Höchstadt a. d. Aisch
Verkehr

Neue Aischbrücke macht Busse schneller

Weil die wichtigste Nord-Süd-Verbindung in Höchstadt wieder für den Verkehr freigegeben ist, dauert auch die Fahrt nach Erlangen kürzer als bisher.
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Werner Vogel, Damian Breuer (Fuhrparkleiter der Firma Vogel), OVF-Geschäftsführer Karsten Schulze, Gerald Brehm und Alexander Tritthart demonstrieren, wie gut das kostenlose WLAN in den Bussen nach Erlangen angenommen wird. Yannick Hupfer
Werner Vogel, Damian Breuer (Fuhrparkleiter der Firma Vogel), OVF-Geschäftsführer Karsten Schulze, Gerald Brehm und Alexander Tritthart demonstrieren, wie gut das kostenlose WLAN in den Bussen nach Erlangen angenommen wird. Yannick Hupfer
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593 Tage war die Aischbrücke insgesamt gesperrt. Dabei bildet sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Höchstadt-Süd und der Innenstadt. Wer aus dem südlichen Teil der Stadt in den anderen wollte, musste entweder über Gremsdorf oder über Lonnerstadt einen langen Umweg in Kauf nehmen.
Doch Ende November wurde die Brücke fertiggestellt und kann nun wieder befahren werden. Das schafft nicht nur Entlastung für die Pendler innerhalb der Stadt, sondern auch für die Busunternehmen.
Eigentlich sollte ein neues ÖPNV-Konzept bereits im September 2016 anlaufen, wegen der Arbeiten an der Brücke kann es aber erst jetzt komplett umgesetzt werden. Ab dem 10. Dezember gelten deswegen neue Fahrpläne. Somit wird es zukünftig keinen Shuttle-Bus mehr für Bürger aus Höchstadt-Süd nach Gremsdorf geben. Auch die Ersatzhaltestellen "Schillerplatz" und "Große Bauerngasse" fallen damit weg, wohingegen Busse zukünftig wieder an der Haltestelle "Aischwiese" und am Freibad halten werden. Dies erklärte am Dienstagnachmittag Landrat Alexander Tritthart (CSU).
Das neue Konzept betrifft vor allem die Linien 203, 203E und 205, die allesamt Erlangen anfahren. "Es hat Auswirkungen darauf, dass der Bus noch schneller ist", so der Landrat. Gemeint ist der Schnellbus 203E, der über die Autobahn fährt. Innerhalb von nur 36 Minuten ist er aus Erlangen kommend wieder an der Schwedenschanze. Zudem habe man darauf geachtet, dass auch Anschlusszüge in Erlangen passend ankommen. Stolz ist Tritthart vor allem aber auch auf 1,25 Millionen Fahrplankilometer. "Das ist einfach was", freut er sich. Denn die vielen Kilometer würden nicht nur Erlangen mit Höchstadt, sondern auch mit den umliegenden Gemeinden verbinden. "Wir hoffen, dass es jetzt noch besser angenommen wird", erklärt Tritthart.


Gelungenes Konzept

Dafür tut man einiges. So zum Beispiel auch das Projekt "Bayern WLAN", an dem der Landkreis teilnimmt. In allen Bussen, die nach Erlangen und zurück fahren, wurde kostenloses WLAN eingebaut. Während die Zugriffszahl im September dieses Jahres noch bei rund 15 400 lag, wurde das Angebot nur einen Monat später, im Oktober, bereits fast 21 500 mal genutzt. "Die Jugendlichen haben das Smartphone schon in der Hand, bevor sie einsteigen", sagt Tritthart. Doch auch ältere Menschen würden immer mehr darauf zugreifen, meint der Landrat.
Auch Bürgermeister Gerald Brehm (JL) war am Dienstag sichtlich erfreut über den neuen Verkehr über die Aischbrücke. "Ich bin sehr glücklich und froh, dass wir soweit sind", sagte er. Brehm ist aber auch mit dem Konzept zufrieden: "Wir haben hervorragende Linien."
Er freue sich darüber, dass von der Brückenöffnung auch ortsansässige Unternehmen wie der Omnibusbetrieb Vogel profitieren. Sie befördern vor allem Schüler. Busreisende finden die neuen Fahrpläne im Landratsamt und im Internet unter www.vgn.de.
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