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Leichtathletik

Buchholz und LSC kehren mit Medaillen heim

Während Niklas Buchholz vom TSV Hemhofen seine Favoritenrolle bei der deutschen Meisterschaft mit Gold bestätigte, holte die Höchstadter Staffel Bronze.
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Ab der zweiten Runde lief Niklas Buchholz vom TSV Hemhofen ein nahezu einsames Rennen und schnappte sich überlegen den deutschen U20-Meistertitel über 2000 Meter Hindernis.  Fotos: Sportfoto Kiefner
Ab der zweiten Runde lief Niklas Buchholz vom TSV Hemhofen ein nahezu einsames Rennen und schnappte sich überlegen den deutschen U20-Meistertitel über 2000 Meter Hindernis. Fotos: Sportfoto Kiefner
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Niklas Buchholz vom TSV Hemhofen hat bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm Gold gewonnen. Der 19-Jährige dominierte das Rennen über 2000 Meter Hindernis und holte sich in 5:53,41 Minuten den Titel. "Ich hatte die deutlich schnellste Meldezeit, von daher war ich Favorit", erklärt der Hemhofener. Er hielt dem Druck stand, zog ab der zweiten Stadionrunde weg und hatte im Ziel gut drei Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger.

"Es war zwar etwas windig, trotzdem habe ich mich entschieden, vorne weg zu laufen. Ich wollte mich nicht auf die letzten 400 Meter verlassen", berichtet Buchholz, der die vier Hürden und einen Wassergraben pro Runde problemlos meisterte. Zwar verpasste er seine Bestzeit um sechs Sekunden, doch "bei einer Meisterschaft zählt nur die Platzierung", sagt der Abiturient und angehende Lehramtsstudent.

Am anderen Ende des Tableaus landete Theo Schell vom LSC Höchstadt. "Er hatte bis wenige Tage vor dem Wettkampf Fieber und war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte", erklärt Trainer Markus Mönius. Dennoch standen fünf weitere Läufer hinter Schell in der Liste, da es ungewöhnlich viele Ausfälle gab. Unter anderem erwischte es Mitfavorit Masi Valentino von der LG Hof, der schon bei der DM 2016 gestürzt und deshalb nur als Sechster eingelaufen war.

Dafür schnappten sich Schells Teamkollegen die erste Freiluftmedaille bei einer "Deutschen" über 3x1000 Meter der Männer. In der Besetzung Tobias Budde, Martin Grau und Marco Kürzdörfer erreichte der LSC in 7:13,70 Minuten Rang 3. Startläufer Budde hielt das Tempo von Beginn an hoch, hatte für den Endspurt aber keine Körner mehr, so dass er auf Position 6 liegend und mit knapp 30 Metern Rückstand übergab. "Dennoch ist Tobi eine super Zeit gelaufen", lobte Mönius.

Grau konnte und sollte die Lücke nicht sofort zulaufen. Erst auf den letzten 400 Metern zog er an, um auf der Zielgeraden an die Führenden heranzufliegen. Aus dem Kuddelmuddel der Stabübergabe ging Kürzdörfer als Dritter hervor. Anschließend pendelte der Schlussläufer zwischen Rang 4 und 2. "Wir haben sogar kurz an der Goldmedaille geleckt", berichtet der Coach. Letztlich blieb es aber beim untersten Podestplatz, da der LSCler zu platt für einen noch schnelleren Endspurt war. Die LG Braunschweig (7:12,47) behauptete einen knappen Vorsprung vor der StG Erfurt-Jena (7:12,62).

Als einziger Verein schickte Höchstadt zwei Staffeln ins Rennen der 20 Trios. Da auch Alexander Barth, Florian Lang und Brian Weisheit im deutlich stärkeren Lauf antreten mussten, verloren sie schnell den Anschluss und dadurch die Motivation. So reichte es nur zu 7:46,89 Minuten und Platz 18. Hannsi Wirth verpasste den Zwischenlauf über 100 Meter in der U20 zwar um vier Hundertstel, überzeugte aber mit 11,00 Sekunden. "Damit hat er sich im Vergleich zur vergangenen Saison um über eine halbe Sekunde verbessert", erklärt Mönius. "Seine Chancen waren eigentlich aussichtslos."
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