beim rauschenden Fest auf der dortigen Burg gegeben haben mag.

Neben fürstlichem Schweinefilet, Meerrettichrezepten oder Füllungen für Gänsebraten gibt es auch Stärkung für kleine Gespensterjäger. Rezepte für leckeren Krötenschleim oder die allseits beliebten abgehackten Finger sind ebenso zu finden wie für Blutbowle.

Der Leser wird aber auch informiert, dass feige Ritter bei Hofe ihren Ordensmantel für ein Jahr abgeben und in der Zeit bei den Hunden am Boden essen mussten. Tapfere Ritter dagegen, die ein Tier erlegt hatten, durften eine Hofdame küssen.

"Ich bin vom Ergebnis begeistert. Wobei ich hier auf dem Schloss keinem Geist begegnen möchte", lacht die Schlossherrin. Es sei ein wundervolles Miteinander gewesen, das als Ergebnis ein sagenhaftes Kochbuch herausgebracht habe. Birgit Ringlein und Reiner Benker möchten, dass Fans der Fränkischen Schweiz wie Burgherren und Edelfräulein fränkische Kulinarik einfach nachkochen und sich dabei auf das Vortrefflichste an den Legenden unterhalten können.

Birgit Ringlein, Reiner Benker:
Die Schlossküche der Fränkischen Schweiz, Verlockende Rezepte und gespenstische Geschichten, ISBN: 978-3-95400-560-4, 19,99 Euro,Sutton-Verlag


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