Vor eigenem Publikum mussten sich die Longhorns der BG Leitershofen/Stadtbergen in einer intensiven und stets engen Partie mit 73:79 geschlagen geben. "Wir konnten dem körperlichen Spiel der Leitershofener einfach nicht genug Gegenwehr entgegenbringen. Mit ihren drei Spielern über 2,05 Metern haben sie die Zone klar kontrolliert und das Reboundduell mit 41:26 für sich entschieden", sagte TSH-Trainer Benedikt Aumeier in der Analyse. Dadurch, dass auch die eigene Trefferquote niedriger war als eine Woche zuvor, habe das Team die körperliche Unterlegenheit nicht ausgleichen können.


TS Herzogenaurach - Leitershofen/Stadtb. 73:79

Zu Beginn der Partie sah eigentlich alles nach einem klaren Sieg für die TSH aus - auch weil die Gäste Fehlpässe am Fließband produzierten. Allerdings nutzten die Longhorns die sich dadurch bietenden Möglichkeiten nicht konsequent und führten nach fünf Minuten nur mit 11:5. In der Folge fingen sich die Schwaben - und nur dank einiger Dreipunktwürfe des starken Vedran Nakic blieb die TSH in Front (22:17).

Im zweiten Viertel waren beide Teams vollends auf Augenhöhe. Bei den Gästen übernahm nun der Emanuel Richter das Kommando und versenkte etliche Würfe aus der Distanz. Insgesamt war er mit 20 Punkten Topscorer und der tonangebende Akteur über die gesamten 40 Minuten. Doch auch die TSH fand ihre Wege zum Erfolg: Der bärenstarke Ben Gahlert zeigte, dass in dieser Saison absolut mit ihm zu rechnen ist. Egal ob aus der Mittel- oder Nahdistanz, er vollstreckte hochprozentig. Dazu kamen noch einige schöne Züge zum Korb von Mike Kaiser, sodass Herzogenaurach auch zur Halbzeitpause noch auf der Siegerstraße fuhr (44:39).

Dann jedoch gingen den Gastgebern die Körner aus, was sich dahingehend bemerkbar machte, dass sie viele gute Wurfmöglichkeiten ausließen. Die Gäste wurden hingegen von Minute zu Minute stärker und waren vor allem unter dem Korb überlegen. Mit ihren reinen physischen Dominanz setzten sie sich immer wieder gegen die deutlich kleineren Herzogenauracher durch, drehten die Partie und führten vor dem Schlussabschnitt mit 63:56.

Das wollten die Longhorns nicht auf sich sitzen lassen und bliesen wieder zum Angriff: Angeführt von Tobias Übbing und Patrick Horstmann verkürzten sie Punkt um Punkt, schafften es aber nicht , die Führung wieder ans ich zu reißen, weil bei den Gästen nun vor allem Bernhard Benke gesucht wurde, der für Zählbares sorgte. Die TSH versuchte zwar alles, musste sich aber vorwerfen lassen, dass bis auf Gahlert kein Akteur Normalform erreichte und deshalb die Niederlage nicht mehr abgewendet werden konnte.

TSH: Bauer, Gahlert (14), Krause (9), Nakic (10), M. Kaiser (13), Dinkel (7), Horstmann (12), V. Kaiser, Velkovic, Übbing (8), Kwilu, Eismann