Die Beteiligung an "bandenmäßigem und gewerbsmäßigen Schmuggel" wird dem stellvertretenden Landrat Christian Pech (SPD) vorgeworfen. Laut Medienberichten sitzt der Kommunalpolitiker aus Möhrendorf bei Erlangen inzwischen in Untersuchungshaft.

Die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, Anita Traud, wollte die Verhaftung am Donnerstag nicht bestätigen, konnte sie aber auch nicht dementieren. Sie verwies auf den Persönlichkeitsschutz. Nur bei "herausragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens" würden Namen genannt.

Pech soll im Vertrieb einer Nürnberger Solarmodul-Firma beschäftigt gewesen sein, die bei der Einfuhr von Modulen aus China Zölle von über 30 Millionen Euro hinterzogen haben soll. Zwei Geschäftsführer und ein Angestellter sollen verhaftet worden sein, darunter auch der stellvertretende Landrat.

Laut seiner Homepage hat der 41-jährige Politiker an den Unis Erlangen und Wien Politikwissenschaft studiert und später neben seinem Beruf noch einen betriebswirtschaftlichen Masterstudiengang an der Uni München absolviert.

Vom Kreistag Erlangen-Höchstadt wurde Christian Pech 2014 zum stellvertretenden Landrat gewählt.