Wind
Sturmschäden

Windhose verwüstet Pommersfeldener Ortsteil Wind: Anwohner geschockt von Zerstörung

Das Sturmtief Burglind hat am Mittwochvormittag im Landkreis Bamberg schwere Schäden angerichtet. Durch Wind bei Pommersfelden fegte eine Windhose.
Artikel einbetten Artikel drucken
Im Pommersfeldener Ortsteil Wind ist eine Scheune komplett eingestürzt.Evi Seeger
Im Pommersfeldener Ortsteil Wind ist eine Scheune komplett eingestürzt.Evi Seeger
+9 Bilder
"Das ganze Scheunendach hat sich gedreht, dann ist es in sich zusammengestürzt", sagt Ingrid Birkner. Noch eine Stunde nach dem Sturm zittert die Gemeinderätin, wenn sie über das soeben Erlebte spricht. Der Wind sei aus Richtung Schweinbach gekommen und habe sich gedreht wie bei einem Tornado. Von einem höllischen Scheppern und Krachen berichtet Georg Birkner, dessen Anwesen angrenzt.

Eine andere Anwohnerin war gerade am Fenster, als sie auf dem Anwesen gegenüber den großen Baum umstürzen sah. "So schnell konntest du nicht schauen. Ich seh, wie der Baum umkippt, und schon war unser Wohnzimmer voll von Dachziegeln." Sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss ihres Hauses hatten Ziegeln die Jalousien und Fenster durchschlagen.

Es war gegen 8.45 Uhr am Mittwoch, als eine Windhose den Ortsteil Wind in der Gemeinde Pommersfelden verwüstete. Nur zwei Minuten dauerte der ganze Spuk, dann kehrte erst einmal Stille ein. Noch kurze Zeit danach glich der (laut Homepage der Gemeinde) 63 Einwohner zählende Ort einem Geisterort. Auf den Straßen waren kaum Menschen anzutreffen. Sieht man von den Feuerwehrleuten ab, die die Ortsdurchfahrt abgesperrt hatten. Dort hatte es einen riesigen Baum entwurzelt, der quer über der Straße und im Hof des gegenüberliegenden Anwesens lag.

Kreisbrandmeister (KBM) Bernhard Schlicht sowie die Feuerwehren aus Pommersfelden/Limbach und Sambach waren schon vor Ort. KBM Schlicht hatte eine Drehleiter angefordert, die auch in kürzester Zeit aus Burgebrach eintraf. Er werde noch die Steppacher Feuerwehr "nachalarmieren" und eine weitere Drehleiter anfordern, sagte Kreisbrandinspektor Reinhold Schumm. Wohl kaum ein Haus im gesamten Ort dürfte unbeschadet davongekommen sein. Auch Autos wurden beschädigt. Die Schadensbilanz der zwei Minuten dürfte ziemlich hoch ausfallen. "Ein großes Glück, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind", sagte der Eigentümer des Anwesens, dessen Hof durch den umgestürzten Baum fast gänzlich ausgefüllt war. Besonders betroffen waren die Eigentümer der eingestürzten Scheune. Noch kurz zuvor war die Frau in der Scheune gewesen. Im etwa nur einen Kilometer entfernten Sambach waren hingegen praktisch keine Schäden zu verzeichnen.
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren