Erlangen
Handball

HC Erlangen beschert sich nachträglich

Direkt nach dem dreitägigen Weihnachtsfest holte der Bundesligist zu einem Befreiungsschlag aus und geht mit einem hart erkämpften Sieg in die EM-Pause.
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Christoph Steinert (am Ball) steuerte fast ein Drittel der Tore des HC Erlangen bei. Die aufstrebenden Leipziger um den Ex-Erlanger Tobias Rivesjö (re.) hatten knapp das Nachsehen.  Fotos: Sportfoto Zink
Christoph Steinert (am Ball) steuerte fast ein Drittel der Tore des HC Erlangen bei. Die aufstrebenden Leipziger um den Ex-Erlanger Tobias Rivesjö (re.) hatten knapp das Nachsehen. Fotos: Sportfoto Zink
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Der HC Erlangen hat sich gegen eines der aufstrebenden Teams der Handball-Bundesliga durchgesetzt, nur eines der vergangenen vier Spiele verloren und geht dank des Positiv-Erlebnisses als Tabellen-13. in die bis zum 8. Februar dauernde EM-Pause. Die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson kämpfte vor einer beeindruckenden Kulisse von 8124 Zuschauern in der Nürnberger Arena den SC Leipzig nach Drei-Tore-Pausenrückstand nieder und hat jetzt fünf Zähler Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze.


HC Erlangen - SC DHfK Leipzig 27:26

Drei Wochen lang hatte der HCE für seinen ersten "Boxing Day" kurz nach Weihnachten geworben - und der Aufwand lohnte sich in doppelter Hinsicht: Zum einen folgten mehr als 8000 Handballbegeisterte dem Ruf, zum anderen fuhren die Mittelfranken zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt vor der sechswöchigen EM-Pause ihren vierten Saisonsieg ein.

Die Zuschauer bereuten ihr Kommen nicht. Der HC, der weiter auf Nicolai Theilinger und Martin Stranovsky verzichten musste, begann konzentriert und konnte sich von Beginn auf eine stabile Abwehr und einen gut aufgelegten Nikolas Katsigiannis zwischen den Pfosten verlassen. Die Gäste fanden in der Anfangsphase wenig Mittel, die kompakte Defensive der Franken auseinanderzuspielen und lagen nach einer Viertelstunde zurück.

Danach verfielen die Hausherren unter den Augen des aus Erlangen stammenden bayerischen Innenministers Joachim Herrmann in ihr zuletzt häufig gezeigtes Muster. Die Pässe wurden ungenauer, die Defensive packte nicht mehr so beherzt zu. Folglich zog Leipzig mit einem 7:1-Lauf vorbei und verabschiedete sich mit einem 14:11 in die Kabine.

Nach dem Wechsel merkte man der Eyjolfsson-Sieben um einen bärenstarken Kapitän Michael Haaß an, dass sie sich nicht geschlagen geben wollte. Angetrieben vom lautstarken Anhang beeindruckte Erlangen die Sachsen mit einer Aufholjagd. Der SC DHfK beherrschte zwar das Geschehen, doch die Gastgeber kamen immer näher und lagen 30 Sekunden vor dem Ende plötzlich vorne. Leipzig hatte den Ball, doch Yves Kunkel, der mit neun Treffern bester Werfer der Partie war, fing das Runde nicht und vergab die Chance auf den Ausgleich. Unabhängig vom Ergebnis gibt André Haber das Traineramt beim SC jetzt an Ex-Frauen-Bundestrainer Michael Biegler ab.

HC: Katsigiannis, Skof - Sellin (3), J. Link, Lux, Haaß (4), Gorpishin, Walz, Büdel (3), Bissel (1), Schletterer, N. Link (3), Steinert (8/1), Thümmler (2), Schröder (3)
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