Erlangen
Fußball

SCE zu "Stark" für die Brucker

Mit drei Toren ist Manuel Stark der Mann des Tages beim Erlanger Stadtduell zum Auftakt der Bayernliga. Die "Spieli" findet sich gut in die Landesliga ein.
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SC Eltersdorf - FSV Erlangen-Bruck: Zwei ehemalige Forchheimer im direkten Duell: Max Göbhardt (rechts) spielt den Ball vor dem Brucker Max Bauernschmitt. Fotos: Sebastian Baumann / anpfiff.info
SC Eltersdorf - FSV Erlangen-Bruck: Zwei ehemalige Forchheimer im direkten Duell: Max Göbhardt (rechts) spielt den Ball vor dem Brucker Max Bauernschmitt. Fotos: Sebastian Baumann / anpfiff.info
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Vor 1000 Zuschauern feierte der SC Eltersdorf in der Bayernliga einen Auftakt nach Maß, auch wenn der benachbarte Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck im Derby mithalf. Ebenfalls zufrieden mit dem Saisonbeginn dürften die Erlanger Landesligisten vom ATSV und der SpVgg sein, während der Baiersdorfer SV zwar gut spielte, aber im Abschluss zu harmlos war.


Bayernliga Nord: SC Eltersdorf - FSV Erlangen-Bruck 3:2

Ein rassiges Derby sahen über 1000 Zuschauer in Eltersdorf. Das lag an beiden Mannschaften, die immer wieder mutig nach vorne spielten. Der FSV hatte den besseren Start, als ausgerechnet der Ex-"Quecke" Oliver Seybold den Ball nach einer mustergültigen Flanke von Daniel Arapoglu mit dem Kopf über die Linie drückte (9.). Diese Führung stachelte die Heimelf jedoch richtig an. Kurz nach dem 0:1 verwertete Manuel Stark eine Vorlage mit dem Kopf zum Ausgleich (13.), wenig später drehte der Offensivmann das Spiel nach Vorarbeit von Max Göbhardt und einem leichten Patzer von Brucks Keeper Erdem Ünal (28.).
"In der ersten Halbzeit hätten wir vielleicht etwas unter die Räder kommen können und haben das mit Glück überstanden. Wir haben uns danach zurückgekämpft und haben uns dann nicht belohnt, sondern uns selber eins reingehauen. Das ist schon bitter", sagte Brucks Trainer Normann Wagner nach der Partie. Denn die genannte Drangphase der "Quecken" überstand der FSV schadlos, auch weil die Heimelf gute Chancen liegen ließ, und schoss selber den Ausgleich durch Simon Drießlein (59.), der von Mario Foth bedient worden war. Dann aber patzte erneut Keeper Ünal: Beim Versuch, einen Ball zu klären, schoss der Unglücksrabe den heranstürmenden Manuel Stark an, von dem der Ball zum 3:2-Siegtreffer ins Tor prallte (70.). Denn danach überstanden die Hausherren alle Versuche der Gäste, den Ausgleich zu erzielen, und feierten den Sieg, den Trainer Bernd Eigner im Vorfeld gefordert hatte: "Ab Minute 30 habe ich uns spielbestimmend gesehen, und wir hätten das dritte Tor nachlegen müssen. Dann bekommen wir das 2:2 und hatten auch die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen. Beim 3:2 habe ich die Energieleistung vom Manu Stark gesehen, der da nachgeht und das klasse macht. Da möchte ich auch den Keeper der Gäste in Schutz nehmen."
SCE: Akbakla - Lindner, Kind, Köhler (90.+4 Janz), Fuchs, T. Herzner (90.+2 Dipanov), Göbhardt, Stark, Schwesinger (84. Röwe), Dotterweich, B. Herzner
FSV: Ünal - Özdemir, Sperber, Zenginer (70. Viereckl), Basener (83. Roas), Arapoglu, Bauernschmitt, Bantak (79. Hinrichs), Seybold, Drießlein, Foth


Landesliga Nordost: ASV Veitsbronn-Siegelsdorf - ATSV Erlangen 0:2

Die Gäste wirkten in der ersten Halbzeit spritziger, hatten auch die besseren Torchancen. Eine davon - ein Kopfball von Ahmet Kulabas - landete zum Glück für den ASV an der Latte (32.). Veitsbronn versuchte zwar, selbst auch für Gefahr zu sorgen, kam jedoch bis auf ein, zwei Ausnahmen nicht zum Zug. Auch in der zweiten Halbzeit gaben die Erlanger den Ton an. Klaus Faßold scheiterte im Eins-gegen-eins an Goßler (46.). Genau wie Ken Kishimoto, dessen platzierten Schuss der ASV Keeper aus dem langen Eck fischte (57.). Die Gäste suchten die Entscheidung, doch Faßold kam einen Schritt zu spät (66.), Glasner fand in Goßler seinen Meister (72.), und der Kopfball von Michael Kammermeyer strich um Haaresbreite am Kasten vorbei (74.). Zwei Minuten später war es aber so weit. Vignon Amegan bekam den Ball am Sechzehner von Faßold serviert und schlenzte ihn zum 0:1 ins lange Eck. Goßlers Fingerspitzen konnten den Einschlag nicht verhindern. Jetzt wirkte die Heimelf angestachelt und gewillt, die Pleite noch abzuwenden. Doch die Vorstöße blieben zu harmlos, während der ATSV auf Konter lauerte und in der 90. eiskalt zuschlug: Nach dem Gegenstoß tauchte Amegan allein vor Goßler auf, legte aber quer auf Stephan Schreiber, der keine Mühe hatte, zum 0:2-Endstand einzuschieben. "Das war heute ein Geduldsspiel. Wir hatten von Anfang an die besseren Chancen und viel mehr Ballbesitz, aber Veitsbronn hat dagegengehalten und gut gekämpft", sagte ATSV-Trainer Shqipran Skeraj hinterher.
ATSV: Kraut - Kishimoto, Kammermeyer, Guerra, Marx, Krämer, Schreiber, Faßold, Ruhrseitz (61. Amegan), Glasner (74. List), Kulabas (83. Ferizi)


Landesliga Nordost: SpVgg Erlangen - Baiersdorfer SV 2:0

Dass die Gastgeber große Lust auf die neue Liga verspüren, bekam der BSV schon nach fünf Minuten zu spüren: Einen weiten Ball bekam die Abwehr nicht geklärt, Winkelmann zog flach in die Ecke zum 1:0 ab. Nun bekamen die Gäste aber mehr Zugriff auf das Spiel, die Abschlüsse von Neuzugang Dominik Schütz (21.), Sebastian Zecho (26.) und Patrick Hoffmann (31.) waren aber zu ungenau. Nach einer Ecke hätte Andreas Hartmann aus der Distanz fast das 2:0 erzielt (34.), aber schon drei Minuten später holte die "Spieli" das nach. Nach einem Foul an Winkelmann zirkelte Dominik Beier den fälligen Freistoß zum 2:0 ins Tor (37.).
Das war ein Wirkungstreffer, von dem sich der BSV auch nach dem Seitenwechsel erstmal nicht erholten. Zwar kombinierten die Gäste bisweilen ansehnlich, kamen aber kaum zum Abschluss: Einzig der Schuss von Timo Noppenberger (58.) beschwor etwas Gefahr herauf. Je länger die Partie dauerte, desto ungestümer wurden die Baiersdorfer Bemühungen. Das konnte dem Gastgeber natürlich nur recht sein. David Hinrichs hätte in der 83. Minute sogar auf 3:0 erhöhen können, scheiterte aber gleich zweimal an Keeper Lukas Drummer. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der BSV bereits mit der Niederlage abgefunden.
SpVgg: Mehlig - Abuzalam - Zollhöfer, Hartmann, Döhler - Kohl (80. Blank), Beier, Exner, Winkelmann (86. Frommherz), Hinrichs, Diederichs (87. Karius)
BSV: Drummer - Pittel, Schwab, Lehmann (69. Wondra), Scherer - Zecho, Noppenberger, Said, Hoffmann - Schütz (60. Zessinger), Reinhard (46. Karsak)
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