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Forchheimer Kandidat bei "Schwiegertochter gesucht"

Kurt Hopfengärtner aus Forchheim war bei "Schwiegertochter gesucht" dabei. RTL gab vieles vor, jetzt darf er darüber reden.
Kurt Hopfengärtner blickt auf die Drehtage mit RTL zurück. Foto: Alexander Hitschfel
 

"Das war schon ein Erlebnis, jedoch noch mal würde ich es nicht machen", erzählt der 51-jährige Forchheimer Kurt Hopfengärtner über seine Erlebnisse bei der RTL-Serie "Schwiegertochter gesucht". Im Jahr 2010 wurde die TV-Doku über den damals 49-jährigen Rettungssanitäter, der beim BRK Forchheim im Rettungsdienst arbeitet, ausgestrahlt. Millionen von TV-Zuschauern fieberten damals mit, ob der Forchheimer über das Fernsehen eine Frau fürs Leben kennen lernen würde.

Sechs Monate zum Schweigen verpflichtet


Nach nunmehr fast drei Jahren will Hopfengärtner über seine Erfahrungen reden. "Sechs Monate lang durfte ich über die Dreharbeiten nicht sagen, da ich sonst mit einer Vertragsstrafe in Form einer Geldstrafe belegt worden wäre."

"Geboren war die Idee eigentlich schon im Jahre 2008, als ich auf dem Sofa lag und über den Fernseher die TV-Doku lief", erzählt Hopfengärtner. "Ich habe dann dort angerufen und mich angemeldet. Ein Kamerateam hat dann mit mir dann im Oktober 2009 ein Bewerbungsvideo gedreht. Im Januar 2010 erfuhr ich dann, dass ich dabei bin", erinnert sich Hopfengärtner. Gedreht wurde an sieben Drehtagen im Mai 2010; September 2010 flimmerte die Serie über die Mattscheibe. "Aus vier Bewerbungen, die auf meine Person entfielen, durfte ich mir zwei Kandidatinnen aussuchen." Sieben Tage lang habe ihn das RTL-Kamerateam auf Schritt und Tritt begleitet. Gedreht wurde täglich von acht bis zwölf und von 14 bis 21 oder sogar 22 Uhr. "Nach vier Tagen musste ich mich dann für eine Kandidatin entscheiden, die ich nach Hause schicken musste", sagt er, als er sich die DVD mit den Aufzeichnungen von damals ansieht.

Wie es das Kamerateam will


"RTL hat praktisch alles wie in einem Drehbuch vorgegeben; wir waren nur die Schauspieler dazu", resümiert Hopfengärtner über seine Erfahrungen. "Uns wurde vorgegeben was wir machen und was wir sagen sollen", beklagt sich der 51-Jährige rückblickend "Da wurden die einzelnen Szenen dann so oft gedreht, bis die Sätze dann so waren, wie es das Kamerateam haben wollte." Man könne gar nicht man selbst sein, sondern schlüpfe in die Rolle eines Schauspielers, so der Rettungssanitäter.

"Viele Sequenzen, wie beispielsweise auch das gemeinsame Erdbeerpflücken in Bamberg, oder auch die Motorrad-Tour, haben sie überhaupt nicht ausgestrahlt". Für welche von beiden Frauen er sich letztlich entschied, das wenigstens blieb ihm selbst überlassen. Wie ging es nach der TV-Ausstrahlung mit seinem Liebesleben weiter? "Nachdem ich mich für meine Auserwählte entschieden hatte, sind wir in die Findungsphase eingetreten", erinnert sich Hopfengärtner. Nach den Dreharbeiten wollten sich die beiden näher kennenlernen. "Ich habe sie besucht und sie wollte dann zum Annafest eigentlich zu mir kommen", erinnert sich der 51-jährige Single.

Hopfengärtner ist wieder Single


"Doch daraus wurde nichts, irgendwie waren wir zu verschieden, das angestrebte nähere Kennenlernen ist im Sande verlaufen." Seitdem ist Hopfengärtner wieder Single. In seinem Freundes- und Verwandtenkreis wurde die Teilnahme am TV-Format positiv aufgenommen. "Alle hatten gehofft, dass ich über diese Schiene eventuell die Frau fürs Leben finde, was aber leider nicht geschehen ist", so Hopfengärtner, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, die Frau fürs Leben immer noch zu finden. "Wenn ich Landwirt wäre, dann hätte ich garantiert bei "Bauer sucht Frau" mitgemacht, da zahlt RTL auch besser", schmunzelt der 51-Jährige. Während man bei "Schwiegertochter gesucht" für die siebentägigen Dreharbeiten gerade einmal eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro bekommen hat, zahle der Sender den Kandidaten bei "Bauer sucht Frau" pro Drehtag 350 Euro.

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