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Sondersitzung

Den Blick auf die Burg Hiltpoltstein bewahren

Das alte Rathaus wird abgerissen. Um den frei gewordenen Platz nutzen zu können, soll der Marktplatz neu gestaltet werden. Dafür gibt es mehrere Varianten.
Das alte Rathaus soll abgerissen werden. Der Blick auf die Burg würde durch eine zu hohe Mauer behindert werden. Foto: Petra Malbrich
 
von PETRA MALBRICH
Bushäuschen an der Bushaltestelle oder doch ein Kommunikationsort? Soll es die moderne großzügige Variante sein, die Sparversion oder eher etwas Fränkisches? Die Kosten für den Abriss und für die Entsorgung wird mit 30 000 Euro beziffert.

Eine Bushaltestelle befindet sich bereits dort - ein Bushäuschen würden die Hiltpoltsteiner gerne haben. Doch wie kann das auf der nach dem Abriss frei gewordenen Fläche so dargestellt werden, dass auch noch Platz für Grünes und der Blick auf die Burg bleibt?

In einem Vorentwurf für den Vorentwurf haben das Ingenieurbüro Peter und Stefan Gemmer die Möglichkeiten aufgezeigt und das Bushäuschen modern gestaltet - mit einem Stahlkonstrukt und Plexiglas ähnlichen Platten als Dach. Oder einfacher gesagt: Eine Pergola mit Glas eingedeckt, zwei Stufen, die von der Buseinbuchtung zur Pergola führt.

Für diese Ausführung des Bushäuschens gab es zwei Zeichnungen. Ein Vorschlag zeigte eine große Pergola, die an der rechten Seite weiter vorgezogen war, um auch den Rollstuhlfahrern eine Überdachung zu bieten. Dass der Bereich der Bushaltestelle behindertengerecht gebaut wird, steht außer Frage. Auf das Gefälle müsse geachtet werden, damit die Rollstuhlfahrer auch fahren können.

Unter der Pergola wird Platz für Bänke und einen Tisch sein, was Wanderer nutzen könnten. "Wir wollten einen Kommunikationspunkt schaffen", erklärte Gemmer. Das sei im Sinne des Gemeinderats. Eine kleinere Mauer an der Mauer hinter dem abgerissenen Rathaus hilft, ein Wassereindringen an der Pergola zu verhindern.


Ein großer Baum als Blickfang

Denn auf dieser Mauer, einer Art Natursteinmauer, werden die Träger für die Pergola liegen. Unter dem alten Rathaus befindet sich eine Zisterne mit 100 Kubikmetern Wasser. Die Zisterne ist intakt. Der Stellplatz des Nachbars befindet sich auch hinter dem alten Rathaus. Rechts des Bushäuschens soll ein großer Baum Akzente setzen und zugleich den Gegenpol zum gegenüberliegenden Baum bilden. Eine rotblühende Kastanie oder einen Amberbaum schlägt das Büro Gemmer vor.

Auf der linken Seite soll eine Rampe mit Mauern links und rechts davon entstehen. 14 Meter sind als Buseinmündung gedacht. Davon war nicht jeder der Räte begeistert. Als zu wuchtig wurde die Mauer empfunden. "Die Mauer stört, sie wirkt wie eine Klagemauer und versperrt den Blick auf die Burg", findet Claus Vetter (BfH). Diese müsse unbedingt niedriger gebaut werden. Auch die beiden kleineren Mauern bei der geplanten Rampe. Auf 50 Zentimeter Höhe würde diese nun reduziert werden.

Für die Sparversion beim Bushäuschen plädierte Michael Knauer. Eine Plattenreihe, inklusive des vorgezogenen Daches, würde mehr Platz lassen. "Da können wir zwei Parkplätze schaffen. Es war immer unser Ansinnen, offizielle Parkplätze zu haben", erinnerte Knauer (BfH). Da sich in der Nähe des Marktplatzes auch die Kirche bei der Burg befindet, sind gerade an Sonntagen Parkplätze besonders rar. Die Buseinbuchtung wurde dann als Parkplatz verwendet, weil sonntags kein Bus fährt. Zustimmung erhielt Knauer von seinen Ratskollegen. Gerhard Leistner (CSU) erinnerte daran, bei der Ausweisung neuer Parkplätze gleich an E-Stationen zu denken. Das sei die Zukunft. Doch Bürgermeisterin Gisela Bauer (BfH) winkte ab. Laut einem Vortrag seien die E-Stationen in den Kommunen dazu gedacht, die E-Mobilität anzukurbeln. Der Gemeinde koste eine Station bis zu 400 Euro Unterhalt monatlich.


Fränkische Alternative gefordert

Zudem müssten diese Parkplätze dann für E-Autos freigehalten werden. Der Festplatz sei besser dafür geeignet, da dort bereits Strom verlegt sei. Zweiter Bürgermeister Georg Potzner (CSU) hingegen monierte das moderne Konstrukt des Bushäuschens.

"Ich finde keinen Bezug zum Ensemble Fachwerk und Burg. Das wirkt wie ein Fremdkörper, deshalb würde ich gerne eine fränkische Alternative sehen", sagte Potzner. Ob mit dieser neuen Pergola der fränkische Charakter erhalten bleibt oder das modernere Bushäuschen sich dem fränkischen Charme integriert und diesen gar herausstellt, war eine weitere Grundlage für die Diskussion rund um das neue Bushäuschen.
Grundsätzlich zeigte sich die Mehrheit der Räte mit der Sparversion des Bushäuschens und der gestutzten Mauer als Grundlage für weitere Planungen einverstanden.
Ab dem 7. Dezember wird in allen Außenorten Breitband zur Verfügung stehen. Außer in Görbitz und in Wölfersdorf. Dort fehle ein Bauteil, informierte Bürgermeisterin Bauer. Im Januar werden dann auch die Haushalte in diesen beiden Orten das schnellere Internet nutzen können.
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