Erlangen
Handball

20 Minuten lang riecht es nach Sensation

Der Aufwärtstrend des HC Erlangen in der Handball-Bundesliga hat nach dem Achtungserfolg gegen MT Melsungen am Sonntagnachmittag einen Dämpfer erhalten.
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Alle Mühe umsonst: Nach 20 starken Minuten wurden Martin Stranovsky und der HC Erlangen auseinandergenommen. Foto: Sportfoto Zink/Archiv
Alle Mühe umsonst: Nach 20 starken Minuten wurden Martin Stranovsky und der HC Erlangen auseinandergenommen. Foto: Sportfoto Zink/Archiv
Dass man bei den Rhein-Neckar Löwen verlieren kann, ist angesichts der internationalen Spitzenklasse im Kader des amtierenden deutschen Meisters keine Frage. Dass der Unterschied nach 60 Minuten elf Treffer betrug, darf jedoch nachdenklich stimmen. Nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg kamen die Mannheimer erst nach 20 Minuten ins Rollen, spielten sich nach der Pause in einen Rausch und warfen sich vor 8069 Zuschauern den Frust von der Seele.


Rhein-Neckar Löwen - HC Erlangen 33:22

Es fing eigentlich sehr gut an für die Gäste, die in der Abwehr entschlossen zupackten, in der 4. Minuten durch Martin Stranovsky erstmals in Führung gingen (2:1) und diese sukzessive ausbauten. Die Rhein-Neckar Löwen fanden kaum eine Lücke, während Erlangen trotz starker Paraden von Palicka Kaltschnäuzigkeit bewies und durch einen Treffer von Michael Haas zwischenzeitlich bis auf 10:6 davonzog (18.). Nun aber wendete sich das Blatt. Der HCE schoss ein paar Fahrkarten, die nun entschlossener wirkenden Gastgeber glichen in Unterzahl zum 11:11 aus (22.). Mit einem Torwartwechsel wollte Gästecoach Adalsteinn Eyjolfsson seinem Team einen neuen Impuls geben, doch die Maßnahme verpuffte. Der HEC fand kein Durchkommen mehr, Mannheim setzte sich auf 16:12 ab.

Nach dem Seitenwechsel trat keine Besserung ein. Löwen-Keeper Palicka wurde zur unüberwindbaren Mauer für die tapferen Erlanger, deren Felle nach 35 Minuten davongeschwommen waren (19:12). Der HCE gab sich zwar nicht auf und wechselte immer öfter einen zusätzlichen Feldspieler für den Torhüter ein, um Überzahl zu schaffen. An den Kräfteverhältnissen änderte sich dadurch jedoch nichts, nach 46 Minuten betrug die Führung der Mannheimer, die sich in einen Rausch gespielt hatten, erstmals elf Treffer (27:16). Die Gästeabwehr stabilisierte sich in der Folge etwas, aber weil Palicka im Löwen-Tor nicht nachließ, blieb den Erlangern die erhoffte Ergebniskosmetik verwehrt.
HCE: Skof, Katsigiannis - J. Link (1), Lux (2), Haas (1), Gorpishin, Büdel (3), Schletterer (1), Stranovsky (3/2), N. Link (5), Steinert (2), Thümmler (2), Schröder
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