Region // Forchheim
Forchheimer spielt im BR-Krimi
Der Schauspieler Sven Wassner hat vor seiner Haustür gedreht. Im BR-Krimi "Bamberger Reiter" geht der Forchheimer am Samstag als Kommissar Sven Schäuferle auf Verbrecherjagd.
Der Schauspieler Sven Waasner kommt aus Forchheim und hat im vergangenen Jahr endlich wieder einmal in seiner fränkischen Heimat gedeht: "Bamberger Reiter. Ein Franken-Krimi". Der 33-Jährige lebt nach seiner abgeschlossenen Schauspielausbildung in New York mit seiner Familie inzwischen wieder in Bamberg. Den "Bamberger Reiter" strahlt das Bayerische Fernsehen am Samstag, 27. Oktober, um 20.15 Uhr aus.
Worum geht es im "Bamberger Reiter"?
Waasner: Heimat ist bei dieser Krimi-Reihe der Überbegriff. Es geht immer darum, wie man mit Heimat umgeht, was Heimat bedeutet. Auch der Hauptkommissar Peter Haller kommt nach Bamberg in seine Heimat zurück und muss sich damit auseinander setzen. Außerdem geht es um einen Mordfall, den Kommissar Haller mithilfe von mir - Kommissar Sven Schäuferle - aufklären muss. Auf einem Reiterhof außerhalb von Bamberg wird dann eine Frau tot aufgefunden, und es kommen viele Menschen als Mordverdächtige in Frage. In diesem idyllischen Familien-Milieu rund um diesen Reiterhof wird dann ermittelt.
Hast Du den Film schon gesehen? Was gefällt Dir daran am Besten?
Ja, ich habe ihn schon gesehen und fand ihn super, spannend und mysteriös. Er hebt sich ab von anderen Krimis, denn es könnte fast ein Tarantino-Film sein. Man nimmt sich so ein Genre und packt es in ein Setting, in das es im ersten Moment gar nicht rein passt.
Was meinst Du damit?
Eine Cowboystadt in Franken, das ist erst einmal völlig absurd. Aber es ist total witzig, da sieht man, wie der Cowboy auf seinem Pferd zur Tankstelle reitet. Dem gegenüber stehen dann zwei fränkische Kommissare und eine Kommissarin und lassen sich davon gar nicht beeindrucken. Die finden das alles total normal und das ist wiederum total schräg. Sie nehmen das alles kommentarlos so hin und so ist der typische Franke ja auch: nicht intolerant, aber er denkt jetzt auch nicht darüber nach, ob er tolerant sein muss.
Du lebst in Forchheim, nicht in Berlin oder München - wie kommt das?
Ich habe meine Schauspielausbildung in New York gemacht, danach bekam ich direkt die Rolle in "Unter uns" und bin nach Köln gezogen, danach habe ich drei Jahre in Berlin gelebt, weil mich das auch noch mal interessiert hat, aber dann kam mein Sohn auf die Welt und ich hatte einfach keinen Bock mehr auf dieses Stadtleben. Nur um hip zu sein, muss ich nicht in der Großstadt leben.
Außerdem habe ich das Stadtleben ja sowieso ständig, wenn ich drehe oder auf Castings bin und dann reicht mir die Dosis Stadtleben auch wieder. Dann freue ich mich wieder auf die kleinen, krummen, schiefen Häuser hier in Forchheim und aufs Stadtgespräch. Das Anonyme aus der Großstadt kann einem dann gestohlen bleiben.
Dein Vater ist ein Forchheimer Unternehmer. Wie hat er reagiert, als du Schauspieler werden wolltest?
In der Schule wurde ich immer übergangen, als die Frage kam, was wir einmal werden wollen, weil ja eh klar war, dass ich in die Firma meines Vaters gehen werde. Dabei haben uns unsere Eltern da nie reingezwängt - was ich ihnen sehr hoch anrechne! Sie haben uns immer unterstützt, unsere eigenen beruflichen Wege zu finden.
Also gab es nie Probleme?
Natürlich war es schon befremdlich für meinen Vater, als ich verkündete habe, dass ich unbedingt Schauspieler werden will. Aber mein Vater hat dann schließlich doch gemeint: Einen Künstler muss sich jede Familie leisten können. Er hat mich immer unterstützt in dem, was ich tue und ist mein größte Fan.
Welche Projekte stehen für Dich in der Zukunft an?
Zu 90 Prozent bin ich derzeit damit beschäftigt, mich selbstständig zu machen und in Bamberg einen Laden zu eröffnen. Es soll ein hochwertiges Modegeschäft sein, mitten in der Altstadt von Bamberg, also wenn man so will, mitten im Filmset vom "Bamberger Reiter".







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