Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Die vierte Führung hält bis zum Schluss

Schwerstarbeit müssen die Höchstadt Alligators verrichten, um auch das fünfte Saisonspiel in der Bayernliga für sich zu entscheiden.
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Lukas Lenk (im Tor) verpasste es hier, die knappe Führung des HEC gegen Peißenberg auszubauen. Trotzdem bejubelten er und seine Teamkollegen am Ende den fünften Saisonsieg. Foto: Picturedreams
Lukas Lenk (im Tor) verpasste es hier, die knappe Führung des HEC gegen Peißenberg auszubauen. Trotzdem bejubelten er und seine Teamkollegen am Ende den fünften Saisonsieg. Foto: Picturedreams
Es war ein umkämpftes, hochspannendes, emotionales und intensives Eishockey-Fest, dass die 700 Zuschauer am Freitagabend im Höchstadter Eisstadion geboten bekamen. Am Ende triumphierten die Alligators dank ihrer individuellen Klasse und starkem Überzahlspiel gegen bissige Peißenberger, die dem HEC einen Vorgeschmack auf das Gipfeltreffen am Sonntag in Landsberg gaben. Dann duellieren sich die beiden einzigen Teams der Eishockey-Bayernliga, die auch nach fünf Spieltagen noch eine blütenweiße Weste haben und die alleinige Tabellenführung anstreben.


Höchstadter EC - TSV Peißenberg 4:3

Im Wissen um die Brisanz früherer Duelle nutzten die Teams die ersten Minuten, um sich auf den Kontrahenten einzustellen, dann ging die Post ab. Vitalij Aaab versuchte, Michal Petrak in Szene zu setzen, der seinen Schläger jedoch nicht mehr an den Puck brachte (5.). Auf der anderen Seite zog der HEC eine Strafe, und in Überzahl prüften die Eishackler erstmals Goalie Philipp Schnierstein, der seinen Fanghandschuh aber rechtzeitig in Position brachte. Dann war wieder Höchstadt an der Reihe. Noch in Unterzahl brachte Richard Stütz die Scheibe vors Tor, wo sie Daniel Jun zum 1:0 in die Maschen lenkte (7.). In der Folge lieferten sich die beiden Teams einen harten Fight, der ein paar Strafen nach sich zog, vor den Toren blieb es jedoch einigermaßen ruhig. Bis zur 20. Minute, als Florian Höfler nach Vorarbeit von Stögbauer und Vogl das 1:1 markierte.

Der Ausgleichstreffer beherrschte zum Auftakt des zweiten Drittels wohl noch die Gedanken der Gäste: Sie waren noch nicht richtig sortiert, da stand es 2:1, Jun und Andre Lenk leisteten Schützenhilfe für Ales Kreuzer. Mit der Führung im Rücken, machten die Alligators nun mächtig Druck, fanden aber kein Durchkommen gegen die auf Konter lauernden Peißenberger, die wiederum bei der HEC-Abwehr auf Granit bissen. Die größte Chance, die Führung auszubauen, hatten die Gastgeber in der 37. Minute: Nach starker Kombination von Aab und Petrak stocherte Lukas Lenk nach dem Puck und versuchte sogar noch im Liegen, ihn ins Tor zu bugsieren. Doch der Goalie brachte noch die Hand auf die Scheibe. Kurz vor der zweiten Pause zogen beide Team eine Strafe. Bei vier gegen vier erspielte sich der TSV eine Riesenchance, die zunächst entschärft wurde, doch Dejan Vogl reagierte am schnellsten und brachte den Nachschuss zum 2:2 unter (40.).

Nach dem Seitenwechsel bliesen die Gäste direkt zum Angriff, fanden zunächst jedoch keine Lücke. In der 46. Minute jedoch brach Manfred Eichberger nach Puckeroberung durch, fuhr allein aufs Tor zu, scheiterte jedoch an Schnierstein. Auf der anderen Seite versuchten Petrak und Markus Babinsky ihr Glück, ehe Vogl sich für einen Stockstich eine Spieldauerstrafe einfing (51.), was die sowieso schon aufgeladene Stimmung im Eisstadion in eine explosive verwandelte. Zumal der TSV Sekunden später noch eine Strafe kassierte und sich in der doppelter Unterzahl wiederfand. Eine Chance, die sich die Höchstadter nicht entgehen ließen. Über Aab und Kreuzer kam die Scheibe zu Jun, der dem HEC mit seinem zweiten Treffer die dritte Führung an diesem Abend bescherte. Diese hielt zwar nicht lang, weil Brandon Morley mit einem Shorthander zurückschlug (53.), doch weil sich erneut ein Peißenberger auf die Strafbank verabschiedete, waren die Alligators erneut in doppelter Überzahl. Und nach 15 Sekunden rappelte es wieder in der Kiste: Aab brachte sich in Position und traf nach Vorarbeit von Jun und Kreuzer zum 4:3 (54.). Jetzt war Zittern angesagt, bloß nicht wieder einen späten Treffer kassieren wie in den ersten beiden Dritteln. Doch die Eishackler standen sich jetzt selbst im Weg, weil die Pferde mit ihnen durchgingen. Die wütenden, aber planlosen Angriffe zeigten keine Wirkung mehr, auch die Maßnahme, der Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis zu nehmen, verpuffte. Der HEC rettete den knappen Vorsprung ins Ziel.


Die Statistik zum Spiel

Höchstadter EC - TSV Peißenberg 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)

Höchstadter EC: Tor: Schnierstein, Glaser; Verteidigung: Stütz/Urban, Vojcak/Babinsky, Ribarik/Roth; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Jun/A. Lenk/Kreuzer, Tratz/Grau/Seibel

TSV Peißenberg: Tor: Fe. Barth, Goll; Verteidigung: Ebentheuer, M. Barth, Stögbauer, Lenz, Maier, Brauer, Singer; Angriff: Höfler, Eichberger, Morley, Fl. Barth, Hörndl, Müller, Mooslechner, Vogl, Malzatzki, Estermaier, Andrä, Birkner

SR: Oliver Mackert, Felix Graf, Jan Kaderabek
Zuschauer: 700

Tore: 1:0 Daniel Jun (7.), 1:1 Florian Höfler (20.), 2:1 Ales Kreuzer (21.), 2:2 Dejan Vogl (40.), 3:2 Daniel Jun (51.), 3:3 Brandon Morley (53.), 4:3 Vitalij Aab (54.)
Strafzeiten: 10 / 17+20 (Vogl)
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