Kersbach
Verkehr

Freie Wähler wollen die Raser in Kersbach ausbremsen

In Kersbach wird gerast. Das steht für die Freien Wähler (FW) jetzt fest. Auf ihre Initiative hin hatte die Stadt Forchheim Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. "Das Ergebnis erschreckend ist", heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler.
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Symbolbild: Rainer Lutz
Symbolbild: Rainer Lutz
Seit Jahren schon weisen die Freien Wähler auf die Zunahme des Straßenverkehrs in Kersbach und die damit verbundenen Gefahren und Belastungen hin.


"Anlass zur Sorge"


Das Ergebnis des städtischen Blitzmarathons liegt nun vor und gibt laut FW "ernsthaft Anlass zur Sorge". Sie fordern deshalb nachhaltige Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung. Im März und April waren an folgenden Punkten in Kersbach 24-Stunden-Messungen durchgeführt worden:
 in der Kersbacher Straße bei der Einmündung in die Bahnhofsstraße,
 in der Gosberger Straße am Ortsende,
 in der Baiersdorfer Straße westlich der Waldstraße,
 in der Poxdorfer Straße,
 in der Kersbacher Straße bei den südwestlichen Ortsausgängen.

In der Zusammenfassung lässt sagen, dass die Kersbacher und Baiersdorfer Straße die am meisten frequentierten Straßen sind. Im Bereich der Einmündung zur Bahnhofsstraße erbrachte die Messung 924 Fahrzeuge in der Stunde oder rund 8750 am Tag. Am anderen Ortsende Höhe Einmündung Irrlrinnig wurden 774 Fahrzeuge pro Stunde (6529 am Tag) zu verzeichnen. In der Baiersdorfer Straße waren es 611 in der Stunde (4132).

Die innerhalb der Ortschaft festgehaltenen Spitzengeschwindigkeiten lagen an mehreren Messpunkten bei deutlich über 100 km/h. Der Spitzenreiter war am Messpunkt Höhe Irrlrinnig mit 135 Sachen unterwegs. Auch Laster fahren häufig zu schnell. Der Höchstwert lag hier bei 100 Kilometer in der Stunde, gemessen ebenfalls am südwestlichen Ortseingang.


Für nachhaltige Maßnahmen


Für die FW ein untrügliches Indiz dafür, dass in Kersbach generell viel zu schnell gefahren wird, ist die Auswertung der Kennzahl "85-Prozent-Geschwindigkeit", die von Verkehrsingenieuren entwickelt wurde. Dahinter verbirgt sich die Durchschnittsgeschwindigkeit, die von 85 Prozent der gemessenen Fahrer eingehalten wird; Die Durchschnittswerte lagen über 70.

FW-Vorsitzender Manfred Hümmer fordert: "Es ist nicht damit getan, sporadische Radarkontrollen der Polizei zu veranlassen. Vielmehr müssen nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden, um das Problem der Raserei zu lösen. Erst vor kurzem wurde in Kersbach ein Schulkind beim Überqueren der Fahrbahn von einem Auto erfasst, das darf sich nicht wiederholen." red


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