Weisendorf
Fußball

Fuchsbauers Rückkehr zu den "Blumenzupfern"

Armin Appelt wird sein Traineramt beim ASV Weisendorf im Sommer aufgeben, der Nachfolger kennt sich bei den "Blau-Weißen" schon aus.
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Bernd Fuchsbauer verlässt sie SpVgg Erlangen zum Saisonende und heuert bei seinem Heimatverein an. Foto: Sportfoto Zink
Bernd Fuchsbauer verlässt sie SpVgg Erlangen zum Saisonende und heuert bei seinem Heimatverein an. Foto: Sportfoto Zink
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Nach dem Aufstieg will Armin Appelt mit dem ASV Weisendorf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga schaffen und anschließend - nach dann fünf Jahren - seinen Trainerposten im Sommer räumen. Wie unser Partnerportal anpfiff.info meldet, ist der Verein bei der Suche nach einem Nachfolger im eigenen Ort fündig geworden. Bernd Fuchsbauer, der beim ASV zwischen 2007 und 2011 als Spielertrainer verantwortlich zeichnete, in Weisendorf wohnt und schon oft als Zaungast bei Heimspielen gesichtet wurde, übernimmt das Ruder.

Aktuell trainiert der 45-Jährige übergangsweise die SpVgg Erlangen, die in der Landesliga gegen den Abstieg kämpft. Mit den Weisendorfern hatte "Fuchsi" dreimal ans Tor zur Kreisliga geklopft, war aber dreimal gescheitert. Von der damaligen Mannschaft treffen nun mit Oliver Maier, Michael Pilz und Keeper Lars Oyntzen drei Spieler wieder auf den Mann, unter dem sie den Sprung in den Seniorenbereich geschafft hatten. "Wir kennen ihn ja schon aus seiner ersten Amtszeit", erklärt auch Norbert Kreiner, der Vorsitzende des ASV. "Das war damals schon eine gute Zeit, auch wenn wir den Aufstieg nicht gepackt haben." Es lag also nah, bei Fuchsbauer anzufragen.


Amateurfußball ist Tagesgeschäft

Über die Zielsetzung für die kommende Saison zu sprechen, wäre zu früh. "Bernd will mit der ,Spieli' die Landesliga halten, und wir mit Armin Appelt die Bezirksliga. In der kommenden Saison wollen wir dann nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben und uns in der Liga etablieren", sagt Kreiner. Fuchsbauer sieht das ähnlich und hält die einst von Appelt beschriebene "Vision Landesliga" aktuell für unrealistisch.

"Visionen darf und muss man haben. Allerdings ist die Kreisliga im Moment näher als die Landesliga. Fußball ist selbst im Amateurbereich auch Tagesgeschäft. Ziel sollte von daher sein, Bestandteil der Bezirksliga zu werden. Und das ist schwer genug", sagt der 45-Jährige, der es als Spieler mit der SG Quelle Führt zweimal bis in die Regionalliga geschafft hat und jetzt all seine Erfahrung beim ASV einbringen will.

Ein zweites Mal bei seinem Heimatverein anzuheuern, ist für Fuchsbauer kein Problem: "Ich hatte als Spieler ja auch keine Unmengen an Vereinen und bin damit sehr gut gefahren. Da verlasse ich mich auf mein Bauchgefühl, also alles gut." In welcher personellen Besetzung die Mannschaft kommende Saison auflaufen wird, ist im Moment ebenfalls offen, auch wenn davon auszugehen ist, dass der Verein - wie schon in den letzten Spielzeiten - vor allem auf eigene Spieler setzen wird. "Im Endeffekt ist ja im Moment nur noch Friedrich Leist ein externer Spieler", sagt Norbert Kreiner. Da aber der spielende Co-Trainer Benjamin Pommer aufgrund seiner Schichtarbeit als Polizist nicht zur Verfügung steht, wird der ASV reagieren müssen.


Eine gute Mischung

"Es wird sicherlich über eine gewisse Ausrichtung hinsichtlich externer Spieler beziehungsweise des Co-Trainers noch Gespräche geben. Wir wollen einfach eine gute Mischung hinbekommen. Außerdem gibt es auch aktuelle Spieler beziehungsweise auch den Trainer der zweiten Mannschaft, Philipp Kaiser, die ich viel stärker mit in die Verantwortung einbinden möchte. Ziel muss es immer sein, gewisse Elemente aus dem eigenen Stall zu besetzen, bevor man sich extern umsieht. Wir werden da bestimmt in beide Richtungen aktiv sein. Alles andere wäre ja fahrlässig", erklärt Fuchsbauer.

Wer für ihn bei der SpVgg Erlangen auf die Kommandobrücke klettert, ist indes noch ungewiss. Die "Spieli" will die Suche nach einem geeigneten Kandidaten in Ruhe angehen.
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