Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Famoser Auftakt in die Verzahnungsrunde

Ein Stau und der dadurch verspätete Spielbeginn werfen den TEV Miesbach aus der Bahn, der HEC untermauert seine Ansprüche mit einem starken Auftritt.
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Die Alligators-Offensive um Ales Kreuzer (links) wirbelte die im ersten Drittel indisponiert wirkenden Miesbacher ordentlich durcheinander. Foto: Picturedreams
Die Alligators-Offensive um Ales Kreuzer (links) wirbelte die im ersten Drittel indisponiert wirkenden Miesbacher ordentlich durcheinander. Foto: Picturedreams
So darf es doch gern weitergehen: Zum Auftakt in die Verzahnungsrunde feierten die Höchstadt Alligators am Freitagabend einen souveränen Sieg gegen den TEV Miesbach. Am Sonntag (17.30 Uhr) folgt das Gastspiel beim EV Füssen, der sich zum Auftakt nach Verlängerung mit 5:4 beim EV Lindau behauptete. Drei Punkte fuhr der TSV Peißenberg beim 4:2 in Geretsried ein und belegt nach Spiel 1 in Gruppe A den zweiten Platz hinter Höchstadt.


Höchstadter EC - TEV Miesbach 5:1

Eine Stunde Verzögerung mussten die Alligators und ihre Anhänger in Kauf nehmen, ehe die Gäste bei widrigen Bedingungen den Weg ins Stadion gefunden hatten. Der TEV hatte mit dem durcheinandergewirbelten Rhythmus aber weit mehr zu kämpfen als die Hausherren, was Gästecoach Markus Wieland hinterher auch einräumte: "Nach der langen, staubedingten Anfahrt haben wir das erste Drittel komplett verschlafen. Wir wollten Höchstadt keinen Raum geben, aber genau das ist passiert."
Dieses Platzangebot nahm der HEC dankend an und brannte in den ersten Minuten ein Feuerwerk ab: Schon nach 20 Sekunden prüfte Michal Petraks Miesbach Torhüter Anian Geratsdorfer, scheiterte aber genauso wie Martin Vojcak (2.). Kurz darauf jedoch belohnte sich der HEC mit einem Doppelpack, Petrak (4.) und Ales Kreuzer (5.) trafen zur verdienten Führung. Der Oberligist fand darauf keine Antwort, auch in der Folge spielten nur die Alligators, die das gegnerische Tor Mitte des Drittels unter Dauerbeschuss nahmen und auf 3:0 erhöhten, als André Lenk nach Vorarbeit von Kreuzer erfolgreich war (11.).
Miesbach kam in der 16. Minute zu einer erwähnenswerte Möglichkeit, die den bis dato beschäftigungslosen Philipp Schnierstein jedoch nicht vor Probleme stellte.


Miesbach wird mutiger

Auch im zweiten Drittel hinterließen die Hausherren den besseren Eindruck, auch wenn die Oberbayern im Überzahlspiel durchaus Gefahr ausstrahlten. Über diese Situationen fand der TEV zu etwas mehr Mut und erarbeitete sich Mitte des Durchgangs ein leichtes Übergewicht. Doch der HEC überstand diese hart umkämpften Minuten schadlos und schlug - nachdem Markus Babinsky nach einem Sololauf am gegnerischen Goalie gescheitert war - in der 34. Minute zurück: Tomas Urban und Petrak setzten Lukas Lenk in Szene, der auf 4:0 erhöhte. Damit fand die Miesbacher Drangphase ein jähes Ende, die Alligators waren wieder Herr der Lage.


HEC dreht an der Temposchraube

Im Schlussdrittel suchten die Gastgeber die endgültige Entscheidung, doch ein Pfostentreffer von Petrak (45.) blieb die einzige Ausbeute bei doppelter Überzahl. Der TEV versuchte seinerseits im Powerplay, noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Doch wie schon zuvor, schafften es die Gäste nicht, die Überzahl zu nutzen. Stattdessen setzte Höchstadt noch einen drauf: Nach Vorarbeit von Urban und Lukas Lenk vollendete Petrak zum 5:0 (54.). Der HEC wollte noch mehr, legte noch einmal an Tempo zu. Die Gäste hielten mit viel Einsatz dagegen, so dass die Emotionen trotz der klaren Verhältnisse noch einmal kurz hochkochten. Danach ging die Konzentration bei den Höchstadtern etwas verloren, Matthias Stumböck setzte mit dem Ehrentreffer 80 Sekunden vor der Sirene den Schlusspunkt in einem insgesamt einseitigen Duell. Wir hatten einen guten Start, mussten uns ab den zweiten Drittel aber etwas mehr auf die Defensive konzentrieren. Das Ergebnis war zwar recht deutlich, aber Miesbach war ein unangenehmer Gegner, der sehr körperbetont gespielt hat", erklärte HEC-Spielertrainer Daniel Jun.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Metz; Verteidigung: Cejka/Urban, Vojcak/Roth, Wiedl/Babinsky, Ribarik; Angriff: Petrak/Aab/L. Lenk, Jun/Kreuzer/A. Lenk, Tratz/ Seibel/Mikesz, Grau, Revaj

TEV Miesbach: Tor: Geratsdorfer, Ewert; Verteidigung: Deichstetter, Kirschbauer, Lidl, Mechel, Kathan, Stiebinger; Angriff: Meineke, Kimmel, Fe. Feuerreiter, Amann, Rizzo, Gaschke, Bogdziul, Fl. Feuerreiter, Warda, Fissekis, Stumböck, Deml

Schiedsrichter: Siegfried Gut, Stefan Futterknecht, Alexander Pletzer
Zuschauer: 725

Tore: 1:0 Michal Petrak (4.), 2:0 Ales Kreuzer (5.), 3:0 André Lenk (11.), 4:0 Lukas Lenk (34.), 5:0 Michal Petrak (54.), 5:1 Matthias Stumböck (59.)
Strafminuten: 8 / 6
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