Oberschöllenbach
Einsatz

Feuer in Oberschöllenbach greift auf Nachbars Anbau über

Vermutlich durch eine Silvesterrakete ist in Eckental-Oberschöllenbach (Kreis Erlangen-Höchstadt) eine Gartenhütte in Flammen aufgegangen.
Artikel einbetten Artikel drucken
Der Einsatz in Oberschöllenbach Foto: Stefan Brunner, KFV ERH
Der Einsatz in Oberschöllenbach Foto: Stefan Brunner, KFV ERH
+5 Bilder
Am Abend des Neujahrstages hat in Oberschöllenbach eine Gartenhütte gebrannt. Das Feuer griff auf ein unmittelbar anschließendes Nebengebäude des Nachbaranwesens über. Bei ersten Löschversuchen verletzten sich drei Anwohner.

Der Lagerschuppen aus Holz, in dem Brennholz sowie Gartengeräte gelagert waren, ist gegen 18.40 Uhr vermutlich aufgrund einer Silvesterrakete in Brand geraten, wie die Polizeiinspektion Erlangen-Land berichtet. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf den Holzanbau des Nachbarn nicht verhindern. Der Holzschuppen brannte komplett nieder. Der Anbau des Nachbarn wurde durch die Flammen ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Es entstand ein Sachschaden von circa 14 000 Euro.


In Krankenhäuser gebracht

Beim Versuch, das Feuer zu löschen, zogen sich drei Personen leichte Rauchvergiftungen zu. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser zur Beobachtung gebracht.

Die Geschädigten, die sich in ihrem Wohnhaus in der Gründlachstraße des Eckentaler Gemeindeteils aufhielten, hatten einen lauten Knall eines Silvesterböllers oder einer Rakete in unmittelbarer Nähe wahrgenommen, gefolgt von einem zischenden Geräusch. Nachdem dieses nicht nachließ, sahen sie im Garten nach dem Rechten und bemerkten die Flammen, woraufhin sie umgehend den Notruf absetzten und mit eigenen Löschversuchen begannen.

Von der Integrierten Leitstelle Nürnberg wurden in der Folge die Feuerwehren Oberschöllenbach, Eschenau und Großgeschaidt, der Einsatzführungsdienst des Landkreises Erlangen-Höchstadt sowie die entsprechenden Einheiten von Rettungsdienst und Polizei alarmiert.


Gartenhütte brennt ab

Beim Eintreffen der ersten Kräfte nur wenige Minuten später stand die an eine Garage angebaute Gartenhütte in Vollbrand, wie die Pressestelle des Kreisfeuerverbandes Erlangen-Höchstadt berichtet. Da diese Hütte nur durch eine gemeinsame hölzerne Wand von einem Geräte- und Lagerschuppen auf dem Nachbargrundstück abgetrennt gewesen war, hatten die Flammen sich bereits dorthin durchgefressen. Durch die Löschmaßnahmen der Anwohner wurde jedoch eine Ausbreitung des Feuers auf die Garagen beider Anwesen verhindert.


Eisplatten durch Löschwasser

Die Feuerwehren setzten unter schwerem Atemschutz zwei C-Rohre ein und leuchteten die Einsatzstelle von der Drehleiter aus sowie mit tragbaren Flutlichtstrahlern aus. Die Löschwasserversorgung wurde über die Wassertanks der Löschfahrzeuge sowie längere Schlauchleitungen von Hydranten sichergestellt. Dabei bildeten sich durch die herrschenden Minusgrade sofort Eisplatten auf Fahrbahn und Gehwegen, die abgestreut werden mussten, um die Unfallgefahr für Einsatzkräfte und Passanten zu verringern.

Bereits wenige Minuten später hatten die rund 40 Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle gebracht. Die Nachlöscharbeiten im Dachgebälk und der Zwischenwand, die durch eine Wärmebildkamera unterstützt wurden, zogen sich noch längere Zeit hin. Dazu mussten die bei-den Nebengebäude von eingelagertem, unterschiedlichstem Brandgut befreit und das Dach abgedeckt werden.

Zwischenzeitlich wurden die Bewohner, die größere Mengen an Brandrauch eingeatmet hatten, durch die vor Ort befindliche Notärztin und drei Rettungswagen-Besatzungen erstversorgt, bevor sie zur weiteren Behandlung in eine Klinik transportiert wurden.

Beamte der Polizeiinspektion Erlangen-Land nahmen noch während der laufenden Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache auf.
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren