Höchstadt a. d. Aisch
Interview

Der Termin ist im Kalender angestrichen

Gerhard Hofer geht seit 2012 beim Medwork-Triathlon in Höchstadt an den Start und will noch viele weitere Male folgen lassen.
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Gerhard Hofer geht am Sonntag zum sechsten Mal beim Medwork-Triathlon an den Start. Fotos: privat
Gerhard Hofer geht am Sonntag zum sechsten Mal beim Medwork-Triathlon an den Start. Fotos: privat
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Zum sechsten Mal wird am kommenden Sonntag der Medwork-Triathlon rund um Höchstadt ausgetragen. 333 Männer, 114 Frauen und insgesamt 58 Staffeln werden im Wasser, auf dem Rad und zu Fuß auf der Jedermann- und der Kurzdistanz gegen den inneren Schweinehund und für eine gute Platzierung kämpfen. Sollte es Absagen geben, werden die frei gewordene Startplätze am Samstagnachmittag noch einmal zur Verfügung gestellt. Gerhard Hofer, der seit der Premiere 2012 bei allen Auflagen des Höchstadter Triathlons am Start war, erzählt im Interview über die Besonderheiten dieses Wettkampfs und wie er sich darauf vorbereitet.

Hallo Herr Hofer, würden Sie sich unseren Lesern kurz vorstellen?
Gerhard Hofer: Ich heiße Gerhard Hofer, bin 48 Jahre alt, arbeite bei Martin Bauer, Vestenbergsgreuth, im Verkauf und treibe leidenschaftlich gerne Sport, speziell Triathlon. Beim Medwork-Triathlon starte ich auch wieder für das Laufteam Martin Bauer.

Wie oft haben Sie schon beim Medwork-Triathlon teilgenommen?
Wenn ich am kommenden Sonntag an den Start gehe, war ich bisher bei allen sechs Medwork-Triathlons dabei. Für mich einer der schönsten Wettkämpfe. Da freue ich mich schon das ganze Jahr darauf. Ich glaube, es gibt noch rund zehn Teilnehmer, die bisher auch jedes Mal dabei waren. Mein Ziel ist es, auf alle Fälle bei der zehnten Veranstaltung mein persönliches Jubiläum zu feiern. Und als Fernziel habe ich dann den Start zum 50-jährigen Bestehen des Medwork-Triathlons.

Was gefällt Ihnen besonders am Höchstadter Triathlon und was könnte man verbessern?
Die Helfer und Einweiser in der Wechselzone am Freibad sind einfach klasse. Sie sind mit Herzblut dabei. Ich erinnere mich ans letzte Jahr. Da hat mir ein junger Bursche in der Wechselzone schon von weitem meinen Platz angezeigt und mir dann auch noch Tipps zum schnellen Wechsel gegeben. Schön ist auch, dass wir wieder die gleiche Radstrecke wie im vergangenen Jahr haben. Die Radstrecke ist anspruchsvoll und selektiv, vor allem der Anstieg in Etzelskirchen in Richtung Saltendorf. Bei der zweiten Runde tun Dir schon richtig die Beine weh.

Und wie gefällt Ihnen die neue Laufstrecke?
Auch besser als die alte. Das Laufen durch das Wohngebiet rund ums Freibad macht viel Spaß. Ich hoffe, dass wie im vergangenen Jahr wieder einige Zuschauer am Straßenrand stehen und uns Teilnehmer mit dem Wasserschlauch nass spritzen. Die 500 Sportler und die 150 freiwilligen Helfer hätten meiner Meinung nach aber noch wesentlich mehr Zuschauer verdient.

Welche Triathlon-Wettkämpfe haben Sie bisher schon bestritten?
Ich bin bereits fünfmal in allen drei Disziplinen beim Challenge Roth in der Staffel gestartet - 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad, 42 Kilometer Laufen - und war schon fünfmal Finisher bei der Mitteldistanz-Challenge am Walchsee. Mein sportliches Highlight war jedoch die Teilnahme beim Escape from Alcatraz. Hier schwimmst du vom berühmten Insel-Gefängnis in der San Francisco Bay 2,4 Kilometer im kaltem Wasser mit starker Strömung auf das Festland.

Was ist eigentlich Ihre Lieblingsdisziplin im Triathlon?
Die Olympische Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Rad und zehn Kilometer Laufen ist meine Lieblingsdistanz. Beim Sprint läufst du immer am Anschlag. Das trainiere ich einfach nicht und naja, im Alter läuft man einfach lieber längere und etwas ruhigere Wettkämpfe als kurze und knackige. Von den drei Disziplinen mag ich am Liebsten Schwimmen und Radfahren. Das Laufen ist nicht so mein Ding. Wenn ich an den letzten Medwork-Triathlon denke: Da ging es mir durch die Hitze ganz schlecht und ich habe mich ziemlich jämmerlich durch Höchstadt geschleppt. Deshalb hoffe ich für dieses Jahr wieder auf etwas niedrigere Temperaturen.

Was haben Sie sich konkret für den Wettkampf am kommenden Sonntag vorgenommen?
Ich möchte mich zumindest im Laufen gegenüber letztem Jahr verbessern. Wenn ich gut durchkomme und gesund über die Ziellinie laufe, bin ich zufrieden. Meine Bestzeit von 2:35 Stunden werde ich vermutlich dieses Jahr auch nicht schaffen. In der Vorbereitung habe ich mich mehr auf die Mitteldistanz konzentriert. Da trainiert man dann schon etwas längere Strecken.

Was heißt längere Strecke und wie sieht so ein Trainingsplan aus?
In der Woche trainiere ich im Schnitt zweimal Schwimmen, zweimal Radfahren und dreimal Laufen. Das sind rund zehn bis zwölf Stunden Training pro Woche. Mehr Zeit bleibt mir auch nicht. Damit komme ich auf ein Pensum von fünf bis sechs Kilometer Schwimmen, 120 bis 150 Kilometer Radfahren und 40 bis 50 Kilometer Laufen. Einen Ernährungsplan habe ich nicht. Ich bin ein Freund von normaler, gesunder Ernährung. Es darf auch zwischendurch mal ein Schäuferla sein.

Was sind Ihre nächsten sportlichen Pläne?
Ich bin am vergangenen Wochenende noch bei der Mitteldistanz am Walchsee an den Start gegangen, sozusagen als letztem Test vor dem Medwork-Triathlon. Ende Oktober werde ich noch mit dem Laufclub 21 aus Fürth bei einem Sechs-Stunden-Schwimmen teilnehmen. Das wars für dieses Jahr. Im Laufclub 21 treffe ich mich regelmäßig mit Handicaplern, zum größten Teil mit Down Syndrom, um gemeinsam Sport zu treiben. Für 2018 habe ich bisher nur einen Termin fest eingeplant: den siebten Medwork-Triathlon in Höchstadt.

Die Fragen stellte
Gerald Geier
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