Frimmersdorf
Steilpass

Vom Stürmer zum "Sechser"

Mehr Laufarbeit, aber trotzdem torgefährlich: Daniel Slansky vom FC Frimmersdorf wurde ins defensive Mittelfeld beordert, sucht aber weiter den Weg zum Tor.
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Daniel Slansky wohnt in Weisendorf und spielt aktuell in der zweiten Saison beim FC Frimmersdorf in der A-Klasse Bamberg. Zum FC kam er über seinen Kumpel Fabian Schöbel, der dort das Traineramt übernahm. In dem familiären Verein wurde der 26-Jährige, der in der Jugend beim Baiersdorfer SV ausgebildet wurde, von Fans und Mitspielern gut aufgenommen und fühlt sich pudelwohl. Auch der Aufstieg ist zum Greifen nahe.

Wer hat Sie angespielt?
Daniel Slansky: Julian Albrecht, mit dem ich eine lange gemeinsame Vergangenheit beim TSV Neuhaus habe. Auch privat unternehmen wir einiges miteinander. Ich schätze ihn sehr, finde aber, dass er kein Fußballer für die B-Klasse ist, wo er momentan bei Hertha Aisch spielt. Er wäre auch einer für uns in Frimmersdorf (lacht).

In Frimmersdorf spielen Sie nicht mehr auf Ihrer üblichen Position im Sturm, wie kommt das?
Das ist richtig. Ich war zuvor immer Mittelstürmer, aber schon als mich Fabian Schöbel geholt hat, meinte er zu mir, dass er auf der "Sechser"-Position eine Lücke hat und war sich sofort sicher, dass ich das schon schaffe. Seitdem spiele ich jetzt in der zweiten Saison im defensiven Mittelfeld.

Trotzdem haben Sie bereits neun Treffer erzielt, hinter Fabian Schöbel mit 17 Toren die zweitmeisten im Team...
Der wohl größte Unterschied ist, dass ich im Mittelfeld jetzt viel mehr laufen muss. Als Mittelstürmer hält sich das bekanntlich in Grenzen. Eine Partie durfte ich dennoch im Sturm ran und habe gegen Ampferbach sofort einen Dreierpack geschnürt. Die anderen sechs Tore waren als "Sechser".

Wie wichtig wäre ein Aufstieg?
Jeder Fußballer steigt gerne auf. Leider hatten wir zuletzt einen Durchhänger, wodurch wir auf den dritten Platz der A-Klasse Bamberg 1 gerutscht sind. Das wollen wir zur Rückrunde besser machen. Der Aufstieg steht jedoch nicht im Vordergrund. Wir schauen von Spiel zu Spiel, es gibt keinen Druck, aufsteigen zu müssen.

Hätten Sie jetzt gerne Winterpause?
Im Bamberger Spielkreis gibt es keine generelle Absage, ich würde die letzte Begegnung gegen Röbersdorf II gern noch spielen. Zuletzt sind zwei Spiele in Folge ausgefallen, was natürlich nicht optimal ist, aber wir haben dennoch weitertrainiert. Jede Absage tut weh. Auch wenn der Sonntag mal frei ist, ist es nicht so schlimm, dann kicke ich eben ein wenig mit meinem kleinen Sohn daheim im Wohnzimmer.

An wen spielen Sie weiter?
An Michael Knüfer vom TSV Neuhaus. Wir haben einige Jahre zusammengespielt, dann wechselte er zum SV Tennenlohe. Ausgerechnet als er wieder zurückkam, bin ich nach Frimmersdorf. Michael ist ein - nennen wir es mal - ehrgeiziger und robuster Verteidiger. Im Training sind wir in Zweikämpfen öfter aufeinander getroffen.
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