Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Nur ein paar kleine Wackler

Nach der ersten Saisonniederlage finden die Alligators in die Erfolgsspur zurück und überzeugen, auch wenn sie bei den Gegentoren Geschenke verteilen.
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Die Alligators um Thilo Grau (vorne links) fanden nach der ersten Saisonniederlage gegen Buchloe die richtige Antwort, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte. Foto: Picturedreams
Die Alligators um Thilo Grau (vorne links) fanden nach der ersten Saisonniederlage gegen Buchloe die richtige Antwort, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte. Foto: Picturedreams
Wie schon im Hinspiel erwies sich der ESV Buchloe als unbequemer Gegner für den Höchstadter EC. Doch der Spitzenreiter der Eishockey-Bayernliga ließ sich vor eigenem Publikum nur phasenweise ärgern und stellte mit drei schnellen Toren im Mitteldrittel die Weichen auf Sieg. Somit bliebt der EV Füssen vorerst der einzige Kontrahent, der den Alligators ein Bein stellte.


Höchstadter EC - ESV Buchloe 5:3

Der Spitzenreiter brauchte etwas, um seinen Rhythmus zu finden, zumal die Gäste wie im Hinspiel wild anrannten und versuchten, einer etwaigen Verunsicherung des HEC weiter Nahrung zu geben. Trotzdem waren die Alligators einer Führung zunächst näher, doch Torwart Reichelmeir war wachsam und verhinderte mehrfach einen Treffer. In der 9. Minute kamen die Höchstadter zum zweiten Mal in die Lage, ein Powerplay aufzuziehen, rannten aber in einen Konter, den der schnelle Krafczyk mit einem Shorthander zum 0:1 nutzte (9.). Es drohte, noch schlimmer zu kommen, doch die Alligators überstanden eine doppelte Unterzahl - ohne dass Goalie Carsten Metz großartig eingreifen musste - schadlos und übernahmen das Kommando. Als logische Konsequenz fiel dann auch der Ausgleich, als Michal Petrak einen Alleingang trocken abschloss (20.).

Die Hausherren wussten, dass sie mehr tun mussten, und belagerten das Gästetor mit Beginn des zweiten Drittels. Die Pirates wehrten sich mit allen Mitteln und gingen - zu diesem Zeitpunkt überraschend - erneut in Führung, weil die Alligators im Powerplay noch einmal den Puck verloren, und Ladislav sich die Chance nicht entgehen ließ (28.). Der HEC reagierte prompt, nur zehn Sekunden danach erzielte Tomas Urban nach Zuspiel von Marc Roth das 2:2. Gleich im nächsten Angriff kam die Scheibe über André Lenk zu Petrak, der die Gastgeber erstmals in Führung brachte (29.). Und weil es so schön war, legte Jiri Mikesz nach Pass von Ales Kreuzer auch noch das 4:2 nach (31.). Zuviel für den Gästetrainer, der Torhüter Reichelmeir durch Blankenburg ersetzte, um die Seinigen
aufzurütteln. Offenbar mit Erfolg, denn ein weiterer Schnitzer im Spielaufbau der Alligators bescherte dem ESV einen weiteren Konter, den David Vycichlo zum Anschlusstreffer nutzte (33.). Trotzdem spielte sich das Geschehen weiter vornehmlich vor dem Buchloer Gehäuse ab, so dass ein weiterer Höchstadter Treffer nur logisch war: Direkt nach dem von Daniel Jun gewonnen Bully stand Kreuzer für das 5:3 bereit (37.).

Buchoe gab sich noch nicht geschlagen und griff im Schlussdrittel mit voller Kraft an. Doch der HEC stand in der Verteidigung sicher und zeigte sich nun auch im Spiel nach vorn konzentrierter, so dass die nächste Überzahlsituation ohne ärgerlichen Konter ausgespielt wurde. Zwar gelang den Hausherren hier kein Treffer, doch so langsam wurde klar, dass sie sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen würden. Auch die Tatsache, dass Jun mit einem Penalty an Blankenburg scheiterte (54.), brachte die Alligators nicht aus dem Konzept. In den letzten hagelte es noch einmal Schüsse auf den Buchloer Torwart, doch es blieb beim leistungsgerechten 5:3.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - ESV Buchloe 5:3 (1:1, 4:2, 0:0)

Höchstadter EC: Tor: Metz, Schnierstein; Verteidigung: A.Lenk/Urban, Vojcak/Babinsky, Roth/Ribarik; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Jun/Mikesz/Kreuzer, Tratz/Grau/Seibel

ESV Buchloe: Tor:
Reichelmeir (31. Blankenburg); Verteidigung: Seifert, Ruf, Beslic, Raß, Lerchner; Angriff: Da. Vycichlo, Krafczyk, Weigant, Göttle, Heckelsmüller, Vaitl, Rauskolb, Du. Vyzichlo, Zahora, Ladislav

Schiedsrichter: Manuel Vorgeitz, Dominik Beigel, Andreas Feist
Zuschauer: 655

Tore: 0:1 Alexander Krafczyk (11.), 1:1 Michal Petrak (20.), 1:2 Marek Ladislav (28.), 2:2 Tomas Urban (28.), 3:2 Michal Petrak (29.), 4:2 Jiri Mikesz (31.), 4:3 David Vycichlo (33.), 5:3 Ales Kreuzer (37.)
Strafminuten: 8 / 10 + 10 (Raß)
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