Niederlindach
Handball

Klarer HSG-Heimsieg nach Stotterstart

Erlangen/Niederlindach tat sich im Bezirksoberliga-Derby gegen die TS Herzogenaurach anfangs schwer, fuhr aber einen deutlichen Sieg ein.
Artikel einbetten
Kämpfen bis zum Umfallen: Die Niederlindacher (v. li.) Lukas Stübinger und Lars Boolzen (blau) sowie die Herzogenauracher Jan Sieber und Jürgen Wonner lieferten sich bis zur Pause ein Bezirksoberliga-Derby auf Augenhöhe, dann zogen die Gastgeber - vor allem dank Boolzen - davon.  Foto: Picturedreams
Kämpfen bis zum Umfallen: Die Niederlindacher (v. li.) Lukas Stübinger und Lars Boolzen (blau) sowie die Herzogenauracher Jan Sieber und Jürgen Wonner lieferten sich bis zur Pause ein Bezirksoberliga-Derby auf Augenhöhe, dann zogen die Gastgeber - vor allem dank Boolzen - davon. Foto: Picturedreams
+1 Bild
Obwohl die zuvor fraglichen HSG-Akteure Lars Boolzen und Max Erhardt nach dem Aufwärmen grünes Licht für einen Einsatz im Derby der Handball-Bezirksoberliga gaben, fand Gastgeber Erlangen/Niederlindach ohne den verletzten ehemaligen Herzogenauracher Marco Loncar nur schwer in die Heimpartie gegen die Turnerschaft. Zur Pause war beim Stand von 13:12 alles offen, ehe die Mannschaft von Trainer Walter Anheuer doch noch deutlich davonzog.


HSG Erlangen/Niederlindach - TS Herzogenaurach 31:24

Das Derby galt angesichts der Mittelfeldplätze beider Teams als richtungsweisend, die Stimmung in der Kabine wirkte entsprechend angespannt - und genauso starteten die Hausherren in die Partie. Außer dem Triple-Block von Robin Schmieding im ersten Angriff der TSH gab es 13 Minuten lang keine nennenswerte HSG-Aktion. Die Gäste bestraften unplatzierte Würfe mit Gegenstoßtoren eiskalt. Beim 0:6 zog Anheuer die Notbremse. Danach drehten die Gastgeber das Spiel innerhalb von zwölf Minuten. Dank einer starken zweiten Welle und Geduld verlief das Spiel ab der 25. Minute - wie im Vorfeld erwartet - auf Augenhöhe. Die Niederlindacher Aufgabe für die zweite Hälfte war es, den Schwung mitzunehmen.

Tatsächlich knüpfte die HSG an der Leistung von vor dem Seitenwechsel an. Dank einer gut funktionierenden Abwehr mit einem stark aufgelegten Thomas Hutzler im Kasten dahinter kreierte Erlangen schnelle Abschlüsse. Vor allem Boolzen und Ben Sackmann überzeugten mit jeweils sechs Treffern, so dass die Hausherren vorentscheidend auf 24:16 davonzogen. Die Schwächephase zwischen der 50. und 55. Minute, in der die TSH auf 23:27 herankam, war zu kurz, um für erneute Derbyspannung zu sorgen. Eine der besten zweiten Halbzeiten führte die HSG zum letztlich ungefährdeten 31:24.


Jubel der Erleichterung

Frenetische Jubelchöre und Gesangseinlagen füllten die stark besuchte Seebachgrundhalle nach der Schlusssirene - womöglich schwang ein wenig Erleichterung mit ob der katastrophalen Anfangsphase. Erneut spielten Moral und gegenseitige Unterstützung eine wichtige Rolle beim vierten Saisonsieg Niederlindachs. Anheuer war seinen Schützlingen hinterher entsprechend wohlgesonnen: "Ich bin bis auf die ersten zwölf Minuten sehr zufrieden mit meinem Team. Entscheidend war, dass wir besser aus der Kabine gekommen sind und Torhüter Hutzler einige wichtige Paraden zeigte."

Dem Trainer sei bewusst, dass die HSG mit 8:8 Punkten schnell wieder hinten reingeraten könne. Sein Ziel sei es aber, sich zwischen Platz 4 und 6 zu stabilisieren. Auf Seiten der Gäste gab es nach dem Prestigeduell nur eine Parallele: der nächste Gegner. Während die Erlanger am Samstag um 19 Uhr beim ESV Regensburg antreten, empfängt die TSH einen Tag später um 16.30 Uhr die SG Regensburg II.

In der Trainingswoche wolle Niederlindach an der Cleverness im gebundenen Spiel arbeiten und die übriggebliebenen Verletzungen auskurieren. me


Die Aufstellungen:

HSG: Hückel, Hutzler - Boolzen (6), Erhardt, Gilg, Gumbert, Grübel, Stefan Rühl (3), Sackmann (6), Schmieding (7/2), Josef Stübinger, Lukas Stübinger (3), Willert (6)
TSH: Mayer, Kammerer - Hirning (3), Wayand (1), Sieber (2), Freund, Wonner (5), Bellmann (5), Welker, Jonas (2), Marks (6), Hagen
Verwandte Artikel
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren