Erlangen
Handball

Gummersbach lässt sich fast nicht abschütteln

Der HC Erlangen hat den dritten Sieg in den letzten vier Partien eingefahren und beendet das Jahr in der Handball-Bundesliga in der oberen Tabellenhälfte.
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Nicolai Theilinger kehrte gegen Gummersbach in den Kader des HC Erlangen zurück und blieb mit dem Aufsteiger siegreich.  Foto: dpa
Nicolai Theilinger kehrte gegen Gummersbach in den Kader des HC Erlangen zurück und blieb mit dem Aufsteiger siegreich. Foto: dpa
Beim früheren deutschen Meister in Gummersbach war ein Blitzstart der Sieggarant.


VfL Gummersbach - HC Erlangen 19:21

Da Pavel Horak blockte und Torwart Nikolas Katsigiannis stark verteidigte, blieben die Gäste fast zehn Minuten ohne Gegentor. Jonas Thümmler, Martin Stranovsky (2) und Nikolai Link zwangen den VfL zu einer frühen Auszeit. Erst danach gelang den Hausherren in der mit gut 4000 Zuschauern gefüllten Schwalbe-Arena der erste Treffer. Doch die Erlanger leisteten sich zu viele Ballverluste. Kurz nachdem der zuletzt fehlende Nicolai Theilinger aufs Feld kam, war der Vorsprung fast aufgebraucht. Der zukünftige Erlanger Andreas Schröder besorgte den 6:6-Ausgleich (23.). Das lag auch daran, dass der Würzburger Ex-Nationalkeeper Carsten Lichtlein auf der anderen Seite ebenfalls glänzend hielt.

In Überzahl nach Foul an Thümmler legte der HC wieder zwei Tore vor und ging schließlich mit einem minimalen Puffer von 8:7 in die Kabine. So wenige Treffer in 30 Minuten hatte der Aufsteiger in dieser Saison noch nicht kassiert, aber auch nie seltener eingenetzt. Im Hinspiel hatten beide Teams zusammen bis zur Pause doppelt so oft zugeschlagen.

Nach dem Seitenwechsel ging es bis zum 14:14 eng weiter: Die Mittelfranken legten jeweils vor, der zwölffache deutsche Meister - in dieser Phase fast ausschließlich in Person von DHB-Akteur Julius Kühn - egalisierte. Als Evgeni Pevnov für ein Foul die Rote Karte sah, brachten die Gäste erstmals wieder zwei Tore zwischen sich und den Gegner. Allerdings ließen sich die Oberbergischen nicht abschütteln - 19:19 (54.).

Gut vier Minuten vor Ende durchbrach Stranovsky die 20-Tore-Marke für den Zweitliga-Meister, dieses Ergebnis hatte bis 14 Sekunden vor der Sirene Bestand, als Ole Rahmel für den Schlusspunkt sorgte. Ohne ein einziges Mal geführt zu haben, verlor der VfL eine lange auf des Messers Schneide stehende Begegnung äußerst knapp mit 19:21. Damit geht der HCE mit einer ausgeglichenen Bilanz von je neun Siegen und Niederlagen in die bis 11. Februar dauernde Winter- und WM-Pause.
HCE: Katsigiannis - Jonas Link (2), Guardiola, Rahmel (4), Stranovsky (9/5), Nikolai Link (2), Thümmler (1), Theilinger (3), Haaß
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