Herzogenaurach
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"Klappe und Action!" fürs Kinderfilm-Festival

"Wir drehen einen Film" heißt es im Ferienprogramm. Acht Kinder beteiligen sich am Filmprojekt des Kinderfilm-Festivals beim Spielmobil Herzogenaurach.
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Am Montag startete am Herzogenauracher Spielmobil das zweite Filmprojekt des Kreisjugendrings Erlangen-Höchstadt für das Mittelfränkische Kinderfilmfestival. Kinder produzieren Filme für Kinder - mit ihren ganz eigenen Vorstellungen und Ideen! Entwerfen von eigenen Drehbüchern, das Zusammenstellen der Requisiten und Verkleidungen bis hin zum Abdrehen der Szenen und dem Schneiden: Das alles zusammen ist ein ganzheitliches Bildungsprojekt für Kinder.

In vier Tagen werden die Kinder und Jugendlichen mit Unterstützung von Mitarbeitern des Nürnberger Medienzentrums Parabol einen eigenen Film erarbeiten, drehen und schneiden. Dabei können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen, denn von Comedy über Liebesfilm, Märchenverfilmung bis Krimi und Superheldenfilm ist alles möglich, und die Kinder vom Spielmobil entschieden sich einen Superheldenfilm.

Nachdem alle Rollen verteilt sind, geht es dann an die Produktion. Jeder darf mal vor oder hinter der Kamera agieren, entweder schauspielern, die Technik bedienen oder Regie führen - für jeden ist etwas dabei! Wenn dann alles im Kasten ist, geht es an den Schnitt und einen coolen Filmtitel und Musik braucht der Film dann natürlich auch noch.

Die Dreharbeiten finden im Generationen-Zentrum ebenso statt wie im Freien. Regie führt die freie Medienpädagogin Adriana Jäger.


Ohne Planung geht nichts

Dabei machten die teilnehmenden Kinder auch die Erfahrung, dass nicht einfach drauflos gefilmt werden kann. So müssen die Einstellungen an der Kamera ebenso stimmen wie die Standorte der Darsteller und manche Szenen müssen öfter wiederholt werden. Mit Feuereifer waren die jungen Darsteller dabei und ohne zu murren ging es immer wieder zurück auf die Ausgangspositionen und manche Aufnahme musste wiederholt werden, weil Passanten ins Bild liefen oder der Bus mit heulendem Motor am Zebrastreifen anfuhr.

Die Filmgeschichte hat einen ernsten Hintergrund: Beim Besuch eines Labors bedient die zerstreute Mitarbeiterin eine Maschine falsch und die Kinder sind der Strahlung der Maschine ausgesetzt. Auf dem Heimweg klagen zwei Mädchen über Übelkeit und Schwindel, und auch die anderen vier Kinder verspüren ein unkontrollierbares Zucken in den Beinen: Sie verwandeln sich langsam in Superhelden.

Dazu müssen natürlich auch die Kostüme passen, die am letzten Drehtag angezogen werden. Aber ganz am Anfang steht die Rollenverteilung, Texte werden gelernt und die entsprechende Kleidung wird von zu Hause mitgebracht und aus dem Fundus des Kreisjugendrings ergänzt.

Der fertige Film nimmt automatisch am Wettbewerb des 13. Mittelfränkischen Kinderfilmfestivals teil und mit ein bisschen Glück läuft er im Dezember 2017 auf der großen Leinwand im E-Werk Erlangen.

Seit nunmehr 13 Jahren sind alle Kinder bis 14 Jahre aus dem Bezirk Mittelfranken aufgerufen, ihre eigenen Geschichten und Ideen filmisch umzusetzen, und alles was Spaß macht, ist erlaubt.

Denn: Neue Medien sind aus der Lebenswelt Heranwachsender nicht mehr wegzudenken und prägen immer mehr die Sicht auf die Umwelt. Ein kompetenter Umgang mit ihnen, insbesondere die Herstellung eigener Medienprodukte und damit die Darstellung eigener Themen, ist das Ziel des Mittelfränkischen Kinderfilmfestivals, sagen dazu die Organisatoren.

Schirmherr des 13. Kinderfilmfestivals ist Landrat Alexander Tritthart.
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