Herzogenaurach
Industrie

Industriesparte von Schaeffler schafft es aus der Krise

Lange Zeit war sie das Sorgenkind von Schaeffler. Doch nun scheint der Umbau der Industriesparte zu greifen. Das Geschäft wächst wieder.
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Blick auf den Eingang des Hauptsitzes der Schaeffler AG in Herzogenaurach (Bayern). Foto: Daniel Karmann/dpa
Blick auf den Eingang des Hauptsitzes der Schaeffler AG in Herzogenaurach (Bayern). Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Schaeffler-Konzern kommt beim Umbau seiner lange Zeit schwachen Industriesparte voran. Umsatz und Gewinn seien in diesem Bereich im ersten Halbjahr deutlich gewachsen, berichtete das Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach.

Während der Umsatz mit Industrie-Zulieferungen wie Maschinenteilen um 4 Prozent auf knapp 1,6 Milliarden Euro stieg, lag der operative Gewinn (Ebit) mit 136 Millionen Euro sogar um fast 10 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Vor allem das Geschäft mit Öl- und Gaspumpen lief wieder besser. Aber auch Industriegetriebe und Lager für Werkzeugmaschinen seien stärker gefragt, berichtete ein Sprecher.

Der Schaeffler-Vorstand hatte in den vergangenen beiden Jahren mit einem massiven Personalabbau auf Umsatzeinbrüche in der Industriesparte reagiert. Rund 1000 Jobs hatte das Unternehmen in diesem Bereich weltweit gestrichen.

Etwas an Dynamik verliert inzwischen auch der langjährige Umsatztreiber des MDax-Unternehmens, die Automobilsparte. Zwar wuchs der Umsatz hier im ersten Halbjahr weiter um 5,3 Prozent auf 5,455 Milliarden Euro. Der hohe Preisdruck in der Autoindustrie und Lieferengpässe im lukrativen Ersatzteilgeschäft drückten allerdings das operative Ergebnis um 10,6 Prozent auf 657 Millionen Euro.

Das blieb nicht ohne Schleifspuren in der Gesamtbilanz: Laut den bereits vorab veröffentlichten Halbjahreszahlen blieben Schaeffler unter dem Strich 494 Millionen Euro - und damit 6 Millionen Euro oder 1,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis vor Steuern lag um 2,6 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2016 - und das trotz steigenden Umsatzes, der von Januar bis Ende Juni 2017 um 5 Prozent auf 7,046 Milliarden Euro zulegte. Das schwache Auto-Ergebnis habe vor allem das zweite Quartal belastet.
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