Vestenbergsgreuth
Gemeinderat

Vestenbergsgreuther Kläranlage wird für 1,9 Millionen Euro umgebaut

Die Vestenbergsgreuther Kläranlage soll in großem Stil saniert werden. Ein Kombibecken wird den Teich ersetzen.
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Die Zeit der Teichkläranlagen, wie Vestenbergsgreuth noch eine hat, läuft ab.Paul Frömel
Die Zeit der Teichkläranlagen, wie Vestenbergsgreuth noch eine hat, läuft ab.Paul Frömel
Die Marktgemeinde plant in die Zukunft: Die Sanierung der gemeindlichen Kläranlage wird weit umfangreicher ausfallen als zunächst angenommen. "Es wird wohl auf eine technische Anlage hinauslaufen", kündigte Vestenbergsgreuths Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) in der jüngsten Gemeinderatssitzung an. Der Planer, Ingenieur Georg Schreiber, stellte dann mit einem Kollegen für Verfahrenstechnik das Konzept vor. Mit dem Wasserwirtschaftsamt sei diese Variante bereits besprochen, teilte Schreiber mit. Die Behörde stehe dem Konzept "positiv" gegenüber.
"Damit wir unsere Nachfolger nicht mit dem Problem Teichkläranlage belasten", kommentierte Bürgermeister Lottes die umfassende Sanierung. Denn die Zeit der Teichkläranlagen sei "begrenzt".
Die Kosten für die Sanierung schätzt der Planer auf rund 1,9 Millionen Euro. "Herzstück" der neuen Anlage sei ein sogenanntes Kombibecken. Der kreisrunde Behälter hat einen Durchmesser von 28 Metern. Im Außenbereich befindet sich die Belebung, in der Mitte setze sich der Schlamm ab. Von dort werde er abgepumpt und gepresst. Nach den Worten von Lottes wird der Schlamm in Containern zwischengelagert, um dann entsorgt oder verbrannt zu werden.
Um den gesamten Kläranlagenbereich ist eine "Umgehungsstraße" geplant. Sie solle die Wartung und die Sauberkeit im Anlagenbereich verbessern. Die Ausführungsplanung soll bis Januar 2018 stehen. Zwei bis vier Monate rechnet Schreiber für das Genehmigungsverfahren. Nach Rückmeldung, dass die Planung genehmigungsfähig ist, könne parallel dazu die Ausschreibung stattfinden. Im April, so hofft der Planer, könne mit den Bauarbeiten begonnen werden. Fertigstellung soll im Oktober 2018 sein.
Bis es soweit ist, sind noch einige Fragen zu klären: Bürgermeister Lottes möchte, sofern dies möglich ist, die Salzsilos auf dem Anlagengelände unterbringen. Gefragt wurde in der Sitzung nach einer möglichen Geruchsbelästigung. Diese Bedenken schien der Techniker nicht zu teilen: Die Anlage sei groß geplant, um den Schlamm gut stabilisieren zu können.


Neue Technik braucht Platz

Gemeinderat Friedrich Großkopf (WG OWG) kann sich nicht vorstellen, dass die neue Technik in das alte Betriebsgebäude passt. Auch die Frage nach dem Wartungsaufwand und laufenden Betriebskosten wurde aufgeworfen. Bei den Energiekosten sei keine große Steigerung zu erwarten. Wartungsaufwand sei sicher vorhanden, da es sich um eine technische Anlage handle, antworteten die Fachplaner.
Wie Lottes mitteilte, soll die neue Anlage für 3500 Einwohnerwerte konzipiert werden. An die bestehende Anlage sind bis auf ein paar einzelne Gehöfte alle 14 Ortsteile der Marktgemeinde angeschlossen.
Nicht eingeleitet wird das Produktionsabwasser der Firmengruppe Martin Bauer, für das eine firmeneigene Anlage zur Verfügung steht. Eingeleitet werden jedoch die Sanitärabwässer der Firma.
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