Herzogenaurach
Handball

Schöne Bescherung für die TSH

Mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung ringt der Aufsteiger das Spitzenteam aus Haunstetten nieder und geht einigermaßen entspannt in den Advent.
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Die Herzogenauracherinnen um Kristin Lang schafften mit viel Einsatz und Leidenschaft die Sensation und verschafften sich etwas Luft im Abstiegskampf. Foto: Picturedreams
Die Herzogenauracherinnen um Kristin Lang schafften mit viel Einsatz und Leidenschaft die Sensation und verschafften sich etwas Luft im Abstiegskampf. Foto: Picturedreams
Nach dem letzten Heimspiel dieses Jahres kannte der Jubel bei den Drittliga-Handballerinnen der TS Herzogenaurach keine Grenzen. Mit sechs Toren Unterschied gewann der Aufsteiger gegen den früheren Zweitligisten aus Haunstetten, nachdem die Zuschauer das beste Spiel dieser Saison, vielleicht sogar das beste Spiel gesehen hatten, das je eine Herzogenauracher Damenmannschaft gegen einen Gegner dieser Qualität abgeliefert hat.


TS Herzogenaurach - TSV Haunstetten 26:20

Die Voraussetzungen bei der TSH vor dem Duell mit einem der stärksten Gegner der 3. Liga Süd waren bescheiden, denn etliche Spielerinnen waren angeschlagen oder grippegeschwächt. Doch die Gastgeberinnen nahmen ihr Herz in die Hand und kämpften mit Leidenschaft für den Sieg. Haunstetten begann mit der erwartet offensiven 3-2-1-Abwehrformation, welche die TSH häufig an den Rand des Zeitspiels brachte und zu beherzten Einzelaktionen nötigte.
Die Gäste hingegen nahmen die Herzogenauracher Abwehr mit vielen Kreuzbewegungen immer wieder auseinander und übernahmen die Führung. Dass die Heimmannschaft nie aufsteckte, war für die Regisseurin Nina Bestle die Basis des Sieges: "In den entscheidenden Phasen haben wir als Team zusammengehalten und unser Spiel durchgezogen."
So wurde verhindert, dass Haunstetten die Führung ausbaute. Auf der anderen Seite tankte sich Lisa Neumann erfolgreich durch oder Sarah Stephan kam über Linksaußen zum Torerfolg. Als in der 14. Minute Martina Ebersberger für die junge Juliane Gerling ins Tor wechselte, erhöhte sich zudem die Zahl der Fehlwürfe auf der Gästeseite. In der 20. Minute warf die TSH den Anschlusstreffer zum 7:8, was Gästetrainer Herbert Vornehm zu einer Auszeit veranlasste. Diese zeigte zunächst Wirkung, Haunstetten setzte sich auf 11:8 ab. Nun war es TSH-Coach Mirko Scholten, der die grüne Karte zog. Der erhoffte Effekt setzte ein, denn sein Team legte einen 4:0-Lauf hin, der drei Sekunden vor der Sirene im Führungstreffer von Jana Lichtscheidel gipfelte (12:11).


Torhüterinnen ebnen den Weg

In der zweiten Halbzeit bekamen die rund 250 Zuschauer Powerhandball vom Feinsten und einen offenen Schlagabtausch zu sehen, der zunächst auf Augenhöhe verlief. Durch die starken Leistungen von Ebersberger und Gerling im TSH-Tor schlug das Pendel langsam aber zu Gunsten der Gastgeberinnen aus. Laura Wedrich und Jana Lichtscheidel nutzten ihre Wurfkraft aus dem Rückraum, und als Herzogenaurach vier Minuten vor Schluss mit drei Toren führte, war die Sensation zum Greifen nah.
Auch eine letzte Auszeit von Haunstetten brach den Siegeswillen der TSH-Damen nicht, stattdessen schwoll der Vorsprung sogar auf sechs Tore an. Scholten war sichtlich zufrieden und freute sich, dass sein Team aus den vergangenen Partien gelernt hatte, geduldig und ruhig nach vorne spielte und die hundertprozentigen Chancen suchte. TSV-Coach Vornehm haderte: "Wir haben eine schlechte Abwehrleistung gezeigt und auch im Angriff keinen Zugang zum Spiel gefunden."
Die TSH hat jetzt drei Wochen Zeit, um sich auf das schwere Spiel beim Tabellenführer in Bietigheim vorzubereiten.

TSH: Ebersberger, Gerling - Stephan (5), Wedrich (5), Bestle (2), Mittasch, Probst (4), Lichtscheidel (6/2), Zimmermann (1), Lang (1), Erdmann, Theobald, Neumann (2)
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