Röttenbach
Fussball

Der TSV braucht Zeit und Ruhe

Nach der Ära "Jojo" Müller gibt es einen Umbruch in Röttenbach. Der neue Trainer muss das Team erst formen, die Ziele werden deshalb nicht zu hoch gesteckt.
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Der TSV Röttenbach um Kapitän Benjamin Göhr (weißes Trikot) kam als Tabellenführer aus der Winterpause, geriet dann aber mächtig ins Straucheln und rutschte noch bis auf Rang 5 ab. Foto: Picturedreams/Archiv
Der TSV Röttenbach um Kapitän Benjamin Göhr (weißes Trikot) kam als Tabellenführer aus der Winterpause, geriet dann aber mächtig ins Straucheln und rutschte noch bis auf Rang 5 ab. Foto: Picturedreams/Archiv
Die Fußballer des TSV Röttenbach standen in der Winterpause auf Rang 1 der Kreisliga 1 ER/PEG, wurden am Ende aber nur Fünfter. In der Sommerpause hat sich - dreieinhalb Wochen vor dem Start in die neue Saison - einiges geändert, neben einem Trainerwechsel kommen und gehen einige Spieler.
Lange war der TSV Röttenbach der Gejagte an der Tabellenspitze der Kreisliga 1. Doch so wirklich wollte es nach der Winterpause nicht laufen. "Wir haben meiner Meinung nach zwei Wochen zu früh mit der Vorbereitung angefangen und wir hatten dann einige verletzte Spieler", erklärt Abteilungsleiter Kurz Endruschat den Abwärtstrend. "Wir sind schlecht rausgekommen, hatten dann zwar noch einmal das Highlight gegen Weisendorf, aber anschließend haben wir wieder verloren."


Die Luft war raus

Genauer gesagt, es war der letzte Dreier des TSV in der vergangenen Saison. Aus den noch darauffolgenden acht Partien holte die Mannschaft nur einen mageren Zähler. "Da war die Luft dann irgendwie raus. Nach oben und unten ging nichts mehr. Wir hatten teilweise so viele verletzte Spieler, dass zwei Keeper im Feld spielen mussten", berichtet Endruschat. "Das langt dann eben nicht mehr."
Vielleicht hing es dann auch damit zusammen, dass Trainer Joachim "Jojo" Müller bekanntgab, den Verein im Sommer verlassen zu wollen und zum TSV Neunkirchen zu gehen. Eventuell war bei den Spielern dann nicht mehr der letzte Zug drin. "Das könnte sein, dass sich manche gedacht haben, was will der mir noch sagen. Das schleicht sich dann ins Unterbewusstsein sein. Aber das ist nur eine Vermutung", berichtet der Abteilungsleiter.
Neben dem Coach hat der Kreisligist auch einige weitere Abgänge zu verzeichnen. Eduard Justus (SpVgg Uehlfeld), Matthias Oßmann (DJK Weingarts), Hakan Doganer (Neunkirchen), Fabian Leis (Hüttenbach) Andre Holzmann (TSV Neuhaus) und Serkan Keles (Dergahspor Nürnberg) werden in der kommenden Saison nicht mehr für Röttenbach auflaufen.


Neuzugänge mit Potenzial

Demgegenüber stehen sechs Neuzugänge. Neben dem neuen Spielertrainer Christoph Zeller (ATSV Erlangen II) kommen auch Michael Händel (BSC Erlangen), Rene Meier (DJK Kersbach), Keeper Christian Sellerer (SpVgg Heßdorf), Stanislav Stefanovsky (FSV Stadeln) und Julian Bögelein (SpVgg Zeckern). "Da sind jetzt keine Kracher aus der Bayern- oder Landesliga dabei. Aber alle Spieler haben großes Potenzial und können uns auf jeden Fall weiterhelfen", schätzt Endruschat die neuen Spieler ein. Weitere Akteure kommen nicht dazu, die Wechselfrist ist verstrichen. "Ich hoffe, dass jetzt irgendwann wieder Ruhe einkehrt", sagt dementsprechend auch Endruschat.
Fazit: Es ist einiges los beim Kreisligisten. Die Röttenbacher haben einen Umbruch vor sich, für den neuen Trainer Zeller gilt es nun, die Mannschaft neu zusammenzuführen. In den letzten fünf Jahren war der TSV in der Kreisliga immer oben dabei, im vergangenen Jahr hatte die Mannschaft von "Jojo" Müller sogar die Chance auf den Aufstieg. Aber wo soll es nun im neuen Jahr hingehen? "Ich hatte vor der vergangenen Saison gesagt, wenn wir Fünfter werden, bin ich zufrieden. An Weihnachten waren wir dann Tabellenführer und wollten diesen Platz natürlich nicht mehr hergeben", berichtet Endruschat.
"Ich denke, auch für die kommende Saison ist der fünfte Platz eine realistische Einschätzung. Wenn wir diesen Rang erreichten, wäre ich zufrieden." Der neue Coach soll erst einmal Zeit bekommen, mit der Mannschaft zu arbeiten. Zu hohe Ziele wären nach dem Umbruch der vergangenen Wochen wohl auch vermessen. 2019 sieht es dann vielleicht schon etwas anders aus. "In der übernächsten Saison wollen wir dann den Aufstieg angreifen", macht der Abteilungsleiter klar.
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