Gräfenberg
Stadtrat

Feuerwehr-Aufgaben in Gräfenberg nehmen zu

Die Feuerwehren in Gräfenberg sind gut aufgestellt, mehr Aktive konnten gewonnen werden, vor allem bei den Jugendlichen.
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Regelmäßig wird die Feuerwehr zu einem Brand bei dem Grünflächen der Steinbruchaußenflächen gerufen. Foto: Petra Malbrich
Regelmäßig wird die Feuerwehr zu einem Brand bei dem Grünflächen der Steinbruchaußenflächen gerufen. Foto: Petra Malbrich
Um die Gräfenberger Feuerwehr und die Ortswehren ist es gut bestellt. Thomas Müller, Kommandant der Gräfenberger Wehr und Sprecher der Feuerwehren, konnte erfreuliche Tendenzen aufzeigen: Der Personalstand ist mehr geworden - 241 Leute, davon 45 Frauen, können ausrücken. Auch sieben Jugendliche blieben und stiegen im aktiven Dienst ein.
Was die schriftlichen Werbeaktionen nicht geschafft hatten, konnte durch das persönliche Ansprechen der Jugendlichen und deren Mund-zu-Mund-Propaganda erreicht werden. "Hier ist der Datenschutz sinnvollerweise geändert worden. Wir dürfen der Feuerwehr nun die Namen der Jugendlichen nennen, damit sie diese gezielt ansprechen können", informierte Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD).


6000 Stunden für Ausbildung

Über 9200 Stunden waren die Ehrenamtlichen im Einsatz - davon wurden über 6000 Stunden mit der Ausbildung verbracht und über 1470 Einsatzstunden geleistet. Zu den Einsätzen gehörte beispielsweise ein Auto, das an der B2 von der Straße abkam. Ein Dachstuhlbrand in Thuisbrunn war ein weiterer Einsatz, der durch den unter Strom stehenden Dachständer nicht problemlos war. "Das Haus ist noch bewohnbar. Wir haben unseren Job gut gemacht", lobte Kommandant Thomas Müller seine Feuerwehrler.
Verbrannte Erde weist heute noch Spuren des Flächenbrands am Steinbruch auf. "Dort gibt es einen Freund, der uns gerne sieht", sagte der Kommandant. Der Grund: Regelmäßig wird die Feuerwehr zu einem Brand bei den Grünflächen der Steinbruchaußenflächen gerufen. Neben drei Verkehrsunfällen, einen Chlorgasaustritt im Egloffsteiner Freibad und sieben Drehleitereinsätzen mussten die Feuerwehrleute vier Türöffnungen vornehmen und wurden zu zwei Reanimationen gerufen, wovon eine erfolglos war.
Außerdem wurde dreimal "schnelle Erste Hilfe" geleistet. "Solche Einsätze sind problematisch", sagte Müller, denn "die Türöffnungen, wo alte, fast tote Menschen, in der Wohnung sind, gehen schon an die Psyche".
Werner Wolf (FW) fragte, ob den Feuerwehrleuten als Helfer vor Ort nicht zu viel zugemutet werde? "Haben die Feuerwehrleute eine zusätzliche Ausbildung oder nur den Erste-Hilfe-Kurs als Autofahrer?", wollte Wolf wissen. Kommandant Müller stimmte zu, dass der Rettungsdienst ausgedünnt wurde. Der Gesetzgeber setze darauf, dass die Feuerwehr auch Erste Hilfe leiste. "Es ist bekannt, dass sich ein Feuerwehrmann aneignet, was er nicht kann", sagte Müller und fügte hinzu: " Es ist nicht unser Job, den Rettungsdienst mitzumachen, wie in anderen Bundesländern." Wolf stimmte zu und kritisierte, dass der Rettungsdienst auf Ehrenamtliche herunter gebrochen werde.
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