Er habe erst einmal schlucken müssen, als er die Kosten für den Brückenbau hörte, sagte Bürgermeister Hans Beck (WB Sambach) in der Gemeinderatssitzung. Der Neubau der Brücke über die Reiche Ebrach am westlichen Ortseingang von Pommersfelden wurde vom Planungsbüro auf 722 000 Euro veranschlagt. Nun will die Gemeinde versuchen, ein Höchstmaß an staatlicher Förderung zu erhalten. Denn die Kosten für das Brückenbauwerk gehen fast komplett zu ihren Lasten. Der Freistaat Bayern habe allerdings die Kosten der Angleichung an die Staatsstraße in Höhe von 60 000 Euro zu tragen. Somit komme auf die Gemeinde Pommersfelden ein Anteil von 662 000 Euro zu.
Die Brücke verbinde die innerörtliche Hauptstraße mit der Staatsstraße 2263 Höchstadt-Burgebrach und sei somit eine wichtige Zubringerstraße. Nach der 2017 durchgeführten Brückenprüfung ist das Bauwerk marode und eine Sanierung wirtschaftlich nicht möglich. In der Sitzung stellte Ingenieur Georg Schreiber vom Höchstadter Planungsbüro Maier den Bauentwurf vor. Er ist die Grundlage für den Förderantrag.
Ursprünglich war die Brücke auf eine Tragfähigkeit von zwölf Tonnen ausgelegt, ein Wert, der für heutige Verkehrsverhältnisse nicht mehr angemessen sei, so der Planer. Doch selbst diese geringe Traglast scheine nicht mehr gegeben zu sein. Die geringe Tonnage sei schon immer ein Problem für den öffentlichen Personennahverkehr und die Schulbusse gewesen, betonte Bürgermeister Beck.
Der von Schreiber vorgestellte Bauentwurf sieht für die neue Brücke 60 Tonnen - die heute für Brücken vorgeschriebene Tragfähigkeit - vor. Um den von Steppach kommenden Radweg anschließen zu können, soll sie verbreitert werden. Der Geh- und Radweg ist mit einer Breite von drei Metern geplant. Die Fahrbahn wird mit 6,50 Meter zwar nicht breiter als die der alten Brücke. Dennoch wirke die Brücke durch den Radweg breiter. Um mehr Platz zu gewinnen, soll das Bauwerk etwas von der bestehenden Bebauung weg, leicht nach Norden verlegt werden. Im Bereich der Brücke werde der Bach begradigt.
In der Diskussion regte Zweiter Bürgermeister Helmut Schleicher (FWG Steppach) an, den Geh- und Radweg nicht direkt am Pfarrhaus, sondern schon an der Brücke enden zu lassen. Bürgermeister Beck bekräftigte dies, da die Übersicht dort besser sei als am Pfarrhaus.