Forchheim
Gefahr

Frittierfett legt Verkehr lahm - zehn Stunden Reinigung

Der Fahrer eines Lkw verliert zwischen Forchheim und Nürnberg 800 Liter Altfett aus einem Tank und sorgt für eine spiegelglatte Fahrbahn auf der A 73. Dies führt zum Stau im morgendlichen Berufsverkehr. Die Reinigungsarbeiten dauerten rund zehn Stunden.
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Das "Ölspur-Monster" nimmt es auch mit dem Fett auf. Foto: Feuerwehr Forchheim
Das "Ölspur-Monster" nimmt es auch mit dem Fett auf. Foto: Feuerwehr Forchheim
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In den frühen Morgenstunden des Dienstags ist die Feuerwehr Forchheim zunächst mit der Feuerwehr Kersbach zu einer Ölspur alarmiert worden. Tatsächlich handelte es sich um ein Spur aus Fett.

Auf Grundlage der Alarmmeldung sollte es sich um eine Gesamtlänge von 30 Kilometern zwischen Forchheim und Nürnberg handeln, wie die Feuerwehr Forchheim berichtet. Ein 39-jähriger Lkw-Fahrer hatte auf seiner Tour das verbrauchte Speisefett aus verschiedenen Schnellrestaurants Fett eingesammelt. Das Altfett wird hierbei in den 1000 Liter fassenden Tank des Lkw gepumpt, der es zur Entsorgung bringt.


Start vom Schnellrestaurant

Nachdem er seine Aufgabe an einem Schnellrestaurant in Forchheim erledigt hatte, setzte der Fahrer seine Tour in Richtung Nürnberg fort. Durch ein defektes Ventil lief auf der gesamten Fahrstrecke Speisefett auf die Fahrbahn - insgesamt rund 800 Liter, wie die Polizeiinspektion Forchheim mitteilt.

Dies führte im Forchheimer Stadtgebiet und auch in Bereichen der Autobahn A 73 zwischen Baiersdorf-Nord und Nürnberg zu einer erheblichen Verschmutzung der Fahrbahn. Teilbereiche der Straße waren durch das ausgelaufene Speisefett spiegelglatt geworden. Erst in Nürnberg stellte eine Polizeistreife den undichten Lkw fest und informierte sofort alle weiteren betroffenen Polizeidienststellen.

Da durch das ausgelaufene Speisefett die Fahrbahn in Teilbereichen spiegelglatt war, sperrte die Polizei die betroffenen Stellen. Die Auffahrt Baiersdorf-Nord in Richtung Nürnberg musste zeitweilig gesperrt werden. Die Aufgaben der Feuerwehr waren zu Beginn die Sicherung von gefährdeten Bereichen wie Kreuzungen und Kreisverkehren sowie weiter die Verkehrsabsicherung während der Reinigungsarbeiten, welche seitens die Straßenmeisterei koordiniert und durch Spezialfirmen durchgeführt wurden.


Lkw fährt in Absperrung

Während der Reinigungsarbeiten fuhr ein Lastwagen in eine Verkehrsabsicherung der Feuerwehr und zerstörte verschiedenes Absicherungsmaterial wie Blinkleuchten, Warndreiecke und Verkehrsleitkegel. Gottlob wurde hierbei niemand verletzt.

Der Einsatz für die beteiligten Feuerwehren dauerte etwa zehn Stunden bis in die Mittagszeit. Neben den Feuerwehren Forchheim und Kersbach mit 25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen waren die Feuerwehr Hausen sowie weitere Feuerwehren des Landkreises Erlangen-Höchstadt und Einsatzkräfte im Bereich Nürnberg tätig. Außerdem waren die Polizei, die Straßenmeisterei sowie mehrere Spezialfirmen zur Reinigung der Fahrbahn vor Ort.

Im morgendlichen Berufsverkehr entstanden für die Autofahrer vor allem auf der A 73 erhebliche Verkehrsbehinderungen. Allerdings hatte sich die Verkehrslage nach dem Berufsverkehr weitestgehend normalisiert.



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