Dechsendorf
Absteiger-Check

Am Montag geht's richtig los

Der neue Trainer, Stive Hogmeni, weilt noch im Urlaub, doch mit ihm - so glaubt Abteilungsleiter Roland Mühleck - kehrt der Spaß am Fußball zurück.
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Nach zwei Jahren in der Kreisliga 1 ER/PEG geht es für die Fußballer des FC Großdechsendorf zurück in die Kreisklasse, wo das Team unter einem neuen Trainer wieder Spaß an seinem Hobby finden soll. Roland Mühleck, der die Abteilung seit dem gesundheitsbedingten Rückzug von Bernd Wegner im vergangenen Herbst leitet, hatte in den vergangenen Monaten keinen leichten Job. Doch der 60-jährige Karosseriebauer ist überzeugt, dass der Spaß am Fußball zurückkehren wird.

Wie war die Gemütslage, als klar wurde, es reicht heuer nicht zum Klassenerhalt?
Roland Mühleck: Nach der Winterpause war die Euphorie noch groß, denn rein rechnerisch war es nicht so schwer, den Klassenerhalt zu realisieren. Aber die Ergebnisse blieben aus, und als wir von Hallendorf beim 1:4 regelrecht deklassiert wurden, ging die Hoffnung verloren. Das war natürlich eine große Enttäuschung, denn die zwei Jahre Kreisliga waren schon richtig geil.

Woran hat es gelegen? Was fehlte am Ende?
Die Spiele, die wir hätten gewinnen müssen, haben wir verloren. Wir hatten in der Hinrunde ziemlich viel Pech, gleich am Anfang haben sich Führungsspieler längerfristig verletzt. Der Kader hat sich im Winter nicht verstärkt, im Gegenteil, uns haben noch Spieler verlassen. Das hat sich dann wie ein roter Faden durchgezogen. Wir haben das einfach nicht kompensieren können.

Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
Nachdem Sven Berthold erst im März die Entscheidung traf, uns nach vier Jahren verlassen zu wollen, haben wir uns auf Trainersuche begeben. Das war nicht einfach. Letztendlich haben wir mit Stive Hogmeni aber einen Vollblutfußballer gefunden, der zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Er hat seinen Trainerschein mit Bravour bestanden, ist voll motiviert und war zuletzt als Stürmer für den TSV Hemhofen erfolgreich. So kann er hoffentlich die Lücke schließen, die Stefan Räuber hinterlässt, der nach Zeckern geht. Wir haben versucht, Neuzugänge zu bekommen, mit mehr als 40 Spielern gesprochen. Keiner konnte sich vorstellen, zum FCD zu kommen. Unser neuer Trainer hat Giresse Joba aus Tennenlohe zu uns lotsen können, dazu ziehen wir Oliver Pfeil von der JFG NDR Franken hoch. Er soll sich jedoch erst einmal in der Reserve mit dem Herrenbereich vertraut machen. Hoffnung macht uns, dass sich mit Atletico Erlangen ein neuer Verein gegründet hat, der Spieler verschiedenster Nationalitäten beheimatet. Auf der Suche nach einer Spielstätte ist der Verein bei uns fündig geworden. Aufgrund von mehr als 30 Aktiven haben wir uns Folgendes überlegt: Die erste Mannschaft von Atletico spielt samstags, unsere Erste sonntags nach der Reserve, die als SG aus beiden Vereinen an den Start gehen soll. Das verschafft uns bei unserem kleinen Kader etwas Handlungsspielraum. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, Spieler für uns zu gewinnen. Ein paar Wochen haben wir noch, und hier und da öffnet sich immer mal wieder eine Tür.

Wie lauten die Ziele für die kommende Saison?
Wir wollen schauen, dass wir uns im vorderen Tabellendrittel etablieren. Der sofortige Wiederaufstieg ist erstmal kein Thema, es geht darum, guten Fußball zu spielen und Sicherheit zu kriegen. Die Jungs brauchen mal wieder Erfolgserlebnisse, das Potenzial ist da, der neue Trainer kommt gut an. Er weilt zwar aktuell noch im Urlaub, doch ab Montag geht die Vorbereitung richtig los.

Ablauf: In den nächsten Wochen, bis die neue Saison beginnt, führen wir Gespräche mit verschiedenen Absteigern aus dem Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund, die in der kommenden Spielzeit einen Neuanfang in einer tieferen Klasse machen müssen.
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