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Handball

TSH beteiligt sich am Remis-Tag

Die Hälfte der sechs Partien in der Bezirksoberliga endete unentschieden, darunter das Spiel der TSH. Niederlindach überraschte dagegen den Spitzenreiter.
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Lukas Stübinger setzt im Spiel gegen den HC Forchheim zum Wurf an. Siebenmal war der Erlangen/Niederlindacher gegen den Tabellenführer erfolgreich und führte sein Team zu einem 27:24. Foto: Picturedreams
Lukas Stübinger setzt im Spiel gegen den HC Forchheim zum Wurf an. Siebenmal war der Erlangen/Niederlindacher gegen den Tabellenführer erfolgreich und führte sein Team zu einem 27:24. Foto: Picturedreams
In einer intensiven Begegnung der TS Herzogenaurach beim alten Bekannten in Winkelhaid gab es keinen Sieger. Da auch die SG Regensburg II und der TSV Neutraubling jeweils unentschieden spielten, behalten die Männer des HC Forchheim trotz einer überraschenden Pleite bei Erlangen/Niederlindach den Spitzenplatz der Handball-Bezirksoberliga. Die HSG setzt ihre Aufholjagd im Kampf um den Klassenerhalt durch den Heimsieg fort und geht mit Selbstvertrauen ins Derby bei der TSH.


TSV Winkelhaid - TS Herzogenaurach 27:27

Von Beginn an entwickelte sich die erwartet enge Partie mit leichten Vorteilen für die Gäste. Durch eine konzentrierte Leistung sowohl im Angriff als auch in der Abwehr erarbeiteten sie sich einen Vorsprung von maximal drei Toren (4:7). Die Winkelhaider ließen sich allerdings nie abschütteln (12:12). In dieser Phase schwächelte die TSH und kam kaum mehr zu erfolgreichen Abschlüssen, so dass sich das Blatt wendete und die Hausherren bis zur Pause sogar in Führung gingen (15:14). Winkelhaid nutzte vor allem die vielen leichtfertigen Fehler der Schuhstädeter zu schnellen und einfachen Toren.

In der zweiten Hälfte war der Spielverlauf ähnlich. Die Herzogenauracher erwischten erneut den besseren Start und drehten das Ergebnis. Der Abwehrverbund agierte geschlossener und in Kombination mit einem gut parierenden Torhüter Ferdinand Mayer kamen die Hausherren in der ersten Viertelstunde nur schwer zu Torerfolgen. Daraufhin setzten sich die Mannen um Kapitän Jonas Hirning etwas ab (20:23). Allerdings verpasste die Mannschaft die Vorentscheidung.

Im Gegenteil: Durch Unkonzentriertheiten und technische Fehler startete der TSV einen Vier-Tore-Lauf. In der Schlussphase wurde es ein enger Kampf, die TSH musste sogar in doppelter Unterzahl agieren, hielt jedoch trotzdem den Anschluss und glich kurz vor Ende aus. Dank eines Fehlwurfs des Gegners hatten die Schuhstädter im letzten Angriff sogar noch die Chance auf den Sieg. Dieser wurde aber nicht konsequent zu Ende gespielt. Stattdessen fischte sich Winkelhaid den Ball und hatte seinerseits den Siegtreffer in der Hand, scheiterte jedoch am Pfosten.

"Das 27:27 ging für beide Mannschaften in Ordnung, auch wenn eindeutig mehr für uns drin war", meinte TSH-Spielertrainer Ingo Kundmüller. Obwohl sein Team, das ein Drittel seiner Tore Jörn Marks zu verdanken hatte, meist die Nase vorn hatte, war die Leistung über 60 Minuten nicht wirklich überzeugend. Am Schluss war der eine Punkt sogar noch glücklich. Trotzdem beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze durch die Niederlage des HC Forchheim nur noch zwei Punkte.


HSG Erlangen/Niederlindach - HC Forchheim 27:24

Starker Kontrast bei der HSG: In der Vorwoche gastierte das Team von Trainer Walter Anheuer beim Schlusslicht HC Erlangen III. Am Sonntag war der Tabellenführer zu Gast. Doch beide Male gab es einen Sieg. Bereits im Hinspiel hatte Erlangen/Niederlindach den Oberfranken ein Remis abgerungen und zur Pause sogar geführt, so dass die Gastgeber mit Mut und Hoffnung in die Partie gingen.

Tatsächlich startete die HSG besser und zeigte vor allem eine gute Abwehrleistung. Die starken Rückraumschützen der Forchheimer wurden rechtzeitig attackiert. Und obwohl der Angriff etwas holprig agierte, stand es nach zehn Minuten 6:1. Nun wachten die Gäste aus ihrer Schockstarre und brachten sich durch Eins-gegen-eins-Aktionen und einige Siebenmeter auf zwei Tore heran. Die Niederlindacher nutzten Überzahlsituationen souverän, vollendeten diese meist durch Robin Schmieding und setzten sich wieder auf vier Tore ab.

Nach zwei Forchheimer Treffern nahm Anheuer eine Auszeit, in der er die Hektik im Angriff ansprach. Die Defensive wollte er kaum bemängeln. Seine Worte verhalfen der HSG zu einer starken Schlussphase der ersten Hälfte und einer 15:10-Pausenführung.

Nach Wiederanpfiff galt es, ein Déjà-vu aus dem Hinspiel zu vermeiden und die solide Ausgangssituation für die restlichen 30 Minuten konzentriert zu verteidigen. So knüpften die Hausherren an die erste Halbzeit an. Anheuer bestaunte die beste Abwehrleistung der Saison und freute sich über einen erneut starken Lukas Hückel. In der Mitte des zweiten Durchgangs merkte man einigen HSGlern jedoch die kräftezehrende Spielweise an. Kein Angriff wurde ordentlich zu Ende gespielt, meist zu früh geworfen.

Als der HC nach einem Sieben-Tore-Rückstand bis auf zwei Treffer aufgeschlossen hatte, gelangen den Erlangern einige durch die Defensive herausgespielte Befreiungsschläge. Dadurch rettete die HSG ein verdientes 27:24 ins Ziel und holte die nächsten Punkte im Abstiegskampf. Der Außenseiter hatte - wie nur selten in dieser Spielzeit - sein großes Potenzial gezeigt und die Partie trotz mäßiger Offensivleistung dank starker Abwehr gewonnen.

Der Trainer war entsprechend zufrieden: "Wir haben aus einer sehr guten Abwehrleistung heraus von Anfang bis Ende konzentriert und vor allem diszipliniert gespielt. Forchheim kam nie näher als zwei Tore heran und hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich die Chance, das Spiel noch zu drehen." Wenn sein Team so weitermache, sei der Klassenerhalt zu schaffen. Die HSG muss versuchen, den Rückenwind mit ins Derby am Sonntag (16.30 Uhr) in Herzogenaurach zu nehmen.
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