Erlangen
Jubiläum

Pflegende ehren den Wert des Menschen

Seit zehn Jahren gibt es in den oberen Stockwerken des Waldkrankenhauses das Pflegezentrum St. Elisabeth. Dort werden bis zu 40 Menschen betreut.
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Viel Spaß hatten die Mitarbeiter des Pflegezentrums mit den Luftballons in den Farben des Malteserordens, die sie mit ihren Wünschen im Patientengarten steigen ließen.Pascale Ferry
Viel Spaß hatten die Mitarbeiter des Pflegezentrums mit den Luftballons in den Farben des Malteserordens, die sie mit ihren Wünschen im Patientengarten steigen ließen.Pascale Ferry
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Das Malteser Waldkrankenhaus thront hoch über Erlangen auf dem Rathsberg. Seit zehn Jahren beherbergt es im vierten und fünften Obergeschoss das Pflegezentrum St. Elisabeth mit 40 Betten für die Lang- und Kurzzeitpflege. In luftiger Höhe, mit Dachgarten, sind Bewohner aus dem Erlanger Stadtgebiet und dem Umland untergebracht. Am Freitagabend versammelten sich nun rund 100 Persönlichkeiten aus der Altenhilfe, dem Gesundheitswesen, der Seelsorge und des Malteserverbunds, um das Jubiläum mit einem Dankgottesdienst und einer Feier zu begehen.
In einer engagierten Gastrede würdige Susanne Lender-Cassens (grüne), Bürgermeisterin der Stadt Erlangen und langjährige Krankenschwester, die Arbeit der Einrichtung. Zunächst zerknüllte sie vor aller Augen einen druckfrischen Geldschein. Obwohl zerknittert, behalte dieser seinen Wert, führte Lender-Cassens aus, und so sei es auch mit den Menschen: "Der Wert eines Menschen bleibt!". Die Betreuung Pflegebedürftiger sei "eine Riesenaufgabe". Lender-Cassens lobte die menschliche und seelsorgerische Leistung des Pflegezentrums und bedankte sich im Namen der Stadt bei allen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen. Dem schloss sich auch Anette Christian, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, an, und gratulierte dem Pflegezentrum "in der Höhenluft auf dem Dach des Waldkrankenhauses" zum Zehnjährigen.


Betreuung mit viel Herzblut

Mit einer Bilderpräsentation gab Einrichtungsleiterin Maria Kormann einen Rückblick auf die Arbeit der vergangenen Jahre. Ob bei der Fünf-Jahres-Feier mit Küchla, dem Besuch von Therapiehunden seit 2014, einem Weinfest mit Kür der Weinkönigin, einer Osterbrunnenfahrt, Tanz in den Mai, Seniorennachmittagen am Berg oder bei Karpfenessen - die Bewohner werden stets mit viel Herzblut betreut. Deshalb dankte Geschäftsführerin Anja Sakwe Nakonji, die im Zuge ihrer Einarbeitung selbst einen Tag lang aktiv mitpflegte, den rund 30 Mitarbeitern und den Ehrenamtlichen, wie den St.-Franziskus-Schwestern und dem Klinikbesuchsdienst, ganz besonders. Sie würdigte ihre Arbeit, die oft mit körperlichen oder seelischen Belastungen verbunden sei, und ehrte fünf Mitarbeiterinnen der ersten Stunde.
Sakwe Nakonji betonte auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Erlangen, zum Beispiel im Rahmen der Veranstaltungen "Senioren melden sich zu Wort" oder "Leben mit Demenz in Stadt und Land", sowie die Vorteile der räumlichen Beziehung zum Waldkrankenhaus wie die seelsorgerische Betreuung durch Pater John Adapoor und Pfarrerin Verena Winkler, die Hygiene-Kommission und das Ethik-Komitee. Außerdem stellte sie eine Erweiterung des Pflegezentrums in Aussicht.
Zum Abschluss ließen alle Mitarbeiter des Zentrums im Patientengarten Luftballons in den Farben des Malteserordens mit ihren Wünschen für die Zukunft in den Himmel steigen.
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