Biengarten
Bürgerversammlung

Neues Bauland für Höchstadts südliche Ortsteile

Was im neuen Flächennutzungsplan von Höchstadt für Biengarten, Kleinneuses, Großneuses, Mechelwind und Mohrhof vorgesehen ist, wurde jetzt vorgestellt.
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Jürgen Ganzmann (sitzend Mitte), Julia Apfelbacher und Gerald Brehm (stehend) hörten sich die Wünsche der Bürger an. Foto: Yannick Hupfer
Jürgen Ganzmann (sitzend Mitte), Julia Apfelbacher und Gerald Brehm (stehend) hörten sich die Wünsche der Bürger an. Foto: Yannick Hupfer
Schon seit einiger Zeit arbeitet die Stadt Höchstadt an einem neuen Flächennutzungsplan für sämtliche Ortsteile. Für Biengarten, Kleinneuses, Großneuses, Mechelwind und Mohrhof wurde dieser am Dienstagabend im Rahmen einer Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus Biengarten vorgestellt.
Ein Flächennutzungsplan ist ein vorbereitender Bebauungsplan mit Vorschlägen der Stadt zur Erschließung von Grundstücken. So sollen Äcker und Wiesen mit Strom und Wasser versorgt werden, um dann darauf bauen zu können. Demnach schlägt die Stadt vor, in Biengarten, im Süd-Westen des Ortes, neue Grundstücke anzulegen. In Großneuses soll ebenfalls im Süden des Dorfes gebaut werden, während in Kleinneuses nichts Neues hinzukommen soll.


Regelung für Mechelwind

In Mohrhof wurde die bereits bestehende Fläche überplant, in Mechelwind hingegen wollen die Stadt und Bürgermeister Gerald Brehm (JL) mit dem 13b-Verfahren weiterarbeiten. Das beinhaltet, dass die Stadt in dringenden Fällen bis zu einer Grundstücksgröße von 10 000 Quadratmetern alles selbst plant und auf Ausgleichsflächen verzichtet werden kann. So erlaubt der Gesetzgeber eine schnellere Bebauung.
Denn eigentlich dauert das Verfahren recht lange. "Wir denken, dass es fünf bis sechs Mal überarbeitet werden muss, bis wir den Antrag an das Landratsamt stellen können", erklärte Brehm dazu am Dienstag. Vorerst können die Bürger sich noch bis März des nächsten Jahres beim Flächennutzungsplan mit einbringen, bevor dann das Landratsamt zustimmen muss. Daraus resultierend erstellt die Stadt dann einen Bebauungsplan. "Wir müssen davon ausgehen, dass wir nur einen Bruchteil von dem, was wir jetzt ausweisen, genehmigt bekommen", sagte Brehm.
So werde darauf geachtet, dass man im Innenbereich der Dörfer die Flächen verdichtet, bevor man Grundstücke außerhalb besiedelt. Zudem müssen sogenannte Ausgleichsflächen vorhanden sein, denn jedes neu erschlossene Grundstück "kostet" Punkte. Wenn der Grundstücksbesitzer einen Ausgleich schaffen möchte, kann er ein separates Grundstück von der Stadt bewerten lassen. Sie geht vor allem nach dem Kriterium des Naturschutzes und erstellt einen Vertrag für 25 Jahre, in denen der Besitzer Forderungen für die Natur einhalten soll.
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