Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Serie des HEC reißt im 15. Spiel

Mit Tempo und Kaltschnäuzigkeit erwischt der EV Füssen den Spitzenreiter aus Höchstadt kalt und fügt den Alligators die erste Niederlage dieser Saison zu.
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Die Alligators um Jiri Mikesz fielen in Füssen auf die Nase.Foto: Johannes Höllein
Die Alligators um Jiri Mikesz fielen in Füssen auf die Nase.Foto: Johannes Höllein
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Dass der Tabellenführer der Eishockey-Bayernliga angesichts der personellen Situation verwundbar ist, hatte sich schon vor am Freitag gegen Erding angedeutet. Zei tage späterc nutzte der EV Füssen seine Chance, als erstes Team in dieser Saison den Höchstadt Alligators den Zahn zu ziehen. In einem über weite Strecken spannenden und offenen Duell legten die Allgäuer im Schlussdrittel deutlich mehr Durchschlagskraft an den Tag und setzten sich verdient durch.


EV Füssen - Höchstadter EC 5:2

Die Gastgeber suchten ihr Glück von Beginn an in der Offensive, drückten aufs Tempo und provozierten schnell zwei Strafen. Doch im Powerplay fand Füssen kein Rezept gegen die gut organisierte Abwehr des HEC, der geduldig auf seine Chance wartete. Dann jedoch durften jedoch gleich zwei Gästespieler auf der Strafbank Platz nehmen. In doppelter Überzahl fand des EV dann doch die Lücke: Goalie Philipp Schnierstein wehrte den Puck zunächst zwar ab, war beim Nachschuss von Nadeau aber machtlos (10.). Die Alligators waren nicht geschockt, übernahmen vielmehr die Kontrolle und belohnten sich in der 14. Minute, als Lukas Lenk nach Vorarbeit von Michal Petrak und Vitalij Aab den Ausgleich markierte.
In der Folge und auch im zweiten Drittel ging es munter hin und her, wobei die Alligators weiter um Spielkontrolle bemüht waren und Füssen auf schnelle Gegenstöße lauerte. Chancen gab es hüben wie drüben, die beste davon für Füssen. Doch der Penalty wurde eine sichere Beute von Schnierstein (25.). Nach und nach erspielte sich Höchstadt leichte Vorteile, machte aber weiter zu wenig aus den sich bietenden Möglichkeiten. Erst in der 36. Minute folgte die Belohnung, als sich Lukas Lenk gegen drei Füssener behauptete und die Scheibe auf Petrak durchsteckte, der die ersehnte Führung besorgte. Doch die hielt nicht lang, zumal der HEC in Unterzahl geriet, und Holzmanns Schuss im Powerplay von Bühler zum 2:2 abgefälscht wurde (39.).


Auszeit-Effekt bleibt aus

Es blieb also spannend, doch im Schlussdrittel nutzten die Gastgeber ihre Chancen eiskalt, während die Alligators nicht genug Druck aufbauen konnten und im Füssener Torhüter ihren Meister fanden. Meier brachte die Allgäuer in Führung (43.), und weil die Bemühungen der Gäste weiter fruchtlos blieben, legte Oppenberger sogar das 4:2 nach. HEC-Coach Daniel Jun nahm eine Auszeit, die ihre Wirkung jedoch verfehlte. Die Alligators gingen zwar in den Angriffsmodus über, liefen jedoch in einen Konter, den abermals Meier mit dem 5:2 krönte (53.). Abfinden wollte sich der Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt mit der ersten Saisonniederlage noch nicht, feuerte aus allen Rohren und versuchte es zunehmend mit Fernschüssen. Doch gegen die kompakt stehenden Hausherren gab es kein Durchkommen. Die letzte Option wurde gezogen, Schnierstein ging nach einer Strafe gegen Füssen vom Eis, um seinem Team noch Angriffe in doppelter Überzahl zu ermöglichen. Doch auch dieses Mittel wirkte nicht, letztendlich gewann das Team, dass im Schlussdrittel durch viel Tempo mehr Torgefahr ausgestrahlt hatte.


Die Statistik zum Spiel

EV Füssen - Höchstadter EC 5:2 (1:1, 1:1, 3:0)

EV Füssen: Tor: Jorde, Meier; Verteidigung: Dressel, Seider, Bühler, Schöll, A. Schorer, Krötz, Platzer; Angriff: Keiler, Oppenberger, Schmid, Siegelreithmaier, M. Schorer, Böck, Holzmann, Steiner, Meier, Nadeau, Besl

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz; Verteidigung: Roth/Babinsky, Ribarik/Vojcak;
Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Urban/Mikesz/Kreuzer, Tratz/Seelmann/Seibel

SR: Manuel Vorgeitz, Stefan Futterknecht, Uwe Schlesinger
Zuschauer: 800
Tore: 1:0 Eric Nadeau (10.), 1:1 Lukas Lenk (14.), 1:2 Michal Petrak (36.), 2:2 (39.) Andre Bühler, 3:2 Tobias Meier (43.), 4:2 Niklas Oppenberger (52.), 5:2 Tobias Meier (53.)
Strafminuten: 12 / 12 + 10 (Vojcak)
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