Weisendorf
Gemeinderat

Neues Verkehrskonzept am Windflügel soll Schüler weiterhin schützen

Der Weisendorfer Gemeinderat diskutierte über eine mögliche Öffnung der Straße "Am Windflügel" für den Durchgangsverkehr.
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Die Straße zwischen den beiden Schulgebäuden ist durch Pfosten abgesperrt und soll es nach dem Wunsch der Schule auch bleiben. Sänger
Die Straße zwischen den beiden Schulgebäuden ist durch Pfosten abgesperrt und soll es nach dem Wunsch der Schule auch bleiben. Sänger
Dem Weisendorfer Gemeinderat lag in seiner jüngsten Sitzung ein Antrag der CSU-Fraktion vor, die innerörtliche Straße "Am Windflügel" mit folgenden Einschränkungen wieder zu öffnen: Tempozone 30, Übergangshilfe zwischen Grundschule und Hort, Anordnung von eingezeichneten Parkplätzen links und rechts, damit nur ein langsames und verschwenktes Fahren möglich ist.
Noch vor der Diskussion zog Ute-Christine Gailer (CSU) den Antrag zurück und stellte stattdessen den Antrag, dass die Verwaltung zusammen mit dem Planungsbüro Topos team eine Lösung erarbeitet, die den gesamten Bereich zwischen Erlanger Straße und Reuther Weg einschließt. So sei laut Landratsamt auf der gesamten Länge der Straße eine verkehrsberuhigte Zone möglich und die Absperrpfosten zwischen den beiden Schulgebäuden könnten entfernt werden, weil es an der Nordseite der beiden Schulgebäude auch keine Wendemöglichkeit gibt.


Schulleitung hat Bedenken

Gegen den CSU-Vorschlag gibt es allerdings Bedenken der Schulleitung und nahezu aller Anwohner, die an der Sitzung teilnahmen und gegen eine Öffnung protestierten. Bei einer Öffnung würde die Straße als Durchgangsverkehr genutzt und der Verkehr würde um ein Vielfaches zunehmen, so die Befürchtungen. Die Straße bis zur Schule sei schon jetzt stark befahren, und Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, würden nicht nur zu schnell und rücksichtslos fahren, sondern teils auch die Grundstückseinfahrten zuparken. "Die würden am liebsten in die Schule hineinfahren", klagte eine Anwohnerin.
Auch die Schulleitung sowie der Elternbeirat sprechen sich deutlich gegen eine Öffnung der Straße aus, denn diese hätte gravierende Auswirkungen für den Schulbetrieb, insbesondere für die Erst- und Zweitklässler, die zwischen den beiden Gebäuden unterwegs sind. Wie Schulleiterin Petra Pausch ausführte, überqueren alle Klassen der Grundschule 1 mehrmals die Straße, um zur Turnhalle oder zur Bücherei zu kommen.
"Sollte die Straße freigegeben werden, können wir das selbst im Falle eines Zebrastreifens und einer Geschwindigkeitsbegrenzung nicht mehr erlauben", erklärte die Schulleiterin dem Gremium. Die Doppelhäusigkeit stelle die Schule ohnehin immer wieder vor große Herausforderungen. "Durch diverse Maßnahmen in den letzten beiden Schuljahren identifizieren sich Schüler und Lehrkräfte sowie dem übrigen Personal mit ihrer Schule als Einheit. Eine Öffnung des Windflügels wäre dafür ein herber Rückschlag", stellte die Schulleiterin abschließend fest.
Letztendlich entschied das Gremium, zusammen mit den Planern, der Schule und Anwohnern ein Verkehrskonzept zu entwickeln, das die gesamte Straße mit einschließt und sowohl die Anwohner als auch die Schule zufrieden stellt.
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