Gesucht - gefunden - mit Hunden... unter diesem Motto waren die Löschflöhe der Kinderfeuerwehr in Neuhaus unterwegs. Die Großeltern des Löschflohs Fynn sind mit ihrer Golden-Retriever-Hündin Sisa bei den Suchhunden Franken aktiv. So kam der Kontakt zu Alexandra Neu zustande, die Ende 2011 für ihr Labradormädchen Clara und sich das Mantrailing entdeckte.

Die Begeisterung für dieses Training, das Clara nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigt und fordert, hat beide gleich gepackt. Über die Jahre hat es sich durch Fortbildungen und Ablegen diverser Prüfungen immer mehr in eine professionelle Richtung entwickelt. Mittlerweile organisiert Alexandra Neu regelmäßige Trails im Raum Forchheim-Erlangen-Höchstadt-Bamberg und gibt ihr Wissen an interessierte Hundebesitzer weiter.

Bereits in den ersten Gesprächen, in denen die Idee für eine gemeinsame Veranstaltung mit den Löschflöhen der Kinderfeuerwehr Neuhaus Gestalt annahm, sprang der Funke über. Die Begeisterung auf beiden Seiten war groß und schnell sprudelten die Ideen, wie und wo das Thema zusammen umgesetzt werden könnte. Da die drei- bis sechs-jährigen Löschflöhe sich ohnehin regelmäßig mit ihren beiden Betreuerinnen im Feuerwehrhaus treffen, um sich spielerisch mit Themen rund um die Feuerwehr zu beschäftigen, war schnell ein Termin gefunden, um das Ganze in Angriff zu nehmen.

Nach einem kurzen theoretischen Teil ging es am Sonntag zum Felsenkeller in Neuhaus. Ausgestattet mit ihren Warnwesten haben sich die Kinder in drei Gruppen eingeteilt. Die drei freiwilligen "Vermissten" waren schnell gefunden. Nachdem diese sich im Neuhauser Wohngebiet bzw. in der nahegelegenen Flur jenseits der Weiher versteckt hatten, warteten sie mit Spannung darauf, ob die Suchhunde sie dort finden würden.


Mit Duftprobe auf die Suche

Sisa, Clara und Skyla, das waren bei diesem Treffen die Hauptpersonen. Nacheinander wurden sie auf ihren Einsatz vorbereitet. Das hieß für sie, dass das Brustgeschirr angelegt und die Leine eingehakt wird. Nach diesem Startsignal wurde an einer Duftprobe der "vermissten Person" geschnuppert und dann fokussierten sich die Spürnasen ausschließlich auf dessen Fährte.

Trotz des unterschiedlichen Erfahrungsgrades der Suchhunde, ließ sich keiner der drei von den zahlreichen jungen, ungewohnten Begleitpersonen irritieren. Alle nahmen die Spur auf und jeder folgte genau dem Weg, den die zu findende Person zurückgelegt hat, schloss an Kreuzungen die falsche Richtung aus und steuerte zielstrebig in Richtung Fundort. Sisa, die gemütlichere Dame des Trios, hatte die kleineren Löschflöhe im Schlepptau und fand problemlos die "vermisste Person" am Ortsrand. Clara, die Hündin mit der meisten Erfahrung, erreichte in ordentlichem Tempo problemlos die Bushaltestelle an der Röttenbacher Strasse mit der "vermissten" Mutter mit Baby und ließ sich gleich die obligatorische Belohnung für die erfolgreiche Suche schmecken. Skyla, die junge braune Labradordame, stob ungestüm mit ihrem Hundeführer an der Leine davon, und mit der Nase an der Duftspur und drei flinken Feuerwehrjungs im Schlepptau, war der vermisste Löschfloh mit Mama problemlos gefunden.

Anschließend ging es für alle zurück zum Felsenkeller, wo die Erlebnisse der drei Suchhundeeinsätze ausgetauscht wurden. Unterm Strich alles super, alle gefunden, keiner verletzt und eineinhalb Stunden Spaß und neue Erfahrungen für alle, auch für das Team von den Suchhunde-Franken. Außerdem hat das Wetter prima mitgespielt- es war trocken und nicht zu kalt. Besser geht's nicht.

Zum Schluss gab es für die Löschflöhe eine tolle Teilnehmerurkunde und Kekse in Form passend zum Thema vom Suchhunde-Franken-Team und die Hunde wurden für ihre tolle Arbeit noch mit einem Doggy-Bag mit Hundefutter belohnt.

Wer jetzt neugierig geworden ist auf das Thema "Mantrailing" (Personensuche), sollte unbedingt auf der Homepage www.suchhunde-franken.de vorbeischauen. Dort gibt es Infos und Kontaktdaten für Interessierte.