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Genuss

Bockbier ist im Kreis Forchheim auf dem Vormarsch

In diesem Jahr laden vier Brauereien im Landkreis Forchheim zu einem Bockbieranstich. Ohne offizielle Zeremonien bieten weitere acht dieses Starkbier an. Die Forchheimer wollen sich bewusst von den Kollegen in Bamberg unterscheiden.
Im Landkreis Forchheim gibt es in diesem Jahr auch vier Bockbieranstiche. Foto: Archiv/dpa
 
von JENNIFER HAUSER
Im Nachbar-Landkreis Bamberg haben die Bockbieranstiche schon jahrelange Tradition. Die Brauereien dort laden alljährlich zu traditionellen Bockbier-Sausen ein, die meist am frühen Abend beginnen und an deren Ende die Gäste ziemlich "stramm" die Feierlichkeit verlassen. Im Landkreis Forchheim gibt es zwar schon lange Bockbiere, doch die Anstiche fallen eher klein aus. Nun nimmt allerdings deren Zahl langsam zu.

Bei Georg Rittmayer in Hallerndorf steigt dieses Jahr zum ersten Mal ein Anstich. "Ich will nicht, dass das ein Saufgelage wird", erklärt der Brauerei-Chef, "es wird eine Band spielen, aber der Anstich wird in der Brauerei selbst stattfinden und nicht so groß ausfallen." Ihm sei wichtig, dass die Gäste das Bier genießen und nicht, dass sie sich wegschießen.


Es geht eher gemütlich zu

Ähnlich sieht das auch Mike Schmitt vom Nikl-Bräu in Pretzfeld. Er sticht sein Bockbier dieses Jahr als Erster im Landkreis Forchheim an. "Wir machen das jetzt zum fünften oder sechsten Mal", erklärt er, "und es findet traditionell am dritten Samstag im Oktober statt." Anders als bei den großen Festen in Bamberg geht es hier eher gemütlich zu. "Man kann das gar nicht vergleichen", sagt Schmitt, "wir haben ja auch nur Platz für 150 Gäste." Außerdem wird in Pretzfeld deutlich früher angestochen, nämlich schon morgens. "Wir beginnen ab neun Uhr mit Kesselfleisch und da ist dann eben auch der Anstich." In diesem Jahr gibt es 500 Liter Nikl-Bräu-Bock.

In Pretzfeld wird also die Zeit der Bockbier-Anstiche im Landkreis Forchheim am 17. Oktober eingeläutet. Ihr folgen die Brauereien Först (Eggolsheim) und Roppelt (Hallern dorf) am 23. und 24. Oktober. Den Abschluss im Landkreis Forchheim - zumindest, was die Anstiche betrifft - macht dann die Brauerei Rittmayer (Hallern dorf) am 31. Oktober.

Aber nur weil eine Brauerei keinen Anstich macht, heißt das nicht, dass sie nicht auch Bockbier herstellt. Noch in acht weiteren Brauereien im Landkreis gibt es das starke Gebräu: Schwanenbräu (Ebermannstadt), Hebendanz (Forchheim), Neder (Fochheim), Lindenbräu (Gräfenberg), Elch-Bräu (Gräfenberg), Gänstaller Bräu ( Hallern dorf), Brauhaus am Kreuzberg (Hallerndorf) und die Brauerei Ott (Hallerndorf).

Bockbier wird traditionell nur einmal gebraut und dann so lange verkauft, bis der Vorrat leer ist. Wer dann wieder ein Bockbier möchte, muss bis zur nächsten Saison warten.


Bockbier - was ist das?

Geschmack: Ein Bockbier ist ein leicht dunkles, vollmundiges Bier mit einem kräftigen Malzgeschmack. Bockbier ist meist untergärig - nur Ausnahmen sind obergärig gebraut. Es riecht malzig, etwas süßlich und hat eine Hopfennote. Es schmeckt kräftig und ist süffig.
Aussehen: Die Farbe des Bieres unterscheidet sich je nach Brauerei und kann von golden bis dunkelbraun reichen.
Alkohol: Mit 6,5 bis 7,5 Prozent hat es einen höheren Alkoholgehalt als normales Biere. Der Anteil der Stammwürze hängt mit der Höhe des Alkoholgehaltes zusammen: Je größer der Anteil der Stammwürze ist, desto höher ist der Prozentanteil Alkohol. Der Gehalt der Stammwürze beträgt bei Bockbieren mindestens 16 Prozent, bei Doppelbockbieren sogar mehr als 18 Prozent.
Tradition: Im Mittelalter braute man das Bockbier, um während der Fastenzeit die Arbeitsfähigkeit der Mönche gewährleisten zu können. Deshalb wird dieses Starkbier auch "flüssiges Brot" genannt.

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