Informativ, stimmig, strukturiert, hochwertig produziert und in seiner Art herausragend: Das Fan-Magazin "Frido" des SC Adelsdorf stach an die 100 andere Kandidaten aus und holte sich den Titel "Das schönste Stadionheft Frankens", das die Mediengruppe Oberfranken mit ihrem Partnerportal anpfiff.info und der Frankenpost in Hof in den vergangenen Wochen gesucht hat.

"Frido", das im August überhaupt zum ersten Mal die Druckerei verließ, riss die Jury vom Hocker, die dem Magazin attestierte, mit den Erzeugnissen von Fußball-Bundesligisten mithalten zu können. Das Hochglanz-Produkt aus Adelsdorf wurde zum Gesamtsieger gekürt und bekam zudem den Preis für das beste Layout. Von "Frido" wurden 1500 Exemplare hergestellt, die für jeweils drei Euro in sechs Geschäften im Gemeindegebiet erhältlich sind. Mit den Einnahmen werden die Nachwuchs-Fußballer des Vereins gefördert.


Weitere Projekte geplant

Ramona Rittmayer, die das Magazin zusammen mit Marco Wirth, Stephanie Rittmayer und Cornelia Roth-Brosch betreut, kann den Sieg noch gar nicht fassen. "Wir haben unser Magazin auf gut Glück eingereicht, wussten ja nicht, was die Konkurrenz vorzuweisen hat. Dass gleich unsere erste Ausgabe so gut ankommt, geht runter wie Öl. Wir freuen uns sehr."

Rittmayer und ihre drei Mitstreiter sind das Marketing-Team des SC Adelsdorf, das vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde und es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Verein noch bekannter zu machen, die Identifikation der Mitglieder mit ihrem Klub zu stärken und einen professionellen sowie einheitlichen Auftritt des Vereins sicherzustellen. Nicht zuletzt, um Sponsoren zu gewinnen und Familien sowie die Sporttalente von morgen auf sich aufmerksam zu machen. Dafür sollen verschiedene Projekte anlaufen, das Fan-Magazin "Frido" ist eines davon.

"Wir wollen mit dem Magazin Einblicke in das Vereinsleben gewähren, in die Historie schweifen, die ehrenamtliche Arbeit beleuchten, den Menschen draußen zeigen, was der SCA alles bietet und unseren Mitgliedern die jeweils anderen Abteilungen näher bringen, sodass jeder weiß, warum er stolz auf diesen Verein sein kann", erzählt Rittmayer.


Urgestein und Identifikationsfigur

"Frido" soll zweimal jährlich erscheinen, jeweils zu Beginn der Hin- und Rückrunde bei den Fußballern. Der Rasensport sei für die Erstausgabe in den Fokus gerückt, in der nächsten soll es auch um andere Angebote des SCA gehen. Wir wollen mit festen Rubriken wie den ,Alltagshelden' arbeiten, auf aktuelle Ereignisse eingehen und mit wechselnden Elementen für Vielfalt sorgen", sagt Rittmayer, die mit Cornelia Roth-Borsch für den redaktionellen Inhalt verantwortlich zeichnet, während ihre Schwägerin Ramona für Layout und Gestaltung zuständig ist und sich Marco Wirth um die Anzeigen-Akquise kümmert. Im Team weiß jeder, was er tut, denn alle vier sind hauptberuflich im Bereich Marketing und Vertrieb tätig.

Namensgeber für das Fan-Magazin ist Fridolin Haagen, ein zu seiner Zeit begnadeter Fußballer, der mehrere lukrative Angebote ausschlug und dem SCA stets die Treue hielt. Er steckte viel Herzblut hinein und sorgte als erster Wirt zusammen mit seiner Frau dafür, dass das Vereinsheim zu einem zweiten Zuhause für die Sportler wurde - eine echte Identifikationsfigur eben. Haagen steht auch im Alter von 80 Jahren als Fan am Adelsdorfer Fußballplatz, wenn er nicht gerade seinen Enkel Andi Mönius anfeuert, der aktuell das Trikot der SpVgg Jahn Forchheim trägt.


Viel Lob und Zuspruch

"Frido" sei nicht als Konkurrenzprodukt zum "Heimspielticker" angelegt, den die Fußballer des SCA alle zwei Wochen auflegen, auch wenn ein heraustrennbarer Spielplan im Magazin zu finden ist. "Wir wollen ein Produkt, das mehr in die Tiefe geht, das man nicht nach einmal Lesen wegwirft, sondern immer mal wieder zur Hand nimmt und das fester Bestandteil des Vereinslebens wird", betont Stephanie Rittmayer.

Die bisherige Resonanz sei durchweg positiv, allerdings sei bei den Verkaufsstellen noch nicht abgefragt worden, wie viele der 1500 Exemplare bereits über die Ladentheke gingen. "Das ist aktuell auch nicht so entscheidend. Viele konnten sich unter ,Frido' vor dem ersten Erscheinen ja auch gar nichts vorstellen. Das ist jetzt anders, und aufgrund der ersten Rückmeldungen glaube ich, dass die Leute schon sehr gespannt sind, was die zweite Ausgabe im März bereithält."