Die Gemeinde Heßdorf macht mobil - elektromobil. Zwei Ladestationen, die eine am Parkplatz gegenüber dem Friedhof in Hannberg, die andere am Parkplatz des Gemeindezentrums in Heßdorf, stehen ab sofort Fahrern von Elektroautos zur Verfügung.

Mit Mitteln aus dem Bundesprogramm zur Förderung von E-Ladesäulen finanziert, sollen die beiden neuen E-Ladesäulen dabei helfen, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde mit dem Zukunftsthema "E-Mobilität" vertraut zu machen. Die beiden Ladesäulen sind vom Bayernwerk errichtet worden.

Mit den öffentlichen Ladesäulen in im Gemeindegebiet setzen wir ein zukunftsweisendes Zeichen für mehr Elektromobilität. Der zügige und flächendeckende Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein entscheidender Schritt, damit das Vertrauen der Menschen in Elektromobilität wachsen kann und die Akzeptanz zunimmt", erklärte Bayernwerk-Kommunalbetreuer Ralf Schwarz bei der Inbetriebnahme in Hannberg.

Wir sind davon überzeugt, dass der Elektromotor in Zukunft eine bedeutende bei der lokalen Verkehrsplanung spielen wird", ist sich Bürgermeister Horst Rehder sicher. Für den Durchbruch der Elektromobilität sei jedoch noch eine flächendeckende Ladestruktur nötig, ergänzte Ralf Schwarz.

Der Kommunalbetreuer Schwarz reiste mit einem E-Auto vom Typ Renault Zoé an und wies darauf hin, dass das Bayernwerk selbst auf Elektromobilität setzt und den Fuhrpark um 28 E-Autos erweitert habe. Außerdem installiert der Energieversorger derzeit an seinen Netzcentern und Verwaltungsgebäuden öffentliche Ladepunkte mit mehreren Ladepunkten.

Bei den beiden Ladesäulen in Heßdorf und Hannberg handelt es sich um "AC-Ladestationen Pro" mit jeweils zwei Ladepunkten mit einer Ladeleistung von je maximalen 22 Kilowatt. "Die Ladesäulen bieten jedem die Möglichkeit, ein Elektroauto barrierefrei zu laden", erläuterte Ralf Schwarz. Das heißt, dass die beiden Ladesäulen jederzeit öffentlich zugänglich sind und von jedem genutzt werden kann. Wie einfach ein Elektroauto geladen werden kann, demonstrierte der Großenseebacher Hans Hölling als erster Kunde bei der offiziellen Einweihung. In den nächsten Tagen werden vor den Ladesäulen noch entsprechende Markierungen angebracht und der Platz mit einem Hinweisschild gekennzeichnet.

An den beiden E-Ladesäulen wird jede Ladekarte eines Elektromobilitätsanbieters akzeptiert, der dem "Hubject"-Ladeverbund angehört. Die Abrechnung erfolgt entsprechend über den jeweiligen Elektromobilitätsanbieter. Zudem besteht eine direkte Lademöglichkeit ohne separate Anmeldung (Ad-hoc-Laden) mit Hilfe eines Smartphones: Einfach den dargestellten QR-Code an der Ladesäule mit dem Smartphone scannen, den Ladepunkt auswählen und das Elektroauto aufladen. Vor dem Ladebeginn sehen Nutzer immer den gültigen Preis für den entsprechenden Ladevorgang. Die Abrechnung erfolgt über EC- oder Kreditkarte. Eine weitere Möglichkeit ist die Aufladung mit Hilfe der "E.ON-Drive"-App: Zunächst muss der Ladepunkt ausgewählt werden. Vor Beginn des Ladevorgangs wird wiederum der Preis angezeigt. Anschließend wird über die Eingabe der persönlichen Kreditkartenangaben abgerechnet. Bürgermeister Rehder wies darauf hin, dass weitere Zahlungsmöglichkeiten in Vorbereitung seien.

Die Errichtung der beiden Ladesäulen kostete knapp 18 000 Euro, wobei die Gemeinde Fördermittel von rund 9000 Euro aus dem Bundesprogramm zur Förderung von E-Ladesäulen erhält.