Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Auch Passau schafft die Revanche

Nach dem Aufsteiger aus Füssen stellen auch die Niederbayern dem Spitzenreiter aus Höchstadt ein Bein, der erst nach einem 0:3 auf Betriebstemperatur kommt.
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Den frechen Pirates aus Buchloe zogen die Alligators um Thilo Grau (vorne, links) noch den Zahn, in Passau sah es lange nach einer Pleite aus, ehe der Spitzenreiter doch noch ein Erfolgsrezept fand. Foto: Buchloe
Den frechen Pirates aus Buchloe zogen die Alligators um Thilo Grau (vorne, links) noch den Zahn, in Passau sah es lange nach einer Pleite aus, ehe der Spitzenreiter doch noch ein Erfolgsrezept fand. Foto: Buchloe
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Der EV Füssen hat es vorgemacht, nun hoffen auch andere Teams der Eishockey-Bayernliga, die Scharte der Hinspiel-Niederlage gegen den Höchstadter EC auszuwetzen. Der ESV Buchloe machte dies am Freitagabend an der Aisch recht gut, was auch Alligators-Spielertrainer Daniel Jun ein großes Lob abnötigte: "Buchloe hat sich hier sehr gut verkauft, der ESV war der zweite Gegner, der es nötig gemacht hat, dass wir mit zwei Systemen agieren. Die Pirates waren sehr aktiv, aber wir haben in einem unterhaltsamen Duell dagegengehalten. Es war ein Arbeitssieg, Die Phase mit drei Toren in drei Minuten der Schlüssel zum Erfolg." Nun versuchten die Eishockeyfreunde aus Passau ihr Glück....


EHF Passau - Höchstadter EC 4:3

Gestützt auf eine starke Defensive um die Rückkehrer Hamberger und Kößl gaben die gastgebenden Black Hawks vom Start weg mächtig Gas und nutzten gleich den zweiten Torschuss zur Führung, als Merka freigespielt wurde (1.). In den folgenden zehn Minuten machte Passau genauso frech weiter, hatte einige gelungene Aktionen, die aber ebenso wenig Zählbares einbrachten wie die der Alligators: Ales Kreuzer hatte ein Unterzahl-Tor auf dem Schläger, Michal Petrak wirbelte die EHF-Abwehr durcheinander wurde dann aber unsanft niedergestreckt. Eine weitere Unterzahl-Situation forderte den Alligators dann höchste Konzentration ab. Damit waren die Gäste im Spiel angekommen, ein Rezept, wie den starken Niederbayern beizukommen wäre, fanden sie bis zur Drittelpause jedoch nicht.

Im zweiten Abschnitt war Jiri Mikesz mit einem Pfostentreffer dem Ausgleich ziemlich nahe, doch insgesamt wurden die Alligators viel beschäftigt und zogen zu viele Strafen, als dass sie das Kommando hätten übernehmen können. Und genau das wurde ihnen zum Verhängnis: Erst war Nemecek nach Pass von Sulcik im Powerplay zum 2:0 erfolgreich (30.), dann wurde er von Detterer und Huber freigespielt und legte - erneut bei Überzahl - den dritten Passauer Treffer nach (35.). Erst danach entfaltete auch der HEC-Angriff Durchschlagskraft: Nach Vorarbeit von Vitalij Aab und Petrak verkürzte Lukas Lenk auf 1:3 (38.) und hielt die Hoffnung der 70 mitgereisten Fans aufrecht, dass die zweite Saisonniederlage noch verhindert werden könnte.

Während der EV Pegnitz im offenen Stadion Verzögerungen wegen Schneefalls hinnehmen musste, lief es bei den Alligators im Schlussdrittel endlich flüssiger: Im Powerplay bereiteten Jun und Martin Vojcak den Anschlusstreffer durch Markus Babinsky vor (45.). Jetzt gab der Spitzenreiter Gas - bei vier gegen vier traf Vojcak nach Vorarbeit von Tomas Urban und Petrak zum 3:3 (51.). Wenig später hatte Aab den Siegtreffer auf dem Schläger, Passau zog mit einer Auszeit die Reißleine. Vier Minuten waren da noch auf der Uhr, die Maßnahme zeigte Wirkung: Die EHF standen nun wieder sicherer, wurden mutiger und legten durch Persch noch einmal vor (58.). Jetzt reagierte der HEC mit einer Auszeit, suchte nach der passenden Antwort. Letztendlich blieb es jedoch bei der verdienten Niederlage, weil der Spitzenreiter zu lange gebraucht hatte, um auf Betriebstemperatur zu kommen.


Die Statistik zum Spiel

EHF Passau - Höchstadter EC 4:3 (1:0, 2:1, 1:2)

EHF Passau: Tor: Hamberger, Resch; Verteidigung: Nemecek, Kößl, Persch, Pilz, Platonow;
Angriff: Detterer, Ferstl, Gross, Huber, König, Müller, Schießl, Schindlbeck, Sulcik, Marka

Höchstadter EC: Tor: Metz, Schnierstein; Verteidigung: Urban/A. Lenk, Babinsky/Vojcak, Roth/Ribarik; Angriff: Aab/Petrak/L. Lenk, Mikesz/Jun/Kreuzer, Grau/Seibel/Tratz, Revaj

SR: Manuel Vorgeitz, Markus Rische, Lukas Voit
Zuschauer: 809

Tore: 1:0 Svatopluk Merka (1.), 2:0 Roman Nemecek (30.), 3:0 Roman Nemecek (35.), 3:1 Lukas Lenk (38.), 3:2 Markus Babinsky (45.), 3:3 Martin Vojcak (51.), 4:3 Dominik Persch (58.)
Strafzeiten: 12 / 18 + 10 (Jun)
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