Herzogenaurach
Reitsport

Herzogenaurach: Skywalker eifert Waitano nach

Dressurreiterin Sabine Daßler arbeitet daran, ihr Nachwuchspferd auf dasselbe Niveau zu heben wie ihren Vorgänger. Zwölf Platzierungen holte Luke bereits.
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Katja Hohenberger feierte mit ihrem Wallach Alessio im zu Ende gehenden Jahr unter anderem einen Springprüfungs-Erfolg in Uehlfeld.  Fotos: privat
Katja Hohenberger feierte mit ihrem Wallach Alessio im zu Ende gehenden Jahr unter anderem einen Springprüfungs-Erfolg in Uehlfeld. Fotos: privat
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Der Reitclub Herzogenaurach blickt auf eine erfolgreiche "grüne Saison" zurück: Die Pferdesportler vom Reiterhof Hessenmühle, dem Vereinssitz, waren bei etlichen Turnieren am Start.

Katja Hohenberger gewann im Uehlfelder Ortsteil Demantsfürth auf ihrem Bayern-Wallach Alessio die Springprüfung der Klasse A. Die Molekurlarbiologie-Studentin war durch ihre Bachelor-Prüfung zeitlich eingespannt, umso höher sind ihre Platzierungen bei weiteren Turnieren zu bewerten: Mit ihrem zweiten Pferd Sir Sancho, einem 16-jährigen Oldenburger Fuchs, kam die Herzogenauracherin in Frankenhof-Sonnefeld trotz Wetterchaos mit einem fehlerlosen Ritt im Zwei-Sterne-A auf Rang 7. Mit dem zuverlässigen Lalando, im Besitz des Pferdewirtschaftsmeisters Roland Staudenmaier, legte Hohenberger in den Zwei-Sterne-A-Springen Null-Fehler-Runden hin, was Platz 3 in Bad Windsheim und Platz 6 in Sonnefeld-Bieberbach bedeutete.

Das Turnierküken des Vorjahres hat sich gemausert. Die elfjährige Leoni Haala siegte in Nürnberg-Marienberg im Reiterwettbewerb mit der Glanznote 8,0, zuvor wurde sie im Sattel ihres Rockys in Weißenburg Vierte. In Trautskirchen im Dressur-Wettbewerb behauptete sich das Paar unter 38 Teilnehmern, wobei zwei ausschieden, auf Rang 6.

Die bereits seit Anfang der Saison amtierende Fürther Landkreismeisterin in Dressur und Springen mit Wohnort Obermichelbach legte ihrem Powerpony auch den Springsattel auf. In dieser Disziplin zeigt der dunkelbraune 13-jährige Wallach seine Dominanz. In Stilspringprüfungen in Bad Windsheim, Altentrüdingen und Großlangheim erreichte das Paar trotzdem Wertnoten bis 7,5 und vordere Platzierungen. Besonders schön war für Leoni die Platzierung an ihrem zwölften Geburtstag im Fehler-Zeit-Springen in Sonnefeld-Bieberbach. Mit dem schnellen Rocky hatte die Herzogenauracherin eine fehlerfreie Runde, die wahrscheinlich noch schneller geworden wäre, wenn das Schlitzohr nicht wieder seine Bocksprünge präsentiert hätte.


Ausdrucksstarker Hannoveraner

Dressurreiterin Sabine Daßler machte sich schon zu Beginn der Saison mit ihren Erfolgen einen Namen. Sie stellte ihr Nachwuchspferd Luke Skywalker vorbildlich vor. Der ausdrucksstarke Hannoveraner hat sich in seiner ersten Saison, in der er nur in Prüfungen ohne Altersbeschränkung ging, sehr achtsam geschlagen und sich mit einem Dutzend Platzierungen der Klassen L, M* und M** ins Gespräch gebracht. Er war bei zwölf von 14 Starts unter den fünf Besten der teilweise über 30 Teilnehmer und mit seinen acht Jahren eines der jüngsten Pferde in der Konkurrenz, die in großen Teilen aus Berufsreitern bestand.

Sowohl im Freien als auch in der Halle zeigte sich Luke konzentriert und kämpfte immer für seine Reiterin. In Dettingen am Albuch in Baden-Württemberg wurde das Paar bei größter Hitze nur knapp von der Junioren-Vizelandesmeisterin geschlagen. Auch in Weiden, Herrieden und Grafenrheinfeld gab es nur minimale Rückstände auf den Sieger. Höhepunkt war das letzte Turnier der Saison in Münchberg: In der Klasse M** erteilte ein Richter sogar die persönliche Bestmarke von 70 Prozent, so dass für die Herzogenauracherin Rang 4 heraussprang.

Daßler wird von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) seit 2012 als Turnierrichterin bis zur Klasse M** eingesetzt. Dieses Ehrenamt beansprucht viele Wochenenden mit der Teilnahme an Richterschulungen, zugleich sind Erfolge bis zur schweren Klasse und Jury-Erfahrung Voraussetzung. Mit ihrem inzwischen auf einer Rentnerkoppel befindlichen Waitano feierte die Projektmanagerin über 70 Siege und Platzierungen bis S**. Auf diesen hohen Standard bereitet Daßler in der Winterpause auch Luke Skywalker vor. mz
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