Mühlhausen
Motorsport

Mühlhausen: Gundermann hängt Verona ab

Bei der deutschen Cross-Country-Meisterschaft lieferte sich der Thüringer ein spannendes Rennen mit einem Italiener und hatte schließlich die Nase vorn.
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Die Strecke des MC Mühlhausen war bestens präpariert.
Die Strecke des MC Mühlhausen war bestens präpariert.
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Der fünfte Lauf der German-Cross-Country-Meisterschaft (GCC) ist in den Büchern. Nach drei Jahren Pause war die GCC wieder zu Gast beim MC Mühlhausen. "Alle Fahrer waren begeistert von der Strecke, dazu gab es optimales Wetter und erstmalig eine Party am Abend", sagte Serienmanager Christian Hens. Auch Rennleiter Harald Scheidig war sichtlich zufrieden: "Es hat alles gepasst. Besonders froh bin ich, dass es keine schweren Verletzten gab. Wir hatten ein schönes Wochenende mit tollem Sport."

In der Quad-Pro-Klasse war alles am Start, was Rang und Namen hat. Unter die GCC-Dauerbrenner Kevin Ristenbieter, Richart Schmidt, Marius Kernchen, Ralf Thalhofer und Co. mischte sich Stefan Schreiber als Gastfahrer. Dieser gab von Beginn an den Ton an und beendete die erste Runde als Führender. Thalhofer und Schmidt sowie Kernchen und Miro Cappuccio komplettierten die Top-Fünf.


Schreiber fährt vorne allein

Ristenbieter, der normalerweise weiter vorne zu finden ist, beendete Runde 1 auf Platz 6. Sowohl Ristenbieter als auch Schmidt zogen das Tempo an und verbesserten sich auf Platz 3 und 2. Schreiber zog einsam seine Kreise, baute seinen Vorsprung aus und hatte nichts mit dem Zweikampf hinter sich zu tun. Schmidt musste Ristenbieter zwischenzeitlich ziehen lassen, holte sich den zweiten Platz aber kurz vor Ende zurück. Schreiber gewann somit vor Schmidt und Ristenbieter.

In der Klasse XC Pro war erneut Chris Gundermann der Favorit. Mit dem amtierenden Enduro-Weltmeister in der Youth-Klasse, Andrea Verona aus Italien, war allerdings ein weiterer erstzunehmender Konkurrent in Mühlhausen. Verona hatte schon am Vortag in der Klasse XC Junior gezeigt, was er drauf hat, und seinen ersten Sieg des Wochenendes eingetütet.


Rad-an-Rad-Duell an der Spitze

Gundermann und Verona erfüllten die Erwartungen und gingen vom Start weg ins direkte Duell, überquerten die Zeitschleifen mehrmals Rad an Rad und boten den zahlreichen Zuschauern eine tolle Show. Kornel Nemeth und Maxi Hahn, die auf den folgenden Plätzen zu finden waren, konnten das Tempo der Beiden nicht ganz mitgehen und verloren Runde für Runde an Zeit. Nach den ersten Boxenstopps drehte der amtierende Champ Nemeth auf und fuhr wie aus dem Nichts die schnellsten Runden.

Gundermann, der sich zwischenzeitlich von Verona abgesetzt hatte, war kaum in Gefahr. Nemeth legte sich den Italiener zurecht und zog in Runde 19 am kleiner motorisierten Weltmeister vorbei. Doch schon in der nächsten Umdrehung hatte er technische Probleme, der Wahldeutsche hatte kaum noch Motorleistung. Das war das Aus für Nemeth, die Bahn war frei für Verona, der sich den zweiten Platz zurückschnappte. Hahn, der ein tolles Rennen fuhr, holte sich somit Rang 3 und schaffte sein erstes Podium in der Pro-Klasse. Gundermann holte den nächsten Sieg, damit ist der Thüringer vorzeitig Meister der Saison 2017.

Seine Teamkollegen Kade Walker aus Kanada und Michael Kartenberg aus Deutschland galten als Favoriten der Supersprint-Klasse. Kartenberg hatte im Training die schnellste Zeit gefahren und führte die Meisterschaftswertung an. Walker hingegen hatte die vergangenen beiden Rennen gewonnen und war auf dem Vormarsch. Kartenberg gewann den Start, vor Walker und Mike Hartmann.

Von Beginn an war es auch in diesem Rennen ein Zweikampf an der Spitze. Dahinter reihten sich Hartmann, Oliver Wolfgang, Roland Diepold und Eric Schwella sowie die Pleyer-Brüder Tim und Dominik ein, die allesamt Druck auf das Führungsduo machten. Gundermann lag nach den ersten Runden auf dem neunten Platz und hatte im Duell mit Verona anscheinend zu viel Kraft gelassen. Walker und Kartenberg wechselten einige Male den Platz an der Sonne und blieben immer in Reichweite. Diepold behauptete zunächst Rang 3, musste später aber mit technischem Defekt raus.

Wolfgang nutzte die Chance und schnappte sich Bronze. Kartenberg bekam kurz vor Ende Magenprobleme und musste Walker schließlich ziehen lassen. Der Kanadier holte sich mit seinem dritten Sieg in Folge das Triple in der Supersprintklasse und klettert in der Meisterschaftswertung weiter. red
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