Die 1.-Regionalliga-Basketballer der TS Herzogenaurach haben ihr erstes Saisonheimspiel gegen die Mannen von Science City Jena II gewonnen. In einem extrem schnellen Spiel hatten die Longhorns schlicht eine höhere Trefferquote von der Dreipunktelinie. Beide Teams feuerten über 40 Minuten aus allen Rohren, wobei sich die Hausherren besser in Wurfposition brachten und diese höherprozentig nutzten. Während die Aurachstädter auf Rang 8 klettern, behält die Bundesliga-Reserve die Rote Laterne.


TS Herzogenaurach - Science City Jena II 104:86

Das erste Viertel begann vielversprechend. Mike Kaiser traf gleich zwei schwere Korbleger und Daniel Krause ließ vier weitere Punkte folgen. Aber auch die Gäste kamen gut ins Spiel, fanden im überragenden Aufbauspieler Jan Heber ihren Punktegaranten und hielten sich so im Spiel. Die Zuschauer waren von der ersten Vorstellung der Longhorns vor heimischem Publikum in dieser Saison positiv angetan und machten freudig Stimmung. So raste das Spiel gegen Viertelende und die TSH führte nach den ersten zehn Minuten mit 27:24.

Im zweiten Durchgang drehten die Herzogenauracher mächtig auf. Sie spielten eine extrem intensive Verteidigung und generierten etliche Ballgewinne, die sie mit Fast-Breaks in Punkte umsetzten. Dazu traf Vedran Nakic zwei Dreier und vergrößerte den Vorsprung. Bei den Thüringern hielt lediglich Richard Rietschel dagegen, der unter dem Korb rackerte und Jena zumindest einigermaßen im Spiel hielt. Doch die TSH spielte weiter wie im Rausch und führte zur Halbzeitpause mit 57:40.


Jena trifft aus allen Lagen

Im dritten Viertel verloren die Herzogenauracher aber den Faden, die Jenenser nutzten die Unkonzentriertheiten des Gegners sofort aus. Mit etlichen Dreiern aus allen Lagen zeigten sie die Ausgeglichenheit ihres Kaders und die gute Ausbildung in der teameigenen Akademie. Fünf Spieler netzten in diesem Abschnitt aus der Ferne und brachten die Gäste Punkt um Punkt heran. Auf der anderen Seite setzte sich der Topscorer der Aurachstädter, Patrick Horstmann, vermehrt in Szene und sicherte zum Ende des Viertels acht Zähler Puffer (76:68).

Im letzten Durchgang wurde es nochmal spannend. Die Jenenser kamen bis auf 80:76 heran, doch letztlich gab der Heimvorteil den Ausschlag. Die Halle machte mächtig Stimmung, die Spieler erhöhten die Intensität und Stefan Dinkel traf traumwandlerisch sicher von jenseits der 6,75 Meter.
Die Aurachstädter setzten sich jetzt wieder ab und die Gäste fanden kein Mittel, den Herzogenauracher Angriffswirbel zu stoppen. Ebenso merkte man ihnen die Erschöpfung an, da sie nicht mehr an ihren Gegenspielern vorbeikamen und viele schwierige Würfe nehmen mussten, die sie nur selten trafen. Schließlich gewannen die Hausherren verdient mit 104:86 und vermieden im Gegensatz zur Bundesliga-Zweitvertretung einen kompletten Saison-Fehlstart.


"Balance hat gestimmt"

"Wir haben heute ein solides Spiel hingelegt. Offensiv waren wir sehr stark, haben den Ball gut laufen lassen und hochprozentig getroffen. Auch die Balance zwischen Innen- und Außenspiel war gut. Aber wir müssen definitiv noch an unserer Verteidigung arbeiten. Egal ob im Pick and Roll oder in Hilfssituationen fehlt uns noch die richtige Abstimmung. Dies war aber zu erwarten, da wir im Sommer nur selten gemeinsam trainieren konnten. Daran werden wir jetzt arbeiten und uns Schritt für Schritt verbessern, um weniger abhängig von unserer Offensive zu werden", analysierte Longhorns-Trainer Benedikt Aumeier.
TSH: Gahlert (6), Schlindwein (2), Krause (15), Nakic (15), Mike Kaiser (18), Horstmann (19), Veljkovic, Übbing (11), Kwilu, Eismann, Vedin Kaiser