Herzogenaurach
Basketball

Longhorns: ein bitterer Abend in Rosenheim

39 Minuten lang führen die Longhorns in Rosenheim, doch mit dem letzten Agriff erzwingen die Gastgeber die Verlängerung und drehen dort auf.
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Die Longhorns um Mike Kaiser gaben ihren Vorsprung kurz vor Schluss aus der Hand. Foto: Archiv
Die Longhorns um Mike Kaiser gaben ihren Vorsprung kurz vor Schluss aus der Hand. Foto: Archiv
Es schien, als hätten die Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach den Fluch der knappen Niederlagen nach aufopferungsvollem Kampf überwunden. Doch am vergangenen Samstag ereilte die Mittelfranken der nächste Nackenschlag: Beim bisherigen Tabellennachbarn in Rosenheim führten die Longhorns über die gesamten 40 Minuten, fingen sich in den Schlusssekunden den Ausgleich ein und wurden in der Verlängerung ausgeknockt. Besonders bitter: Mit einem Sieg wäre die TSH wieder dran gewesen am Tabellenmittelfeld, steckt als Drittletzter stattdessen wieder mitten drin im Abstiegskampf.


SB DJK Rosenheim - TS Herzogenaurach n.V. 91:81

Dabei fing alles so gut an. Die TSH kam hervorragend aus den Startlöchern, ging durch Dreier von Daniel Krause und Vedran Nakic in Führung. Die überrascht wirkenden Rosenheimer kamen mit der intensiven Verteidigung der Gäste nicht zurecht und verloren einige Bälle im Spielaufbau, welche Herzogenaurach postwendend in Fast-Break-Punkte durch Mike Kaiser und Ben Gahlert umwandelte. Doch nach sechs Minuten fingen sich die Hausherren, Topscorer Evans Ganapamo machte etwas Boden gut, so dass es beim Stand von 15:26 in zweite Viertel ging.

Rosenheim war jetzt in Schwung und nutzte den Umstand, dass die Longhorns jetzt vermehrt den jüngeren Spielern Einsatzzeit gaben. Oswaldas Gaizauskas und Jguwon Hogges verringerten den Rückstand bis zur Pause auf fünf Punkte (35:40). Dass die TSH in Führung blieb, war jetzt vor allem Patrick Horstmann zu verdanken, der unter dem Korb eine exzellente Partie ablieferte. Dazu erwies sich Daniel Krause als treffsicherer Distanzschütze.

Nach dem Seitenwechsel traten die beiden Defensivreihen wieder geordneter auf und waren wesentlich besser auf den jeweiligen Kontrahenten eingestellt. So ergaben sich hüben wie drüben nur wenige gute Würfe, dafür wurde um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Auf Herzogenauracher Seite spielte sich Tobias Übbing in den Vordergrund, welcher die Zone dominierte, Rebounds einsammelte und etliche Würfe veränderte. Doch auch die Rosenheimer verteidigten stark und zwangen die TSH zu etlichen schweren Würfen, welche nur selten ihr Ziel fanden. Dementsprechend stand es vor dem letzten Viertel nur noch 55:51 für die Longhorns.

Auch im letzten Viertel ging es eng zu, keines der Teams schaffte es, sich abzusetzen. 28 Sekunden vor Schluss lagen die Gäste noch mit 72:69 vorn, doch Rosenheim hatte den Ball und fand den wieselflinken Hogges, der gerade im Vollsprint aus einem Block kam und den Ball in Sekundenschnelle von der Dreipunktlinie zum Ausgleich durch den Ring schickte.

In der Verlängerung hatte die TSH den besseren Start. Horstmann spielte groß auf und brachte die Seinigen in Front. Doch Hogges schlug unbeeindruckt zurück. Bei noch 2:36 Minuten auf der Uhr lag Herzogenaurach lediglich mit 81:80 im Hintertreffen. Doch der Gast brachte kein Bein mehr auf den Boden, während sich die Hausherren in einen Rausch spielten und mit dem Sieg einen großen Schritt Richtung Tabellenmittelfeld machten.

TSH: Dinkel (8), Horstmann (17), Gahlert (7), Krause (13), Übbing (11), Kaiser (14), Nakic (11), Kwilu, Veljkovic, Bauer
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