Herzogenaurach
Partnerschaft

Nach der Kayareise ist jetzt Zeit für die Aufarbeitung

Die Delegation aus Herzogenaurach nahm vielfältige Eindrücke aus Burkina Faso mit nach Hause.
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Die Reisenden nahmen vielfache Eindrücke vom pulsierenden Leben in der Stadt mit nach Hause.  Fotos: Stadt
Die Reisenden nahmen vielfache Eindrücke vom pulsierenden Leben in der Stadt mit nach Hause. Fotos: Stadt
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Mit einer Fülle von Eindrücken kehrte die Delegation aus der Partnerstadt Kaya zurück, die anlässlich des 45. Partnerschafts-Jubiläums nach Burkina Faso gereist war. Jetzt ist die Zeit der Aufarbeitung gekommen, es gilt, die Informationen setzen zu lassen und weitere Projekte zu besprechen. Nächster konkreter Anlass der Unterstützung ist eine Fahrt von Jugendlichen zum Jahresbeginn. Dann soll in Kaya ein Hybrid-Kraftwerk aufgestellt werden.

Vor allem die Teilnehmer des Gymnasiums haben nun genug Stoff, sich im Unterricht mit den Erfahrungen der Reise auseinanderzusetzen. Es ist auch bereits ein Videofilm entstanden, der auf der Homepage der Schule veröffentlicht worden ist, wie die städtische Partnerschaftsbeauftragte Rosa Abel in einer ersten knappen Nachbesprechung feststellte. Auch Bürgermeister German Hacker zeigte sich von dem künstlerisch wertvollen Beitrag angetan. Auch wenn dieser jetzt nicht die Reise an sich widerspiegelt, sondern von persönlichen Eindrücken geprägt ist. Da geht es um das Glück der Menschen trotz widriger Lebensumstände.

Am kommenden Donnerstag wird ein Treffen der Teilnehmer stattfinden, die im Januar nach Kaya reisen. Thomas Lang vom Generationen-Zentrum der Stadt hat die Abläufe beim jetzigen Aufenthalt schon organisiert. Auch die Öffentlichkeit soll ausführlich über die Reise informiert werden. Geplant ist ein Vortrag im Sitzungssaal, der Termin muss aber erst noch festgelegt werden.

Fest steht aber schon ein weiterer Termin, an dem Kaya ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird: der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt. Die Reiseteilnehmer vom Partnerschaftsverein haben sich mit Gegenständen eingedeckt, die sich wunderbar als Geschenke anbieten und die man an der Bude des Vereins erwerben kann, erläuterten Abel und Hacker. Das aus dem Verkauf erlöste Geld fließt dann als Spende zurück nach Kaya.

Ein anderes Ziel von Bürgerspenden könnte auch die so genannte One-Dollar-Brille sein. Da könnte sich Hacker vorstellen, dass man Schulklassen damit ausstattet. Am letzten Tag der Reise wurde der Verein in der Hauptstadt Wagadugu besucht, der diese Brillen herstellt. Weil sie in der Anschaffung aber letztlich teurer kommen, habe sich der Initiator Thomas Remont zu einem anderen Namen entschlossen: "Good Vision Glasses."

Zu den mannigfaltigen Eindrücken der Reise zählte auch ein Besuch in der Müllsortierungsanlage. Das allerdings war laut Hacker "sehr ernüchternd." Die Anlage sei erst im Aufbau, der Müll lag säckeweise und unbearbeitet herum. Die Mülltrennung ist auch einer der Schwerpunkte, die die weitere Unterstützung von Kaya betreffen. Ebenso wie beim Bau von Latrinen und der Errichtung von Schulen ist das als eine dauerhafte Aufgabe zu betrachten.

Herzogenaurach steht da aber nicht alleine da, denn Wasser, Abwasser und Müll sind trilaterale Aufgaben, erläuterte Rosa Abel. Es ist also auch Chatellerault, die französische Partnerstadt von Kaya, mit eingebunden.
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