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Fußball

Fair gewinnt in der Landesliga Nordost

Der ATSV Erlangen führt die Nordost-Staffel zur Winterpause mit großem Vorsprung an. Auch in der Fairplay-Wertung steht der Vorjahresaufsteiger ganz oben.
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Der ATSV Erlangen um Angreifer Labeat Ferizi (re., im Spiel in Memmelsdorf) dominierte die Landesliga Nordost in der zweiten Jahreshälfte 2017 und strebt dem Aufstieg in die Bayernliga entgegen.  Foto: Archiv
Der ATSV Erlangen um Angreifer Labeat Ferizi (re., im Spiel in Memmelsdorf) dominierte die Landesliga Nordost in der zweiten Jahreshälfte 2017 und strebt dem Aufstieg in die Bayernliga entgegen. Foto: Archiv
Nur ein Team der Fußball-Landesliga Nordost hat alle 22 Spiele absolviert. Der TSV Neudrossenfeld ist dabei aber genauso wenig ungeschlagen geblieben wie Tabellenführer ATSV Erlangen, den es ausgerechnet in der letzten seiner 21 Partien vor der Winterpause erwischte. Dennoch nimmt der Vorjahresaufsteiger einen Vorsprung von acht Punkten auf den TSV Buch auf dem Relegationsplatz mit ins neue Jahr. Weitere sechs Zähler dahinter überwintert Absteiger SC Feucht, der allerdings erst 19 Begegnungen absolviert hat. Die Vereine ab Platz 5 dürften mit dem Titelrennen nichts mehr zu tun haben.

Die beiden Letzten steigen ab, derzeit wären das die SpVgg Bayreuth II und der VfL Frohnlach, der damit von der Bayern- in die Bezirksliga durchgereicht werden würde. Die drei Relegationsplätze teilen sich der Baiersdorfer SV und Neuling SpVgg Erlangen mit zwei weiteren punktgleichen Mannschaften. Der Vierzehnte entgeht den Entscheidungsspielen nur, wenn er einer der beiden Punktbesten der fünf Landesligen auf diesem Platz ist. In dieser Rangliste nimmt der FSV Bayreuth (0,94) aktuell hinter Bad Kötzting (Mitte, 1,13) und Aiglsbach (Südost, 1,1) sowie vor Stätzling (Südwest, 0,85) und Röllbach (Nordwest, 0,83) Rang 3 ein.

Bei der "Spieli" führte die mäßige Ausbeute zu einem von nur zwei Trainerwechseln in der Liga. Stefan Steiner warf nach 14 Spielen hin. Bis zum Saisonende ist Rückkehrer Bernd Fuchsbauer im Amt, anschließend übernimmt der frühere Röttenbacher Coach Joachim Müller, während Fuchsbauer beim ASV Weisendorf der Nachfolger von Armin Appelt wird. Getauscht hat seinen Übungsleiter auch der SC Schwabach, wo Tobias Ochsenkühn nach sieben Spieltagen auf Alexander Maul folgte.


Sechs von 47 Elfern verschossen

In rund jeder vierten Partie wurde ein Elfmeter verhängt, von den 47 wurden sechs nicht verwandelt (Vorjahr 72/8). Neudrossenfeld und Schwabach bekamen je fünf Strafstöße zugesprochen, der SCler Selahattin Oktay trat fünf Mal an und war vier Mal erfolgreich. Alle vier Versuche versenkten Frank Kirschner (SG Quelle Fürth) und Kaan Gezer (SpVgg Selbitz). Der Baiersdorfer Timo Noppenberger gehörte zu einem Trio, das drei von drei Elfern im Tor unterbrachte. Kein Spieler verzeichnete zwei Fehlversuche. Als einziger Verein erhielt der TSV Sonnefeld keinen Strafstoß.

Bei der Zahl der Platzverweise gab es erneut einen Rückgang auf 26 Rote (Vorjahr 29) und 35 Gelb-Rote (47) Karten. Am fairsten präsentierte sich der ATSV Erlangen, wenngleich der Primus im Gegensatz zum TSV Neudrossenfeld nicht ohne Platzverweis auskam. Ken Kishimoto leistete sich beim 7:0 in Sonnefeld eine Tätlichkeit. Eine Ampelkarte und zwei Mal glatt Rot gab es für die "Spieli", je einen der beiden Sorten Platzverweis bekamen die "Krenkicker". Sieben Ampel- und zwei Rote Karten bescheren Sonnefeld - vor allem wegen Tayfun Özdemir (3/1) - den letzten Platz in der Fairnesstabelle. dme
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